Porträt
Der Rotflossensalmler stammt aus dem Süden Südamerikas. Seine Heimat ist das Einzugsgebiet des Río de la Plata mit den Flusssystemen von Paraná, Paraguay und Uruguay, verteilt auf Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay. Die Tiere für die Erstbeschreibung im Jahr 1903 wurden bei Asunción gefangen. Der Salmler besiedelt Bäche, Flüsse und Seen in den Überschwemmungsebenen, deren Wasser steht oder nur träge fließt. Am liebsten hält er sich an Stellen auf, die von Schwimmpflanzen oder überhängendem Ufergrün beschattet werden. Vom Menschen verschleppt, lebt er heute auch in der brasilianischen Lagoa dos Patos.
Der gestreckte Körper glänzt silbrig. Namensgebend sind die roten Flossen: Bauch- und Afterflosse leuchten an ihrer Basis blutrot. Das Maul ist klein. Die Männchen wirken schlanker als die Weibchen. Mit zunehmender Reife entwickeln sie an einigen Strahlen von Bauch- und Afterflosse winzige knöcherne Haken, außerdem besitzen sie Drüsen an den Kiemen.
Im Aquarium erweist sich der Rotflossensalmler als flinker, ausdauernder Schwimmer, der die mittleren und oberen Wasserschichten bevorzugt. Als geselliger Schwarmfisch sollte er zu mindestens sechs Tieren gehalten werden. Grundsätzlich ist er friedlich, zwickt aber mitunter Mitbewohner mit langen Flossen oder langsamer Lebensweise. Ein Becken mit dichten Pflanzeninseln, reichlich freiem Schwimmraum, einigen Wurzeln und etwas Schwimmpflanzen entspricht ihm gut. Weil er gelegentlich aus dem Wasser schnellt, muss die Abdeckung dicht schließen. Die Art kommt mit sehr unterschiedlichen Wasserwerten zurecht und gilt als guter Salmler für Einsteiger. In einer gut gedämmten Wohnung lässt sie sich sogar ohne Heizung pflegen, verliert dann aber etwas an Farbe.
In freier Natur ernährt sich der Salmler von Zooplankton und von Insekten, die im Wasser leben oder von außen hineinfallen; je nach Jahreszeit kommen Würmer und kleine Krebstiere hinzu. Im Aquarium frisst er Trocken-, Frost- und Lebendfutter ohne Umstände. In seiner Heimat laicht er zwischen September und Februar. Die Eier werden frei zwischen feinen Pflanzen verstreut, haften aber nicht, sodass viele zu Boden sinken. Da die Eltern den Laich fressen, setzt man sie nach dem Ablaichen heraus. Die Larven schlüpfen nach ungefähr einem Tag und brauchen anfangs Aufgusstierchen. Für seine Größe ist der Fisch sehr fruchtbar und bringt oft mehrere hundert Junge hervor. Auch sein Alter überrascht: Einzelne Tiere lebten im Aquarium länger als zehn Jahre. Der Artname ehrt den aus Ungarn stammenden Botaniker Juan Daniel Anisits, der in Paraguay sammelte und das Typusexemplar zur Verfügung stellte.
Steckbrief
- Endgröße
- 5 cm
- Mindestbecken
- ab 80 l
- Temperatur
- 18–28 °C
- pH-Wert
- 6,0–8,0
- Gesamthärte
- 3–25 °dGH
- Anspruch
- Einsteiger
- Haltung
- Schwarm ab 6
- Fischgruppe
- Salmler
Herkunft
Südamerika – Amazonas, Orinoco und Rio Negro: meist weiches, saures, huminstoffreiches Wasser. Die größte Gruppe im Handel — Salmler, Zwergbuntbarsche und Welse.
Die Markierung zeigt die ungefähre Herkunftsregion, nicht das genaue Verbreitungsgebiet der Art. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).
Bemerkung
Springt – das Becken braucht eine dicht schließende Abdeckung. Zupft mitunter an langflossigen oder langsamen Mitbewohnern.
Passt gut zusammen mit
-
Roter von RioHyphessobrycon flammeus
Einsteiger
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TrauermantelsalmlerGymnocorymbus ternetzi
Einsteiger
-
Marmorierter PanzerwelsCorydoras paleatus
Einsteiger
-
MetallpanzerwelsCorydoras aeneus
Einsteiger
-
AntennenwelsAncistrus cf. cirrhosus
Einsteiger
Nicht mit langflossigen oder langsamen Arten wie Kampffischen oder Skalaren – er zupft gelegentlich Flossen.
Vorschläge nach Herkunft, Wasserwerten, Größe und Verhalten. Vor dem Kauf im Fachhandel prüfen – einzelne Tiere können sich anders verhalten.
Im Besatz-Check mit anderen Arten prüfen →
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Quelle: zierfischatlas.de/arten/rotflossensalmler · Stand: 19. September 2026