Gesunde Fische erkennen
Schau dir das Verkaufsbecken ein paar Minuten lang an, bevor du kaufst. Gesunde Fische haben klare Augen, anliegende, unversehrte Flossen und eine glatte Haut ohne weiße Punkte, Watte oder Beläge. Sie schwimmen aufrecht und ruhig, atmen nicht hektisch und stehen nicht mit angelegten Flossen in einer Ecke. Liegen tote Tiere im Becken, kaufst du aus diesem Becken besser nicht.
Frag ruhig nach, ob die Fische schon eine Weile im Laden sind und gefressen haben. Frisch eingetroffene Tiere sind oft noch geschwächt vom Transport.
Der Transport
Fische werden in Beuteln mit Wasser und viel Luft verpackt. Halte den Weg nach Hause kurz, den Beutel dunkel und vor Kälte und Hitze geschützt – eine Kühltasche oder ein Karton helfen. Im Dunkeln bleiben die Tiere ruhiger.
Quarantäne
Neue Fische können Krankheiten und Parasiten mitbringen, die man ihnen im Laden nicht ansieht. Ein Quarantänebecken verhindert, dass sie sich auf deinen ganzen Bestand übertragen. Dafür genügt ein kleines Becken mit eigenem, eingefahrenem Filter, Heizung und einigen Verstecken. Dort bleiben die Neuzugänge zwei bis vier Wochen. Zeigen sie in dieser Zeit keine Auffälligkeiten, dürfen sie ins Hauptbecken.
Auch wer kein eigenes Quarantänebecken hat, sollte neue Fische in den ersten Wochen besonders aufmerksam beobachten und nicht gleichzeitig viele neue Arten einsetzen.
Schonend eingewöhnen
- Licht aus: Im gedämpften Licht ist der Umzug weniger stressig.
- Temperatur angleichen: Den geschlossenen Beutel 15 bis 20 Minuten auf der Wasseroberfläche schwimmen lassen.
- Wasser angleichen: Den Beutel öffnen und in mehreren Schritten über etwa eine halbe Stunde kleine Mengen Beckenwasser zugeben. Empfindliche Arten und Tiere aus sehr weichem Wasser gewöhnst du besser noch langsamer ein, etwa indem du das Beckenwasser tropfenweise über einen dünnen Schlauch zulaufen lässt.
- Umsetzen ohne Transportwasser: Die Fische mit einem Kescher ins Becken setzen und das Wasser aus dem Beutel wegschütten. Es enthält Ausscheidungen und womöglich Krankheitserreger.
Nach einem langen Transport haben sich im Beutel oft Ausscheidungen angesammelt. Zögere das Angleichen dann nicht unnötig in die Länge, denn mit dem frischen Wasser steigt der pH-Wert, und dabei wird aus Ammonium das giftigere Ammoniak.
Die ersten Tage
Lass das Licht am ersten Tag aus oder gedämpft und füttere erst am nächsten Tag, dann sparsam. Viele Fische verstecken sich anfangs und zeigen ihre Farben erst nach einigen Tagen. Beobachte in dieser Zeit, ob alle fressen und ob es Streit um Reviere gibt. Welche Arten gut zusammenpassen, steht im Ratgeber Besatz planen.