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Adolfos Panzerwels

Corydoras adolfoi

jetzt Hoplisoma adolfoi

Adolfos Panzerwels (Corydoras adolfoi)
Foto: Nicklas Iversen · CC BY-SA 4.0 · Bildnachweis

Porträt

Adolfos Panzerwels hat ein auffallend kleines Verbreitungsgebiet: Er ist nur aus einem begrenzten Abschnitt des oberen Rio Negro rund um São Gabriel da Cachoeira im Norden Brasiliens bekannt. Ein Vorkommen im Rio Uaupés wird manchmal genannt, ist aber nicht sicher belegt. Er bewohnt kleine Schwarzwasserbäche und überflutete Regenwaldbereiche. Das Wasser dort ist teefarben, durch Huminsäuren stark sauer und arm an Salzen, Nährstoffen und Sauerstoff. Nach neuerer Systematik gehört er zur Gattung Hoplisoma.

Seine Zeichnung ist markant: Ein dunkles Band verläuft schräg über den Rücken, über die Augen zieht sich eine dunkle Maske, und vor der Rückenflosse leuchtet ein orangeroter Fleck im Nacken. Dieser Fleck trennt ihn von zwei sehr ähnlichen Arten aus demselben Gebiet, Gastrodermus nijsseni sowie dem Imitator-Panzerwels (Brochis imitator). Dass mehrere Arten dort fast gleich aussehen, gilt als Beispiel für Müllersche Mimikry. Am ehesten verwechselt man ihn mit Corydoras duplicareus, bei dem das Rückenband breiter und der Nackenfleck kräftiger ist, doch sicher trennen lassen sich die beiden so nicht. Weibchen werden größer und sind vor allem mit Laich deutlich runder und breiter als die Männchen.

Im Aquarium zeigt er sich friedlich und gesellig und gehört in eine Gruppe von mindestens sechs Tieren. Als Bodenbewohner braucht er am besten feinen Sand, notfalls sauber gehaltenen, runden Kies, dazu Verstecke. Wurzelholz und getrocknetes Laub passen gut: Beim Zerfall siedeln sich Kleinstlebewesen an, und die freigesetzten Gerbstoffe erinnern an sein Heimatwasser. Eine sanfte Filterung, etwa mit einem luftbetriebenen Schaumstofffilter, reicht aus. Ab und zu steigt er an die Oberfläche und schluckt Luft, die er über den Darm aufnimmt. Gute Gesellschaft sind Arten aus ähnlichem Wasser wie Roter Neon und Agassizii-Zwergbuntbarsch.

In der Natur frisst er Würmer, kleine Krebstiere, Insekten und Pflanzenteile. Im Becken nimmt er sinkendes Trockenfutter sowie kleines Frost- und Lebendfutter und darf nicht nur von Resten leben. Zur Zucht setzt man zwei Männchen je Weibchen an und löst das Ablaichen mit großen, kühleren Wasserwechseln aus. Die klebrigen Eier landen meist an der Scheibe oder an Pflanzen, die Eltern kümmern sich nicht darum, und die Aufzucht der Jungen gilt als anspruchsvoll. Beschrieben hat ihn Burgess 1982. Der Name ehrt den Fischsammler und Exporteur Adolfo Schwartz aus Manaus. Nach der Entdeckung wurden Tausende Tiere gefangen, doch die IUCN stuft ihn als ungefährdet ein, weil sein Gebiet schwer zugänglich ist.

Steckbrief

Endgröße
5,5 cm
Mindestbecken
ab 80 l
Temperatur
20–26 °C
pH-Wert
4,0–7,0
Gesamthärte
1–5 °dGH
Anspruch
Erfahren
Haltung
Gruppe ab 6
Fischgruppe
Welse · Panzerwelse

Herkunft

Südamerika – Amazonas, Orinoco und Rio Negro: meist weiches, saures, huminstoffreiches Wasser. Die größte Gruppe im Handel — Salmler, Zwergbuntbarsche und Welse.

Die Markierung zeigt die ungefähre Herkunftsregion, nicht das genaue Verbreitungsgebiet der Art. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).

Bemerkung

Stammt aus dem Schwarzwasser des oberen Rio Negro – weiches, saures Wasser und feiner Sand.

Passt gut zusammen mit

Vorschläge nach Herkunft, Wasserwerten, Größe und Verhalten. Vor dem Kauf im Fachhandel prüfen – einzelne Tiere können sich anders verhalten.

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Zur Art: Adolfos Panzerwels Corydoras adolfoi

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Quelle: zierfischatlas.de/arten/adolfos-panzerwels · Stand: 19. September 2026