Zierfischatlas.de Suchen

Besatz planen

Welche und wie viele Fische passen in dein Becken? Beckengröße, Gruppengröße, Wasserwerte und Verhalten – worauf es bei der Auswahl ankommt.

Erst das Becken, dann die Fische

Plane vom Becken aus, nicht vom Lieblingsfisch. Im Steckbrief jeder Art steht ein Mindestbecken. Gemeint ist damit die empfohlene Größe für eine artgerechte Gruppe dieser Art, nicht das kleinste Becken, in dem sie gerade noch überlebt. Schnelle Schwimmer brauchen vor allem Länge, hochrückige Arten wie der Skalar auch Höhe.

Die alte Faustregel „ein Zentimeter Fisch pro Liter Wasser“ ist zu grob. Sie übersieht, dass ein 10 Zentimeter langer Buntbarsch weit mehr Masse hat und mehr Platz braucht als fünf Zwergbärblinge von je zwei Zentimetern, und sie sagt nichts über Revierverhalten oder Schwimmbedürfnis.

Schwarm, Gruppe oder Paar

Viele Salmler, Bärblinge und Barben leben im Schwarm und fühlen sich erst ab acht bis zehn Tieren sicher. In zu kleiner Zahl sind sie scheu, blass oder zupfen sich gegenseitig die Flossen. Panzerwelse und viele Schmerlen brauchen ebenfalls Artgenossen. Manche Buntbarsche hält man dagegen als Paar, und von einigen Arten gehört nur ein einziges Männchen ins Becken. Unter „Haltung“ steht im Steckbrief, wie viele Tiere es sein sollten.

Bei Lebendgebärenden wie Guppy oder Platy empfiehlt es sich, mehr Weibchen als Männchen zu halten, etwa zwei bis drei Weibchen pro Männchen, damit die Weibchen nicht ständig bedrängt werden.

Gemeinsame Wasserwerte

Alle Fische im Becken müssen mit denselben Werten leben. Am leichtesten gelingt das mit Arten aus derselben Herkunftsregion – deshalb ist der Zierfischatlas nach Regionen geordnet. Temperatur, pH-Wert und Gesamthärte sollten sich bei allen Arten deutlich überschneiden, nicht nur an einem einzigen Wert. Mehr dazu im Ratgeber Wasserwerte verstehen.

Schwimmzonen verteilen

Ein Becken wirkt belebter und bietet mehr Platz, wenn sich die Fische auf verschiedene Bereiche verteilen: Beilbauchfische und Schmetterlingsfische bleiben an der Oberfläche, die meisten Salmler und Barben im mittleren Wasser, Panzerwelse, Harnischwelse und Schmerlen am Boden.

Wer verträgt sich mit wem?

Gleiche Wasserwerte heißen noch nicht, dass Fische zusammenpassen. Achte besonders auf:

  • Räuber: Viele Fische fressen alles, was ins Maul passt – auch friedlich wirkende wie der Skalar.
  • Flossenzupfer: Einige Arten, etwa die Sumatrabarbe, knabbern langflossigen Mitbewohnern die Flossen an.
  • Reviere: Revierbildende Buntbarsche verteidigen ihren Platz und brauchen viel Raum und Verstecke.
  • Kreuzungen: Nah verwandte Arten wie Guppy und Endler-Guppy kreuzen sich; wer reine Arten halten möchte, sollte sie trennen.

Im Kasten „Passt gut zusammen mit“ auf jeder Artseite stehen von Hand geprüfte Vorschläge. Den eigenen Wunschbesatz kannst du im Besatz-Check prüfen.

Die richtige Reihenfolge

Setze die Fische nicht alle auf einmal ein. Den Anfang machen friedliche, robuste Arten, revierbildende Tiere kommen zuletzt, damit sie nicht das ganze Becken für sich beanspruchen. Und ein neues Becken muss vorher eingefahren sein.

Zum Weiterlesen

Weitere Ratgeber