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Nadelwels

Farlowella vittata

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Porträt

Die Heimat des Nadelwelses ist das Stromgebiet des Orinoco in Venezuela und Kolumbien; beschrieben wurde er nach Tieren aus einem Zufluss des Río Uribante im venezolanischen Bundesstaat Táchira. Er hält sich an den Rändern gemächlich strömender Flüsse und Bäche auf, zwischen untergetauchten Pflanzen, totem Laub, Ästen und Wurzelgeflecht. Solche Plätze mit Falllaub und Totholz bevorzugt die ganze Gattung.

Sein extrem gestreckter, dünner Körper sieht aus wie ein Zweig. Der Kopf läuft in ein langes, schmales Rostrum aus, das Maul sitzt unterständig, Rücken- und Afterflosse stehen einander gegenüber, und die Schwanzflosse hängt an einem lang gezogenen Schwanzstiel. Zwei dunkle Längsstreifen beginnen an der Rostrumspitze, laufen durch die Augen und enden erst am Schwanz; auf sie spielt der Artname vittata, „gebändert“, an. Männchen haben ein breiteres Rostrum, an dem mit der Reife Reihen feiner Borsten wachsen, Weibchen fehlen sie. Im Handel wird er oft als Farlowella acus verkauft, eine stark gefährdete Art, die kaum eingeführt wird; bei Farlowella vittata ist das Rostrum länger und schlanker.

Er ist ein Meister der Tarnung, der reglos an Ästen hängt und sich mit kurzen Sprüngen fortbewegt. Er braucht sauerstoffreiches, sehr sauberes Wasser mit leichter Strömung, gedämpftes Licht, Sand, runde Steine und viel Holz, fühlt sich aber auch im Pflanzenbecken wohl. Auf schlechtes Wasser reagiert er äußerst empfindlich; hängt er nahe der Oberfläche und streckt das Rostrum hinaus, ist sofort ein großer Wasserwechsel nötig. Er gehört ausschließlich in gut eingelaufene Aquarien, in denen sich Biofilm und Algen gebildet haben, und danach möglichst nicht mehr umsetzen. Frisch importierte Tiere sterben oft, beim Kauf lohnt ein Blick auf den Bauch. Sehr friedlich, wird er von lebhaften Fischen leicht vom Futter verdrängt; Männchen streiten nur harmlos. Ruhige kleine Salmler wie Glühlichtsalmler und Roter Phantomsalmler sind geeignete Gesellschaft.

Er ernährt sich vor allem pflanzlich und weidet unermüdlich Blätter, Holz, Steine und Scheiben ab, wobei er Kiesel- und Grünalgen frisst, Pinsel- und Bartalgen aber verschmäht. Ergänzt wird mit Gurke, Grünkohl, Spinat und Algentabletten. Die Gattung trägt den Namen des amerikanischen Botanikers William Farlow, eines Algenspezialisten. Gelaicht wird nachts an senkrechten Flächen, oft an der Scheibe; das Männchen bewacht und befächelt die Eier, zu denen andere Weibchen noch Eier legen können. Nach etwa einer Woche schlüpfen winzige Larven, die ohne reichlich weiches Pflanzenfutter rasch verhungern.

Steckbrief

Endgröße
15 cm
Mindestbecken
ab 100 l
Temperatur
24–27 °C
pH-Wert
6,0–7,0
Gesamthärte
3–10 °dGH
Anspruch
Spezialist
Haltung
Paar oder Gruppe
Fischgruppe
Welse · Harnischwelse

Herkunft

Südamerika – Amazonas, Orinoco und Rio Negro: meist weiches, saures, huminstoffreiches Wasser. Die größte Gruppe im Handel — Salmler, Zwergbuntbarsche und Welse.

Die Markierung zeigt die ungefähre Herkunftsregion, nicht das genaue Verbreitungsgebiet der Art. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).

Bemerkung

Sehr empfindlich gegen schlechtes Wasser; nur in eingefahrene Becken mit Algenbewuchs. Wird oft als Farlowella acus verkauft.

Passt gut zusammen mit

Nur mit ruhigen, kleinen Arten – lebhafte oder größere Fische schnappen ihm das Futter weg.

Vorschläge nach Herkunft, Wasserwerten, Größe und Verhalten. Vor dem Kauf im Fachhandel prüfen – einzelne Tiere können sich anders verhalten.

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Zur Art: Nadelwels Farlowella vittata

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Quelle: zierfischatlas.de/arten/nadelwels · Stand: 19. September 2026