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Blaubarsch

Badis badis

Blaubarsch (Badis badis)
Foto: Kennyannydenny · CC BY-SA 3.0 · Bildnachweis

Porträt

Der Blaubarsch stammt aus dem Stromgebiet des Ganges, das er vom Yamuna im Norden Indiens bis zum Delta in Bangladesch besiedelt, dazu aus Zuflüssen in Nepal. Weitere Nachweise gibt es aus dem Mahanadi und aus Assam; als Heimat werden zudem Bhutan und Pakistan genannt. Er lebt in Bächen, Flüssen, Tümpeln, Gräben und Sümpfen. Am Fundort des heute maßgeblichen Belegexemplars fließt ein breiter, flacher Fluss gemächlich durch Reisfelder; sein Wasser ist bräunlich trüb, der Grund schlammig. Auch sonst findet man ihn in ruhigem, trübem Wasser mit Pflanzen, oft bei Seerosen.

Die Grundfarbe ist rötlich braun, übersät mit roten und blauen Flecken. Kennzeichnend ist ein dunkler Fleck oberhalb der Brustflossenbasis, dazu kommen dunkle Zeichen in der Rückenflosse oder an ihrem Ansatz, während Querbinden auf den Flanken höchstens schwach zu sehen sind. Männchen werden größer und bunter, tragen blaue Flossen und bekommen mit dem Alter verlängerte Rücken-, After- und Schwanzflossen. Weibchen sind kleiner, blasser, haben kein Blau in den Flossen und wirken kürzer und rundlicher. Weil er seine Färbung bei Erregung oder Stress blitzschnell ändert, wird er im Handel manchmal „Chamäleonfisch“ genannt.

Im Aquarium verhält er sich ruhig und zurückhaltend. Größere oder ruppige Mitbewohner schüchtern ihn ein und schnappen ihm das Futter weg. Rivalisierende Männchen gehen besonders auf engem Raum aufeinander los; üblich ist daher die Haltung als Paar. Gut passen friedliche kleine Arten wie Glühlichtbärbling, Kardinalfisch, Kirschbarbe oder Espes Keilfleckbärbling. Bodenfische mit eigenem Revier gehören höchstens in sehr große Becken, andere Blaubarsche wegen der Gefahr von Kreuzungen gar nicht dazu, und Zwerggarnelen landen auf dem Speiseplan. Eingerichtet wird mit Sand oder Kies, rund geschliffenen Steinen, Wurzeln, Schwimmpflanzen und Laub. Wichtig sind Höhlen wie halbe Kokosnussschalen oder umgedrehte Tontöpfe, die man über das Becken verteilt.

In der Natur jagt er Würmer, Insektenlarven, kleine Krebstiere und anderes Plankton. Trockenfutter lehnt er häufig ab und bekommt stattdessen Artemia, Wasserflöhe oder Glasmückenlarven; Rote Mückenlarven und Tubifex sollte man weglassen, weil sie zu Verfettung und Krankheiten führen. Zur Balz färbt sich das Männchen fast schwarz, die blauen Flossen leuchten, und nicht selten zerrt es das Weibchen Maul an Maul in seine Höhle. Dort werden einige Dutzend Eier abgelegt. Anschließend vertreibt das Männchen die Partnerin, fächelt dem Gelege frisches Wasser zu und verteidigt Eier und Larven allein. Etwa eine Woche nach dem Schlupf schwimmen die Jungen frei; bald danach sehen die Eltern sie als Beute an. Auch in der Verhaltensforschung wurde die Art oft untersucht.

Steckbrief

Endgröße
8 cm
Mindestbecken
ab 80 l
Temperatur
15–25 °C
pH-Wert
6,0–7,5
Gesamthärte
3–15 °dGH
Anspruch
Erfahren
Haltung
Paar
Fischgruppe
Sonstige · Sonstige Asiaten

Herkunft

Asien – Bäche, Reisfelder und Torfsümpfe Südostasiens, dazu Ostasien. Labyrinthfische, Bärblinge, Barben und Schmerlen.

Die Markierung zeigt die ungefähre Herkunftsregion, nicht das genaue Verbreitungsgebiet der Art. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).

Bemerkung

Scheuer Höhlenbrüter, nimmt meist nur Lebend- und Frostfutter. Frisst Zwerggarnelen.

Passt gut zusammen mit

Langsamer, scheuer Fresser – nur mit kleinen, ruhigen Arten; nie mit anderen Blaubarschen, sie können sich kreuzen.

Vorschläge nach Herkunft, Wasserwerten, Größe und Verhalten. Vor dem Kauf im Fachhandel prüfen – einzelne Tiere können sich anders verhalten.

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Zur Art: Blaubarsch Badis badis

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Quelle: zierfischatlas.de/arten/blaubarsch · Stand: 19. September 2026