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Glasbärbling

Rasbora trilineata

Glasbärbling (Rasbora trilineata)
Foto: Lerdsuwa · CC BY-SA 3.0 · Bildnachweis

Porträt

Der Glasbärbling ist in Südostasien weit verbreitet. Er lebt in den Flusssystemen von Chao Phraya und unterem Mekong in Thailand, Laos und Kambodscha, auf der Malaiischen Halbinsel sowie auf Sumatra und Borneo. Dabei zeigt er sich sehr anpassungsfähig: Man findet ihn in rasch strömenden Waldbächen mit klarem Wasser und steinigem Grund ebenso wie in trägen, dunkel gefärbten Gewässern alter Torfsumpfwälder. Auch Seen und Stauseen besiedelt er, und in der Regenzeit zieht er in überschwemmte Flächen. Meist ist er in seinem Lebensraum häufig und hält sich vor allem dicht unter der Wasseroberfläche auf.

Sein Körper ist lang, sehr schmal und seitlich stark zusammengedrückt. Jungtiere sind beinahe durchsichtig, erwachsene Fische zeigen einen grünlichen Rücken und silbern schimmernde Seiten. Ab Höhe der Bauchflossen verläuft ein dunkles Längsband zum Schwanz, das nach hinten kräftiger wird; ein zweites, dünneres liegt über der Afterflosse. Am auffälligsten ist die tief gegabelte Schwanzflosse: Beide Lappen sind weißlich und tragen je einen breiten schwarzen Querfleck. Wenn der Fisch ruhig zwischen Pflanzen steht, klappt er sie immer wieder zusammen, was ihm den Beinamen Scherenbärbling eingebracht hat. Weibchen sind etwas größer und fülliger. Im Handel wird er meist als kleines Jungtier angeboten.

Im Aquarium ist der Glasbärbling sehr friedlich und für größere Gesellschaftsbecken geeignet. Als Schwarm ab sechs Tieren fühlt er sich sicherer und zeigt bessere Farben. Er braucht viel freien Schwimmraum nahe der Oberfläche, dazu Pflanzen oder Steine und Wurzeln als Rahmen; auch ein Flussbecken mit Strömung sagt ihm zu. Weil er ein ausgezeichneter Springer ist, muss die Abdeckung lückenlos schließen. Anhäufungen organischer Abfälle verträgt er schlecht, deshalb sind regelmäßige Wasserwechsel wichtig, und neue Tiere sollten langsam eingewöhnt werden. Als Mitbewohner passen etwa Riesendanio, Siamesische Rüsselbarbe, Schachbrettschmerle, Odessabarbe und Denison-Barbe.

In der Natur ernährt er sich überwiegend von Insekten, die auf das Wasser fallen, außerdem von kleinen Krebstieren und Würmern. Im Aquarium frisst er Trockenfutter, sollte aber zusätzlich Lebend- oder Frostfutter wie Daphnien und Artemia erhalten. Er gehört zu den leichter nachzuziehenden Arten seiner Gattung: Die Tiere verstreuen ihre Eier frei, kümmern sich nicht um sie und fressen sie bei Gelegenheit. Nach Deutschland kam der Glasbärbling erstmals 1932, und seitdem ist er fester Bestandteil des Zoofachhandels. Heute wird er in mehreren Ländern gewerblich gezüchtet, Wildfänge sind selten geworden.

Steckbrief

Endgröße
13 cm
Mindestbecken
ab 240 l
Temperatur
22–25 °C
pH-Wert
6,5–7,5
Gesamthärte
2–12 °dGH
Anspruch
Einsteiger
Haltung
Schwarm ab 6
Fischgruppe
Barben & Bärblinge · Bärblinge & Danios

Herkunft

Asien – Bäche, Reisfelder und Torfsümpfe Südostasiens, dazu Ostasien. Labyrinthfische, Bärblinge, Barben und Schmerlen.

Die Markierung zeigt die ungefähre Herkunftsregion, nicht das genaue Verbreitungsgebiet der Art. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).

Bemerkung

Wird viel größer, als die Jungtiere im Handel vermuten lassen. Guter Springer – Becken dicht abdecken.

Passt gut zusammen mit

Vorschläge nach Herkunft, Wasserwerten, Größe und Verhalten. Vor dem Kauf im Fachhandel prüfen – einzelne Tiere können sich anders verhalten.

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Zur Art: Glasbärbling Rasbora trilineata

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Quelle: zierfischatlas.de/arten/glasbaerbling · Stand: 19. September 2026