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Schmucksalmler

Megalamphodus rosaceus

früher Hyphessobrycon rosaceus

Schmucksalmler (Megalamphodus rosaceus)
Foto: D. Bork, A. Zarske, H. J. Richter · CC BY 4.0 · Bildnachweis

Porträt

Der Schmucksalmler, auch Rosensalmler genannt, stammt aus dem Nordosten Südamerikas. Er bewohnt in Guyana und Suriname die Flusssysteme von Essequibo, Corantijn und Suriname. Die Tiere, nach denen er 1909 beschrieben wurde, stammten von einer Flussinsel im Essequibo. Er lebt bevorzugt in bewaldeten Gebieten, in ruhigen Nebengewässern abseits der Hauptarme. Beschrieben werden sowohl klare, langsam strömende Bäche mit vielen Wasserpflanzen als auch durch Gerbstoffe bräunlich gefärbtes, saures Wasser.

Der mäßig hohe Körper ist seitlich stark zusammengedrückt, die Rückenlinie deutlich stärker gewölbt als die Bauchlinie. Die Grundfarbe ist zartrosa, die Augen sind auffällig groß. Die Rückenflosse trägt an ihrer ausgezogenen Spitze einen schwarzen Fleck, einige ihrer Strahlen enden weiß. Auch After- und Bauchflossen haben weiße Spitzen, ihre vorderen Strahlen sind orange getönt. Einen dunklen Schulterfleck besitzt die Art nicht, und genau daran lässt sie sich vom sehr ähnlichen Megalamphodus bentosi unterscheiden, der einen solchen Fleck trägt. Männchen bekommen mit dem Alter verlängerte Rücken- und Afterflossen und sind größer, schlanker und kräftiger gefärbt als die Weibchen.

Im Aquarium ist der Schmucksalmler sehr friedlich und kann sich gegenüber ungestümen oder weit größeren Fischen schlecht behaupten. Als Schwarmfisch sollte er in einer Gruppe von mindestens zehn Tieren leben. Leben mehrere Männchen zusammen, spreizen sie immer wieder imposant die Flossen voreinander. Ein dicht bepflanztes Becken oder eine naturnahe Einrichtung mit Sand, Wurzeln, Falllaub und gedämpftem Licht bekommen ihm gut. In einem kargen Becken wird er scheu und verblasst. Leicht saures Wasser bringt seine Farben besser hervor als basisches.

In der Natur ernährt er sich hauptsächlich von kleinen Wirbellosen, im Aquarium nimmt er Flocken, Granulat und kleines Frost- und Lebendfutter an. Zur Zucht braucht er weiches, saures Wasser, ein abgedunkeltes Becken und feinfiedrige Pflanzen. Die Eltern fressen den Laich und werden deshalb herausgefangen, sobald Eier zu sehen sind. Eier und Larven sind lichtempfindlich. Die Art wurde lange mit anderen Rosensalmlern verwechselt und zeitweise als Unterart von Megalamphodus bentosi geführt. Erst Axel Zarske von den Senckenberg-Sammlungen in Dresden klärte 2014, dass der Fisch, den die meisten Aquarienbücher als bentosi abbilden, in Wahrheit diese Art ist. Seit 2024 gehört sie zur Gattung Megalamphodus. Fast alle Tiere im Handel stammen aus Zuchtbetrieben, viele aus Osteuropa.

Steckbrief

Endgröße
4 cm
Mindestbecken
ab 80 l
Temperatur
24–28 °C
pH-Wert
5,5–7,5
Gesamthärte
1–12 °dGH
Anspruch
Einsteiger
Haltung
Schwarm ab 10
Fischgruppe
Salmler

Herkunft

Südamerika – Amazonas, Orinoco und Rio Negro: meist weiches, saures, huminstoffreiches Wasser. Die größte Gruppe im Handel — Salmler, Zwergbuntbarsche und Welse.

Die Markierung zeigt die ungefähre Herkunftsregion, nicht das genaue Verbreitungsgebiet der Art. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).

Bemerkung

Sehr friedlich, in leicht saurem Wasser am farbigsten. Oft mit dem ähnlichen M. bentosi verwechselt, der einen Schulterfleck trägt.

Passt gut zusammen mit

Vorschläge nach Herkunft, Wasserwerten, Größe und Verhalten. Vor dem Kauf im Fachhandel prüfen – einzelne Tiere können sich anders verhalten.

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Zur Art: Schmucksalmler Megalamphodus rosaceus

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Quelle: zierfischatlas.de/arten/schmucksalmler · Stand: 19. September 2026