Porträt
Der Texas-Buntbarsch, auch Perlcichlide genannt, ist der einzige Buntbarsch, der von Natur aus in den Vereinigten Staaten vorkommt. Seine Heimat ist das Einzugsgebiet des unteren Rio Grande in Texas und im Nordosten Mexikos. Dort lebt er in ruhigen Gewässern wie Teichen und langsam strömenden Flussabschnitten, gern zwischen versunkenen Steinen, Ästen oder dichten Pflanzen. Ausgesetzte Tiere haben sich in Zentraltexas, in Florida und im Großraum New Orleans festgesetzt und bedrängen dort einheimische Fische.
Auf grauem bis olivfarbenem Grund trägt er zahllose hell- bis türkisblau schimmernde Tupfen, die in deutlichen Längsreihen angeordnet sind, dazu je einen dunklen Fleck in der Körpermitte und an der Schwanzwurzel. Ausgewachsene Männchen werden deutlich größer als die Weibchen, bilden spitz ausgezogene Rücken- und Afterflossen und häufig einen Stirnbuckel. Zur Laichzeit färben sich beide Partner eindrucksvoll um. Typisch für die Gattung Herichthys ist dabei, dass die obere Hälfte von Kopf und Vorderkörper blassgrau aufhellt und sich scharf von dunklen Partien abhebt. Im Handel wird oft der nah verwandte Herichthys carpintis als „Grüner Texas“ angeboten; er bleibt kleiner und hat größere, unregelmäßig verstreute Tupfen. Der „Red Texas“ ist eine Gattungskreuzung und kein echter Texas-Buntbarsch.
Im Aquarium ist er ein ausgesprochen streitbarer, revierbildender Fisch. Er gräbt ausdauernd und gestaltet den Bodengrund nach eigenem Geschmack um, sodass wurzelnde Pflanzen kaum eine Chance haben. Bewährt haben sich eine dicke Lage aus Sand oder feinem Kies, glatte Steine, Wurzelholz und große Tontöpfe als Unterschlupf und Laichplatz. Das Wasser muss sauber und sauerstoffreich sein, denn organische Belastung und rasche Temperaturwechsel verträgt er schlecht. Ein Paar findet man am sichersten, indem man mehrere Jungtiere gemeinsam aufwachsen lässt; zufällig zusammengesetzte Erwachsene sind riskant, weil Männchen Weibchen totbeißen können. Hat sich ein Paar gefunden, müssen die übrigen Tiere hinaus, und Mitbewohner werden spätestens beim Laichen angegriffen.
In der Natur frisst er Würmer, Krebstiere, Insekten, Pflanzen und Detritus, aber auch Fischlaich und kleinere Fische, an die er sich im Schutz seiner Tarnfärbung heranpirscht. Im Aquarium nimmt er fast jedes Futter; zu einem guten Trockenfutter gehören Frost- und Lebendfutter sowie Pflanzliches wie Erbsen, überbrühter Spinat oder Spirulina. Das Paar putzt einen flachen Stein und setzt darauf in mehreren Durchgängen Hunderte Eier ab. Beide Eltern kümmern sich um die Brut: Das Weibchen fächelt dem Gelege frisches Wasser zu, das Männchen patrouilliert eher an den Reviergrenzen. Nach dem Schlupf tragen die Eltern die Larven in eine vorbereitete Grube, und entwischte Jungfische holen sie später im Maul zurück.
Steckbrief
- Endgröße
- 30 cm
- Mindestbecken
- ab 500 l
- Temperatur
- 20–28 °C
- pH-Wert
- 6,0–7,5
- Gesamthärte
- 5–12 °dGH
- Anspruch
- Spezialist
- Haltung
- Paar
- Fischgruppe
- Buntbarsche
Herkunft
Mittel- & Nordamerika – Hartes, oft alkalisches Wasser. Heimat der Lebendgebärenden und der kräftigen, revierbildenden Buntbarsche.
Die Markierung zeigt die ungefähre Herkunftsregion, nicht das genaue Verbreitungsgebiet der Art. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).
Bemerkung
Groß, sehr territorial und gräbt viel. Als „Grüner Texas“ wird oft der ähnliche Herichthys carpintis verkauft.
Passt gut zusammen mit
Sehr territorial und frisst kleinere Fische; ein Brutpaar greift Mitbewohner an – am besten im Artbecken.
Vorschläge nach Herkunft, Wasserwerten, Größe und Verhalten. Vor dem Kauf im Fachhandel prüfen – einzelne Tiere können sich anders verhalten.
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Quelle: zierfischatlas.de/arten/texas-buntbarsch · Stand: 19. September 2026