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Pazifik-Blauauge

Pseudomugil signifer

Pazifik-Blauauge (Pseudomugil signifer)
Foto: Jesse de Vries · CC BY 4.0 · Bildnachweis

Porträt

Das Pazifik-Blauauge ist das am weitesten verbreitete Blauauge Australiens. Es kommt entlang der Ostküste von der Kap-York-Halbinsel bis in den Süden von New South Wales vor, dazu auf einigen vorgelagerten Inseln. Meist lebt es nicht weit vom Meer: in kleinen, langsam fließenden Bächen, Flussmündungen, Dünenlagunen, Salzwiesen und Mangrovenbächen, aber auch in klaren Waldbächen oder gefärbtem Schwarzwasser und sogar in Wohnkanälen an der Gold Coast. Es verträgt Süßwasser ebenso wie Brack- und Meerwasser.

Der kleine, gestreckte Fisch ist teils durchscheinend, blassgelb bis olivfarben, mit silbrigem Kiemendeckel und Bauch. Unverkennbar ist das große Auge mit blauer Iris. Die Art hat zwei Rückenflossen und eine gegabelte Schwanzflosse, deren Ober- und Unterkante weiß gesäumt ist. Männchen sind größer, kräftiger gezeichnet und tragen verlängerte Rücken-, After- und Bauchflossen mit schwarzen Abzeichen an den vorderen Strahlen; zur Laichzeit können die Flossen orange werden. Größe und Färbung schwanken stark zwischen den Populationen: Nördlich der sogenannten Burdekin-Lücke sind beide Geschlechter gleich groß, weiter südlich wird der Unterschied immer deutlicher.

In der Natur zieht es in lockeren Schwärmen von einigen Dutzend bis Tausenden Tieren durch die mittlere und obere Wasserschicht, meist nahe am Ufer und an Deckung. Im Aquarium gehört es in eine Gruppe ab acht Tieren; dann ist es weniger nervös, und die Männchen imponieren einander eifrig. Männchen der großwüchsigen Nordformen sind zur Laichzeit allerdings sehr unverträglich und brauchen viel Platz. Ideal ist ein dicht bepflanztes, gut eingefahrenes Becken mit Schwimmpflanzen, sauerstoffreichem Wasser und etwas Strömung; Salz ist nicht nötig. Gute Gesellschaft sind Melanotaenia maccullochi, Melanotaenia praecox und Tateurndina ocellicauda.

Es jagt nach Sicht und frisst Wasser- und Fluginsekten, die auf der Oberfläche landen, seltener winzige Krebstiere und Algen; in trübem Wasser findet es schlechter Nahrung. Im Aquarium sollte kleines Lebendfutter den Hauptteil bilden, zerkleinertes Trockenfutter wird ebenfalls genommen. Das Weibchen heftet über mehrere Tage einzelne Eier mit Haftfäden an Pflanzen oder Moos, Brutpflege gibt es nicht, und die Eltern fressen Eier gern selbst. Das Pazifik-Blauauge ist kurzlebig und wird im Aquarium meist nur zwei bis drei Jahre alt. Eine Besonderheit: Wechselt der Salzgehalt, passt es innerhalb einiger Stunden das Volumen seiner Schwimmblase an.

Steckbrief

Endgröße
3,5–7 cm
Mindestbecken
ab 60 l
Temperatur
20–26 °C
pH-Wert
6,5–7,5
Gesamthärte
5–15 °dGH
Anspruch
Erfahren
Haltung
Gruppe ab 8
Fischgruppe
Regenbogenfische · Blauaugen

Herkunft

Australien & Neuguinea – Klare, oft neutrale bis leicht alkalische Bäche. Regenbogenfische und Blauaugen, farblich erst als erwachsene Tiere zu erkennen.

Die Markierung zeigt die ungefähre Herkunftsregion, nicht das genaue Verbreitungsgebiet der Art. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).

Bemerkung

Sehr variable Art der australischen Ostküste, lebt von Süß- bis Brackwasser. Männchen großwüchsiger Nordformen sind zur Laichzeit untereinander sehr unverträglich.

Passt gut zusammen mit

Nur mit ruhigen Arten ähnlicher Größe; großwüchsige Nordformen brauchen ein geräumiges Becken.

Vorschläge nach Herkunft, Wasserwerten, Größe und Verhalten. Vor dem Kauf im Fachhandel prüfen – einzelne Tiere können sich anders verhalten.

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Zur Art: Pazifik-Blauauge Pseudomugil signifer

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Quelle: zierfischatlas.de/arten/pazifik-blauauge · Stand: 19. September 2026