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Breitstreifen-Schneckenbuntbarsch

Neolamprologus similis

Breitstreifen-Schneckenbuntbarsch (Neolamprologus similis)
Foto: Melanochromis · Public domain · Bildnachweis

Porträt

Der Breitstreifen-Schneckenbuntbarsch gehört zu den Buntbarschen des Tanganjikasees, die in leeren Schneckenhäusern leben. Bekannt ist er von den Ufern des Kongo und Tansanias im Süden des Sees. Er besiedelt Sand- und Schlammböden, auf denen sich die Gehäuse abgestorbener Neothauma-Schnecken in großer Zahl sammeln; im harten, basischen Seewasser zerfallen sie nur sehr langsam. Fast immer trifft man ihn in Kolonien an. Wissenschaftlich beschrieben hat ihn Heinz H. Büscher im Jahr 1992.

Er bleibt sehr klein, wobei die Männchen kräftig und bullig wirken und die Weibchen deutlich übertreffen. Die Grundfarbe ist hellbraun bis kupferfarben, darüber liegt ein kräftiges Muster aus hellen und dunklen Querbändern, die dunklen breiter als die hellen. Im Unterschied zum sehr ähnlichen Vielstreifen-Schneckenbuntbarsch beginnen die Bänder schon am Kopf und sind breiter. Die Augen leuchten hellblau, und die Flossensäume schimmern je nach Licht gelblich. Äußerlich lassen sich die Geschlechter sonst kaum unterscheiden; ältere Männchen entwickeln mitunter einen kleinen Stirnbuckel.

Im Aquarium lebt die Art in einer Kolonie, in der jedes Tier sein eigenes Gehäuse beansprucht und ein Männchen über mehrere Weibchen wacht – üblich ist ein Männchen mit zwei bis drei Weibchen. Die Reviere sind winzig, werden aber mit großer Entschlossenheit verteidigt, notfalls sogar gegen die Hand des Pflegers. Gedroht wird mit abwärts gerichtetem Kopf, abgespreizten Kiemendeckeln und weit geöffnetem Maul, der Körper dabei zu einem Komma gekrümmt. Naht ein deutlich größerer Fisch, verschwinden alle in ihren Häusern. Die Tiere tragen maulweise Sand beiseite, bis ihr Gehäuse einsinkt und nur noch die Öffnung herausschaut. Das Becken braucht eine offene Fläche aus feinem Sand und mehr leere Schneckenhäuser als Bewohner. Mitbewohner sollten andere Bereiche nutzen, etwa die Ornatus-Schlankcichlide, Brichards Prachtbarsch oder die Heringscichlide.

In der Natur ernährt sich der kleine Buntbarsch von winzigen Wirbellosen wie Hüpferlingen, Mückenlarven, Muschelkrebsen und kleinen Garnelen. Im Aquarium sollte deshalb Lebend- und Frostfutter den Hauptteil ausmachen; Trockenfutter wird angenommen, reicht allein aber nicht. Gelaicht wird im Gehäuse des Weibchens. Weil das Wasser in der engen Windung kaum ausgetauscht wird, fächelt das brutpflegende Tier mit den Brustflossen vor der Öffnung und schwimmt immer wieder hinein und heraus. Die Jungen bleiben zunächst in der Kolonie, und ein Teil hilft bei der Aufzucht weiterer Geschwister. Beobachtet wurde sogar, dass Eltern leere Gehäuse für den Nachwuchs herrichten und deren Eingang mit Sand so verengen, dass nur Jungfische hineinpassen.

Steckbrief

Endgröße
3,5–5 cm
Mindestbecken
ab 54 l
Temperatur
24–27 °C
pH-Wert
7,5–9,0
Gesamthärte
8–25 °dGH
Anspruch
Erfahren
Haltung
1 ♂ / 2–3 ♀
Fischgruppe
Buntbarsche · Sand & Schneckenhaus

Herkunft

Afrika · Tanganjikasee – Noch härter und sauerstoffreicher als der Malawisee, pH 8,0–9,0. Ausgeprägte Spezialisten: Fels, Sand, Schneckenhaus, Freiwasser.

Die Markierung zeigt die ungefähre Herkunftsregion, nicht das genaue Verbreitungsgebiet der Art. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).

Bemerkung

Lebt in Kolonien zwischen leeren Schneckenhäusern im Sand – mehr Gehäuse als Fische anbieten.

Passt gut zusammen mit

Verteidigt sein winziges Revier heftig; Mitbewohner sollten andere Beckenbereiche nutzen. Räuberische Arten wie Altolamprologus fressen die kleinen Fische.

Vorschläge nach Herkunft, Wasserwerten, Größe und Verhalten. Vor dem Kauf im Fachhandel prüfen – einzelne Tiere können sich anders verhalten.

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Zur Art: Breitstreifen-Schneckenbuntbarsch Neolamprologus similis

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Quelle: zierfischatlas.de/arten/breitstreifen-schneckenbuntbarsch · Stand: 19. September 2026