Porträt
Der Friedliche Kampffisch ist in Südostasien zu Hause, vor allem im Süden Thailands, auf der Malaiischen Halbinsel und auf Sumatra; in Singapur hat sich eine eingeschleppte Population festgesetzt. Er besiedelt stehende und träge fließende Gewässer wie Reisfelder, Sümpfe, Straßengräben, Bäche und Teiche, die oft von Pflanzen beschattet werden. Der Grund besteht aus Falllaub, Schlamm oder Sand, und oft enthält das Wasser nur wenig Sauerstoff. Ausgesetzte Zuchtformen des Siamesischen Kampffischs und verwandter Arten bedrohen in der Natur die Reinheit mancher Wildbestände.
Äußerlich ist er vom Siamesischen Kampffisch nur schwer zu unterscheiden. Außerhalb der Balz sind beide Geschlechter eher unscheinbar gefärbt: Zwei dunkle Längsbänder ziehen über die Flanken, dazu kommt ein Fleck an der Schwanzwurzel. Ein Männchen in Prachtfärbung wirkt dagegen dunkelbraun bis fast schwarz und leuchtet metallisch blau, die Schuppen auf dem Kiemendeckel schillern ebenfalls blau. Typisch ist ein rotes, halbmondförmiges Band am Rand der Schwanzflosse; auch die hinteren Strahlen der Afterflosse und die Bauchflossen sind rot. Männchen sind bunter und bilden mit dem Alter längere Flossen, Weibchen bleiben etwas kleiner. Weil sich die Tiere je nach Herkunft leicht unterscheiden, pflegen Liebhaber getrennte Stämme mit bekanntem Fundort.
Wie alle Labyrinthfische nimmt er mit einem zusätzlichen Atemorgan Luft von der Oberfläche auf. Er braucht deshalb Zugang zur feuchtwarmen Luftschicht über dem Wasser; das Becken wird nicht bis zum Rand gefüllt und gut abgedeckt, zumal er ausgezeichnet springt. Für ein gewöhnliches Gesellschaftsbecken eignet er sich nicht. Am besten lebt er als Paar für sich oder mit sehr friedlichen kleinen Arten wie Keilfleckbärbling, Espes Keilfleckbärbling, Kirschbarbe, Moskitobärbling oder Dornauge. Ein schattiges, dicht bepflanztes Aquarium mit Stängel- und Schwimmpflanzen, Wurzeln, Laub und kleinen Höhlen kommt ihm entgegen, die Strömung sollte sanft bleiben. Gegenüber seinem nahen Verwandten ist er deutlich weniger angriffslustig, bei genug Deckung vertragen sich sogar mehrere Männchen.
In der Natur erbeutet er kleine Wirbellose aus dem Wasser und solche, die von Land hineinfallen. Im Aquarium frisst er nach kurzer Zeit Trockenfutter, sollte aber regelmäßig Wasserflöhe, Artemia oder Mückenlarven bekommen. Das Männchen baut ein Schaumnest, etwa unter einem breiten Blatt oder zwischen Schwimmpflanzen. Unter dem Nest umschlingt es das Weibchen, sammelt die herabsinkenden Eier ein und spuckt sie in den Schaum. Danach bewacht es das Nest allein, bis die Jungen frei schwimmen. Diese brauchen anfangs Infusorien und warme, feuchte Luft, damit sich ihr Labyrinthorgan richtig ausbildet. Der Artname imbellis heißt auf Latein „friedlich“ – im Süden Thailands wird die Art trotzdem auf Kampflust gezüchtet.
Steckbrief
- Endgröße
- 5 cm
- Mindestbecken
- ab 54 l
- Temperatur
- 20–28 °C
- pH-Wert
- 5,0–7,5
- Gesamthärte
- 1–10 °dGH
- Anspruch
- Erfahren
- Haltung
- Paar
- Fischgruppe
- Labyrinthfische
Herkunft
Asien – Bäche, Reisfelder und Torfsümpfe Südostasiens, dazu Ostasien. Labyrinthfische, Bärblinge, Barben und Schmerlen.
Die Markierung zeigt die ungefähre Herkunftsregion, nicht das genaue Verbreitungsgebiet der Art. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).
Bemerkung
Braucht Abdeckung, Schwimmpflanzen und ruhiges Wasser. Nie mit dem Siamesischen Kampffisch – die Arten kreuzen sich.
Passt gut zusammen mit
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Espes KeilfleckbärblingTrigonostigma espei
Einsteiger
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KeilfleckbärblingTrigonostigma heteromorpha
Einsteiger
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KirschbarbePuntius titteya
Einsteiger
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MoskitobärblingBoraras brigittae
Erfahren
-
DornaugePangio kuhlii
Einsteiger
Nur mit sehr friedlichen kleinen Arten – nicht mit anderen Kampffischen (Kreuzung) oder Flossenzupfern wie der Sumatrabarbe.
Vorschläge nach Herkunft, Wasserwerten, Größe und Verhalten. Vor dem Kauf im Fachhandel prüfen – einzelne Tiere können sich anders verhalten.
Im Besatz-Check mit anderen Arten prüfen →
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Stimmt eine Angabe nicht – etwa die Endgröße, ein Wasserwert oder ein Vorschlag zur Vergesellschaftung? Sagen Sie mir kurz Bescheid. Jeder Hinweis wird geprüft, und belegte Korrekturen fließen in die Seite ein.
Quelle: zierfischatlas.de/arten/friedlicher-kampffisch · Stand: 19. September 2026