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Zwergregenbogenfisch

Melanotaenia maccullochi

Zwergregenbogenfisch (Melanotaenia maccullochi)
Foto: Jesse de Vries · CC BY 4.0 · Bildnachweis

Porträt

Der Zwergregenbogenfisch stammt aus dem Nordosten Australiens. In Queensland erstreckt sich sein Gebiet vom Starcke River, der oberhalb von Cape Flattery liegt, bis ein Stück unterhalb von Cardwell. Er besiedelt vor allem kleine, schattige Gewässer, Tieflandsümpfe und Bäche mit meist klarem, saurem Wasser und viel Holz oder Pflanzen als Deckung, kommt aber auch in trüben, gefärbten Tümpeln vor. Häufig teilt er seinen Lebensraum mit anderen Regenbogenfischen und mit Blauaugen. Zwei nahe Verwandte aus Neuguinea und dem Northern Territory galten bis 2019 noch als Formen dieser Art.

Die Flanken schimmern silbrig bis bronzefarben und tragen mehrere rötliche bis braune Längsstreifen; die unpaaren Flossen sind orange bis rot. Da die Vorkommen nicht zusammenhängen, unterscheiden sich die Populationen in Stärke und Muster der Färbung. Männchen sind farbiger und haben spitzere, längere Rücken- und Afterflossen, Weibchen wirken blasser und hochrückiger.

Im Aquarium zeigt er sich sehr friedlich und anpassungsfähig. Allein ist er schreckhaft, in einer Gruppe ab acht Tieren wird er sicherer, und die Männchen präsentieren einander ihre besten Farben. Pflanzen, Wurzeln und Äste bieten die Deckung, die er auch in der Natur sucht. Standortformen sollten nicht gemischt werden, weil sie sich kreuzen. Aus demselben Grund gehören andere Melanotaenia-Arten nicht dazu; passende Gesellschaft sind dagegen Pseudomugil signifer, Pseudomugil gertrudae, Tateurndina ocellicauda oder Glossolepis incisus. Wer ihn kaufen möchte, sollte genau hinsehen, denn im Handel ist er selten geworden, und unter seinem Namen wird oft eine Form von Melanotaenia australis angeboten.

Als Allesfresser nimmt er wirbellose Wassertiere, Algen und an Land lebende Kleintiere. Im Aquarium frisst er Flocken, Granulat und Frostfutter, regelmäßige Lebendfuttergaben fördern die Farben. Die Zucht gelingt leicht: Meist am frühen Morgen schmiegt sich ein Paar zitternd aneinander, und die Eier bleiben mit feinen Fäden an Pflanzen hängen. Über Wochen wird täglich gelaicht, nach ein bis knapp zwei Wochen schlüpfen die Jungen. Sie halten sich dicht unter der Oberfläche auf und brauchen anfangs allerfeinstes Futter. Beschrieben hat die Art James Douglas Ogilby 1915; der Name ehrt den Ichthyologen Allan Riverstone McCulloch. In Deutschland wird sie seit den 1930er-Jahren gehalten und vermehrt.

Steckbrief

Endgröße
7 cm
Mindestbecken
ab 100 l
Temperatur
20–30 °C
pH-Wert
5,5–8,0
Gesamthärte
8–15 °dGH
Anspruch
Einsteiger
Haltung
Gruppe ab 8
Fischgruppe
Regenbogenfische

Herkunft

Australien & Neuguinea – Klare, oft neutrale bis leicht alkalische Bäche. Regenbogenfische und Blauaugen, farblich erst als erwachsene Tiere zu erkennen.

Die Markierung zeigt die ungefähre Herkunftsregion, nicht das genaue Verbreitungsgebiet der Art. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).

Bemerkung

Friedlich und anpassungsfähig. Standortformen nicht mischen; unter dem Namen wird oft eine Form von Melanotaenia australis verkauft.

Passt gut zusammen mit

Nicht mit anderen Melanotaenia-Arten – Regenbogenfische kreuzen sich leicht.

Vorschläge nach Herkunft, Wasserwerten, Größe und Verhalten. Vor dem Kauf im Fachhandel prüfen – einzelne Tiere können sich anders verhalten.

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Zur Art: Zwergregenbogenfisch Melanotaenia maccullochi

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Quelle: zierfischatlas.de/arten/zwergregenbogenfisch · Stand: 19. September 2026