A
Artbecken
Ein Aquarium, in dem nur eine einzige Fischart lebt. Sinnvoll für Arten, die andere Fische fressen, bedrängen oder von ihnen gestört werden, und für die Zucht empfindlicher Arten.
Zum Beispiel bei: Roter Piranha, Zwergkärpfling, Jaguarbuntbarsch, Zwergkugelfisch
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Aufwuchs
Der feine Belag aus Algen, Bakterien und Kleinstlebewesen auf Steinen, Holz und Pflanzen. Viele Harnischwelse, Saugschmerlen und Buntbarsche aus dem Malawisee ernähren sich zu großen Teilen davon.
Zum Beispiel bei: Antennenwels, Ohrgitter-Harnischwels, Hexenwels, Rotflossen-Fransenlipper
B
Barteln
Tastfäden am Maul, mit denen Fische wie Panzerwelse, Schmerlen und Barben im Bodengrund nach Futter suchen. Scharfkantiger Kies kann sie verletzen, deshalb ist für solche Arten feiner Sand besser.
Zum Beispiel bei: Metallpanzerwels, Panda-Panzerwels
Brackwasser
Leicht salzhaltiges Wasser, wie es in Flussmündungen und Mangroven vorkommt, wo Süß- und Meerwasser sich mischen. Manche im Handel angebotene Fische stammen von dort.
Zum Beispiel bei: Black Molly, Zwergkärpfling, Streifenprachtbarsch
Brutpflege
Alles, was Eltern für ihre Eier und Jungfische tun: bewachen, Frischwasser zufächeln, verpilzte Eier entfernen, Junge führen. Viele Buntbarsche und Labyrinthfische betreiben Brutpflege, Freilaicher dagegen nicht.
Zum Beispiel bei: Neonsalmler, Glühlichtsalmler, Bolivianischer Schmetterlingsbuntbarsch, Guppy
E
Elternfamilie
Bezeichnet, wer sich um den Nachwuchs kümmert: In der Elternfamilie beide Eltern gemeinsam, in der Mutterfamilie nur das Weibchen, in der Vaterfamilie nur das Männchen.
Zum Beispiel bei: Skalar
F
Farbform und Standortform
Eine Standortform ist eine natürliche Population einer Art, die in einem bestimmten Gebiet lebt und sich oft in der Färbung von anderen unterscheidet – etwa bei Buntbarschen aus verschiedenen Uferabschnitten eines Sees. Farbformen können natürlich entstanden oder gezüchtet sein.
Zum Beispiel bei: Roter Phantomsalmler, Agassizii-Zwergbuntbarsch, Guppy, Trewavas-Felsbarsch
Flossenzupfer
Fische, die anderen Fischen an den Flossen knabbern. Besonders langflossige und ruhige Arten wie Kampffische, Fadenfische oder Skalare leiden darunter. Oft hilft eine größere Gruppe, weil sich die Zupfer dann untereinander beschäftigen.
Zum Beispiel bei: Serpasalmler, Sumatrabarbe, Siamesischer Kampffisch
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Freilaicher
Fische, die ihre Eier frei ins Wasser, zwischen Pflanzen oder auf den Boden abgeben und sich danach nicht weiter darum kümmern. Die Eltern fressen den Laich oft selbst, deshalb setzt man sie für die Zucht nach dem Ablaichen heraus. Dazu gehören die meisten Salmler, Barben und Bärblinge.
Zum Beispiel bei: Neonsalmler, Roter Neon, Schwarzer Neon, Glühlichtsalmler
G
Gesamthärte (GH)
Der Gehalt an Calcium und Magnesium im Wasser, meist in Grad deutscher Härte (°dGH) angegeben. Weiches Wasser liegt unter 8,4 °dH, hartes über 14 °dH.
Zum Beispiel bei: Schachbrettcichlide
Mehr dazu im Ratgeber Wasserwerte verstehen: GH, KH und pH
Gesellschaftsbecken
Ein Aquarium mit mehreren verschiedenen Fischarten, die sich in Wasserwerten und Verhalten vertragen. Das Gegenstück ist das Artbecken.
Zum Beispiel bei: Gemeiner Sonnenbarsch, Honiggurami, Schmetterlingsbuntbarsch (Afrika), Neon-Regenbogenfisch
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H
Harem
Ein Männchen mit mehreren Weibchen. So halten sich viele Buntbarsche in der Natur, und so hält man sie auch im Aquarium, damit sich die Aufmerksamkeit des Männchens auf mehrere Weibchen verteilt.
