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Nicaragua-Buntbarsch

Hypsophrys nicaraguensis

früher Cichlasoma nicaraguense

Nicaragua-Buntbarsch (Hypsophrys nicaraguensis)
Foto: NasserHalaweh · CC BY-SA 4.0 · Bildnachweis

Porträt

Der Nicaragua-Buntbarsch lebt auf der atlantischen Seite Mittelamerikas: in Nicaragua im Managua-, Nicaragua- und Xiloá-See sowie im Río San Juan, in Costa Rica in karibischen Zuflüssen. Er besiedelt Seen ebenso wie mäßig bis stark strömende Flüsse, wobei in den Seen Sand und in den Flüssen Gestein den Grund bildet. Im Nicaraguasee hält er sich eher im tieferen Freiwasser über Sand auf und meidet so die flacheren Zonen, in denen der Zitronenbuntbarsch lebt.

Der Körper ist oval und seitlich stark abgeflacht, das Kopfprofil kräftig gebogen, und das Maul liegt tief in der unteren Kopfhälfte. Die Färbung schwankt je nach Herkunft erheblich: Der Grundton reicht von dunkelgelb bis hellbraun, Kopf und Brust schimmern hellblau bis grünlich, und die golden glänzenden Schuppen haben vor allem hinten dunkle Ränder, die ein netzartiges Muster ergeben. Je nach Stimmung zieht ein dunkles Längsband vom Auge bis zum Schwanzstiel, dazu kommt ein dunkler Fleck in der Körpermitte. Weibchen bleiben kleiner, sind aber kontrastreicher gefärbt und behalten Band und Fleck meist bis ins Alter. Ältere Männchen verlieren diese Zeichnung weitgehend, entwickeln oft einen Stirnbuckel und tragen dunkle Punkte und Linien auf den unpaaren Flossen.

Für einen mittelamerikanischen Buntbarsch dieser Größe gilt er als recht friedlich, verteidigt aber dennoch ein Revier und wird am besten als Paar gehalten. Paare bilden sich, wenn man mehrere Jungtiere zusammen aufzieht; sobald sich zwei gefunden haben und ihr Revier gegen alle verteidigen, sollten die übrigen ausziehen. Höhlen und Unterstände aus Steinen, Wurzelholz oder großen Tontöpfen sind wichtig, als Boden eignet sich Sand oder feiner Kies, denn vor allem zur Laichzeit wird gegraben. Mit sehr aggressiven Arten verträgt er sich nicht. Mit dem Zebrabuntbarsch wurde er bereits gekreuzt, was vermieden werden sollte.

Jungtiere fressen Wasserinsekten, ältere bevorzugen Schnecken sowie weitere Mollusken und nehmen außerdem Mückenlarven, Detritus, Samen und Blätter. Im Aquarium nimmt er Pellets, Flocken und Frostfutter wie Mückenlarven und Garnelen an; dazu gehört regelmäßig Grünes wie überbrühter Spinat oder Futter mit Spirulina. Gelaicht wird in Höhlen oder selbst gegrabenen Mulden, häufig im Schutz der Dunkelheit. Die Eier kleben nicht, sondern liegen lose auf dem Grund – unter den Buntbarschen Amerikas kennt man das sonst nur von der Gattung Geophagus. Das Weibchen bewacht die Höhle, das Männchen die Reviergrenzen, und in der Natur hüten oft mehrere Weibchen ihren Nachwuchs gemeinsam. Im Xiloá-See beobachtete man sogar Männchen, die einem großen Raubbuntbarsch beim Schutz von dessen Jungen halfen.

Steckbrief

Endgröße
25 cm
Mindestbecken
ab 300 l
Temperatur
23–28 °C
pH-Wert
7,0–8,0
Gesamthärte
8–20 °dGH
Anspruch
Erfahren
Haltung
Paar
Fischgruppe
Buntbarsche

Herkunft

Mittel- & Nordamerika – Hartes, oft alkalisches Wasser. Heimat der Lebendgebärenden und der kräftigen, revierbildenden Buntbarsche.

Die Markierung zeigt die ungefähre Herkunftsregion, nicht das genaue Verbreitungsgebiet der Art. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).

Bemerkung

Für einen Mittelamerikaner recht friedlich, aber revierbildend; laicht in Höhlen und gräbt.

Passt gut zusammen mit

Andere Buntbarsche nur in sehr großen Becken, keine sehr aggressiven Arten; nicht mit dem Zebrabuntbarsch – beide kreuzen sich.

Vorschläge nach Herkunft, Wasserwerten, Größe und Verhalten. Vor dem Kauf im Fachhandel prüfen – einzelne Tiere können sich anders verhalten.

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Zur Art: Nicaragua-Buntbarsch Hypsophrys nicaraguensis

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Quelle: zierfischatlas.de/arten/nicaragua-buntbarsch · Stand: 19. September 2026