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Südamerikanischer Kugelfisch

Colomesus asellus

Südamerikanischer Kugelfisch (Colomesus asellus)
Foto: O. Schneider · CC BY-SA 3.0 · Bildnachweis

Porträt

Der Südamerikanische Kugelfisch, auch Assel-Kugelfisch genannt, ist im Amazonasbecken weit verbreitet und kommt dort in Brasilien, Kolumbien, Peru und Ecuador vor, außerdem im Essequibo in Guyana und im Mündungsgebiet des Orinoco. Er besiedelt Sandbänke, Uferzonen mit überhängenden Pflanzen, Überschwemmungsseen und sogar Stromschnellen über Fels, meist an sauerstoffreichen Stellen. In trüben und klaren Flüssen des zentralen Amazonas ist er recht häufig, im sauren Schwarzwasser des Rio Negro dagegen nicht. Leicht brackiges Wasser verträgt er. Bis 2013 galt er als einziger Süßwasserkugelfisch Südamerikas.

Oberseits ist er grün bis goldgelb, unten weiß. Über den Rücken ziehen fünf breite schwarze Querbänder, ein weiteres umschließt die Schwanzwurzel, und auf der Unterseite des Schwanzstiels sitzt ein großer schwarzer Fleck. Nur diese Art der Gattung besitzt am Kinn eine querlaufende Reihe kleiner Hautlappen. Wie alle Kugelfische besitzt er statt echter Zähne vier verwachsene Zahnplatten und kann sich bei Gefahr aufpumpen. Äußere Unterschiede zwischen den Geschlechtern sind nicht bestätigt.

Anders als viele Verwandte duldet er Artgenossen und wirkt allein nervös, daher lebt er am besten in einer Gruppe von mindestens sechs Tieren. Erwachsene können untereinander ruppig werden, und er zwickt anderen Fischen in die Flossen, gerade langsamen wie Skalaren oder Guppys. Deshalb gehört er ins Artbecken. Er schwimmt ausdauernd, angetrieben von Rücken-, After- und Brustflossen, und ruht zwischendurch am Boden. Das Wasser muss sehr sauber und sauerstoffreich sein, mit Strömung und regelmäßigen Wasserwechseln. Wurzeln und Schwimmpflanzen werden gern genutzt. Wildfänge sind nach dem Import anfällig für Weißpünktchen und brauchen eine lange Quarantäne. Zum Umsetzen eignet sich eine Fangglocke besser als ein Netz, weil er an der Luft schnell erstickt.

Im Magen freilebender Tiere fanden sich Algenaufwuchs, Insektenlarven, Weichtiere, Garnelen und Flossenstücke anderer Fische. Seine Zahnplatten wachsen besonders schnell nach, deshalb braucht er regelmäßig Schnecken, Muscheln oder Krebsbeine; ohne Hartschaliges wachsen sie so lang, dass er nicht mehr fressen kann und verhungert. Dazu kommen Mückenlarven, Artemia und Mysis, Trockenfutter nur als Ergänzung. Nachzuchten im Aquarium sind nicht bekannt. In der Natur verlassen die Fische zur Hochwasserzeit die Seen und laichen im Hauptstrom viele kleine Eier ohne Brutpflege, die Larven treiben dann in die Überschwemmungsseen. Sein Körper enthält das Gift Saxitoxin.

Steckbrief

Endgröße
12 cm
Mindestbecken
ab 240 l
Temperatur
20–26 °C
pH-Wert
5,5–8,0
Gesamthärte
2–15 °dGH
Anspruch
Erfahren
Haltung
Gruppe ab 6
Fischgruppe
Sonstige · Sonstige Südamerikaner

Herkunft

Südamerika – Amazonas, Orinoco und Rio Negro: meist weiches, saures, huminstoffreiches Wasser. Die größte Gruppe im Handel — Salmler, Zwergbuntbarsche und Welse.

Die Markierung zeigt die ungefähre Herkunftsregion, nicht das genaue Verbreitungsgebiet der Art. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).

Bemerkung

Braucht Schnecken und hartschalige Nahrung, sonst wachsen die Zähne zu. Verträgt kein verschmutztes Wasser.

Passt gut zusammen mit

Am besten als Gruppe im Artbecken – zwickt langsamen Fischen wie Skalaren oder Guppys in die Flossen.

Vorschläge nach Herkunft, Wasserwerten, Größe und Verhalten. Vor dem Kauf im Fachhandel prüfen – einzelne Tiere können sich anders verhalten.

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Zur Art: Südamerikanischer Kugelfisch Colomesus asellus

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Quelle: zierfischatlas.de/arten/suedamerikanischer-kugelfisch · Stand: 19. September 2026