Zum Beispiel bei: Agassizii-Zwergbuntbarsch
Huminstoffe
Stoffe, die beim Zerfall von Laub und Holz entstehen. Sie färben Wasser bräunlich, senken den pH-Wert leicht und prägen die Schwarzwasserflüsse Südamerikas. Im Aquarium bringen Laub, Erlenzapfen oder Torf sie ins Wasser.
Zum Beispiel bei: Schokoladengurami
Höhlenbrüter
Fische, die ihre Eier versteckt in einer Höhle ablegen – unter Steinen, in Spalten, Kokosnussschalen oder, bei Schneckenbuntbarschen, in leeren Schneckenhäusern. Im Aquarium brauchen sie passende Verstecke.
Zum Beispiel bei: Kakadu-Zwergbuntbarsch, Agassizii-Zwergbuntbarsch, Borellis Zwergbuntbarsch, Antennenwels
K
Kaltwasserfisch
Fische, die kühles Wasser ohne Heizung brauchen oder vertragen, zum Beispiel Goldfisch und Kardinalfisch. Tropische Arten dagegen brauchen dauerhaft warmes Wasser; beide Gruppen passen selten in ein Becken.
Zum Beispiel bei: Gemeiner Sonnenbarsch, Kardinalfisch, Goldfisch
Karbonathärte (KH)
Der Gehalt an Hydrogencarbonat im Wasser. Sie wirkt als Puffer und verhindert, dass der pH-Wert plötzlich abstürzt.
Mehr dazu im Ratgeber Wasserwerte verstehen: GH, KH und pH
L
Labyrinthfisch
Fische mit einem zusätzlichen Atmungsorgan, dem Labyrinth, mit dem sie Luft von der Wasseroberfläche atmen können. Dazu gehören Kampffische, Fadenfische und Guramis. Das Becken sollte abgedeckt sein, damit die Luft darüber warm und feucht bleibt.
Zum Beispiel bei: Siamesischer Kampffisch, Zwergfadenfisch, Honiggurami, Blauer Fadenfisch
Lauerjäger
Raubfische, die still auf Beute warten und dann blitzschnell zuschnappen. Auch friedlich wirkende Lauerjäger fressen jeden Fisch, der ins Maul passt.
Zum Beispiel bei: Venustus, Schmetterlingsfisch
Lebendgebärend
Fische, deren Junge fertig entwickelt zur Welt kommen statt aus Eiern zu schlüpfen, etwa Guppy, Platy, Molly und Schwertträger. Die Männchen haben dafür eine umgebildete Afterflosse, das Gonopodium. Die Jungen werden oft von den Eltern gefressen, dichte Pflanzen helfen ihnen beim Überleben.
Zum Beispiel bei: Guppy, Endler-Guppy, Platy, Schwertträger
M
Maulbrüter
Fische, die ihre Eier und oft auch die Jungfische im Maul tragen, bis diese selbstständig sind. Viele Buntbarsche aus dem Malawi- und Tanganjikasee sind Maulbrüter; das Weibchen frisst in dieser Zeit meist nichts.
Zum Beispiel bei: Erdfresser, Schokoladengurami, Gelber Labidochromis, Zebrabuntbarsch
Mbuna
Sammelbegriff für die felsbewohnenden Buntbarsche des Malawisees. Sie ernähren sich vor allem von Aufwuchs, sind lebhaft und oft ruppig und passen nicht zu den ruhigeren Sand- und Freiwasserbuntbarschen desselben Sees.
Zum Beispiel bei: Gelber Labidochromis, Zebrabuntbarsch, Saulosi-Buntbarsch, Demasoni-Buntbarsch
N
Nachzucht
Ein Fisch, der in Menschenhand gezüchtet wurde, im Handel oft mit NZ oder DNZ (deutsche Nachzucht) abgekürzt. Nachzuchten sind meist an Aquarienbedingungen und Leitungswasser gewöhnt und anpassungsfähiger als Wildfänge.
Nitrit
Ein Zwischenprodukt beim Abbau von Ausscheidungen, das schon in kleinen Mengen giftig für Fische ist. In einem gesunden, eingefahrenen Becken ist es nicht nachweisbar.
Zum Beispiel bei: Panda-Panzerwels
Mehr dazu im Ratgeber Aquarium einfahren
O
Offenbrüter
Fische, die ihre Eier offen auf eine glatte Fläche kleben, etwa auf einen Stein, eine Wurzel oder ein Blatt, und das Gelege dann bewachen. Beispiele sind Skalar und Schmetterlingsbuntbarsch.
