Porträt
Der Kirschflecksalmler, auch Perez-Salmler genannt, kommt aus dem westlichen Amazonasbecken. Sein Verbreitungsgebiet liegt rund um das Dreiländereck von Brasilien, Peru und Kolumbien und reicht vom Rio Purus flussaufwärts mindestens bis in das Gebiet des Río Nanay bei Iquitos. Er bewohnt träge fließende Nebenarme, Seitenkanäle und Waldseen, oft zwischen Wurzeln, umgestürzten Ästen und überhängender Ufervegetation. Das Wasser dort ist meist extrem mineralarm und von Gerbstoffen bräunlich gefärbt, kann aber auch fast klar sein.
Der hohe, rautenförmige Körper ist seitlich stark abgeflacht. Seine Grundfarbe schwankt zwischen Beige, Orange und einem silbrigen Blasslila, und das Schuppenkleid wirft je nach Lichteinfall wechselnde Reflexe. Unverwechselbar ist der leuchtend rote, runde Fleck auf der Körpermitte, auf den sich auch der wissenschaftliche Artname bezieht. Ausgewachsene Tiere haben einen weißen Längsstreifen in der Afterflosse. Die Männchen tragen eine sichelförmig verlängerte Rückenflosse und eine lang ausgezogene Afterflosse und sind farbiger, die Weibchen wirken rundlicher. Ähnlich sehen Socolofs Kirschflecksalmler und der Rotrücken-Kirschflecksalmler aus.
Im Aquarium gilt der Kirschflecksalmler als friedlicher Schwarmfisch, den man stets zu mindestens zehn Tieren pflegen sollte. Meist steht er im mittleren Wasserbereich und unternimmt von dort Ausflüge nach oben und unten; der Schwarm lockert sich dabei auf und schließt sich bei Gefahr rasch wieder. Rivalisierende Männchen imponieren einander mit gespreizten Flossen und zeigen dann ihre intensivsten Farben. Ein dunkler Bodengrund, gedämpftes Licht, Schwimmpflanzen und Wurzeln mit schattigen Winkeln bringen seine Färbung zur Geltung. Die Art verträgt keine Anreicherung organischer Abfallstoffe. Sie gehört deshalb nur in ein gut eingefahrenes Becken, und regelmäßige Teilwasserwechsel sind Pflicht.
Von Natur aus ist der Kirschflecksalmler ein Allesfresser: Bei Wildfängen fanden sich je nach Fundort vor allem Fruchtreste oder überwiegend Insektenlarven im Magen. Im Aquarium frisst er gutes Trockenfutter mit pflanzlichem Anteil sowie Frost- und Lebendfutter wie Mückenlarven, Wasserflöhe und Salinenkrebse, und auch Obststückchen werden abgeweidet. Er verstreut seine Eier frei und kümmert sich nicht um den Nachwuchs. Beschrieben wurde die Art 1943 als Hemigrammus erythrostigma. Seit einer Neuordnung der Salmler im Jahr 2024 zählt sie zur Gattung Megalamphodus; zuvor wurde sie als Hyphessobrycon erythrostigma geführt.
Steckbrief
- Endgröße
- 6 cm
- Mindestbecken
- ab 100 l
- Temperatur
- 23–28 °C
- pH-Wert
- 5,5–7,5
- Gesamthärte
- 1–12 °dGH
- Anspruch
- Erfahren
- Haltung
- Schwarm ab 10
- Fischgruppe
- Salmler
Herkunft
Südamerika – Amazonas, Orinoco und Rio Negro: meist weiches, saures, huminstoffreiches Wasser. Die größte Gruppe im Handel — Salmler, Zwergbuntbarsche und Welse.
Die Markierung zeigt die ungefähre Herkunftsregion, nicht das genaue Verbreitungsgebiet der Art. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).
Bemerkung
Nur in ein eingefahrenes Becken mit sauberem Wasser setzen. Männchen imponieren mit gespreizten Flossen.
Passt gut zusammen mit
-
Marmorierter BeilbauchCarnegiella strigata
Erfahren
-
Roter NeonParacheirodon axelrodi
Erfahren
- Roter PinselsalmlerNannostomus beckfordi Einsteiger
-
Agassizii-ZwergbuntbarschApistogramma agassizii
Erfahren
-
Sterbas PanzerwelsCorydoras sterbai
Erfahren
Vorschläge nach Herkunft, Wasserwerten, Größe und Verhalten. Vor dem Kauf im Fachhandel prüfen – einzelne Tiere können sich anders verhalten.
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Quelle: zierfischatlas.de/arten/kirschflecksalmler · Stand: 19. September 2026