Zum Beispiel bei: Schmetterlingsbuntbarsch, Bolivianischer Schmetterlingsbuntbarsch, Schachbrettcichlide, Diskus
P
pH-Wert
Gibt an, ob Wasser sauer (unter 7), neutral (7) oder basisch (über 7) ist. Die Skala ist logarithmisch: Ein Schritt bedeutet eine zehnfache Veränderung.
Mehr dazu im Ratgeber Wasserwerte verstehen: GH, KH und pH
R
Revier
Ein Bereich, den ein Fisch gegen Artgenossen und andere Fische verteidigt, oft um eine Höhle oder einen Laichplatz. Revierbildende Arten brauchen genug Platz und Verstecke, damit schwächere Tiere ausweichen können.
Zum Beispiel bei: Roter Phantomsalmler, Kaisersalmler, Roter Pinselsalmler, Schmetterlingsbuntbarsch
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S
Saisonfisch
Killifische aus Tümpeln, die jedes Jahr austrocknen. Die Fische leben nur eine Regenzeit lang, ihre Eier überdauern die Trockenzeit im Boden. Im Aquarium lagert man die Eier dafür in feuchtem Torf.
Zum Beispiel bei: Prachtgrundkärpfling
Saugmaul
Ein zu einer Saugscheibe umgebildetes Maul, mit dem sich Harnischwelse und manche Barben an Steinen und Scheiben festhalten und dabei Aufwuchs abraspeln.
Zum Beispiel bei: Antennenwels, Ohrgitter-Harnischwels
Schaumnest
Ein Nest aus Luftblasen und Speichel an der Wasseroberfläche, in das viele Labyrinthfische ihre Eier legen. Meist baut und bewacht das Männchen das Nest.
Zum Beispiel bei: Siamesischer Kampffisch, Zwergfadenfisch, Honiggurami, Blauer Fadenfisch
Schwarm
Eine Gruppe gleichartiger Fische, die sich gemeinsam bewegen und dadurch vor Fressfeinden schützen. Schwarmfische fühlen sich erst in größerer Zahl sicher, meist ab acht bis zehn Tieren; in kleiner Zahl sind sie scheu und blass.
Zum Beispiel bei: Roter Neon, Blauer Neon, Rotkopfsalmler, Glühlichtsalmler
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Schwarzwasser, Weißwasser und Klarwasser
Die drei Gewässertypen des Amazonasgebiets. Schwarzwasser ist durch Huminstoffe teeartig braun, sehr weich und sauer; Weißwasser ist lehmig trüb und nährstoffreich; Klarwasser ist durchsichtig und liegt in seinen Werten dazwischen. Viele Salmler stammen aus Schwarz- oder Klarwasser.
Zum Beispiel bei: Roter Neon, Blauer Neon, Roter Phantomsalmler, Blauer Perusalmler
Substratlaicher
Fische, die ihre Eier an eine Unterlage heften statt sie frei ins Wasser abzugeben oder im Maul zu tragen. Je nach Ort unterscheidet man Offenbrüter und Höhlenbrüter.
Zum Beispiel bei: Jaguarbuntbarsch, Perlhuhnbuntbarsch
T
Torf
Zersetztes Pflanzenmaterial aus Mooren. Im Aquarium gibt er Huminstoffe ab, färbt das Wasser leicht bräunlich und senkt den pH-Wert. Bei Saisonfischen dient feuchter Torf zur Lagerung der Eier. Aus Rücksicht auf die Moore lieber sparsam verwenden oder durch Laub und Erlenzapfen ersetzen.
Zum Beispiel bei: Moskitobärbling, Fünfgürtelbarbe, Schokoladengurami, Prachtgrundkärpfling
U
Utaka
Sammelbegriff für Buntbarsche des Malawisees, die im freien Wasser über dem Fels leben und sich von Plankton ernähren. Sie sind ruhiger als die Mbuna.
Zum Beispiel bei: Borleyi-Utaka
W
Wildfang
Ein in der Natur gefangener Fisch, im Handel oft mit WF abgekürzt. Wildfänge brauchen meist Wasserwerte nahe ihrem Heimatgewässer und sind empfindlicher als Nachzuchten.
Zum Beispiel bei: Sterbas Panzerwels, Ohrgitter-Harnischwels
Z
Zuchtform
Eine vom Menschen gezielt gezüchtete Variante einer Art, etwa mit verlängerten Flossen, anderer Farbe oder Körperform. Viele Zuchtformen sind empfindlicher als die Wildform; gefärbte oder operativ veränderte Fische sind dagegen keine Zuchtformen und werden hier nicht empfohlen.
Zum Beispiel bei: Trauermantelsalmler, Schmetterlingsbuntbarsch, Black Molly, Sumatrabarbe