Porträt
Der Knurrende Zwerggurami lebt im unteren Mekongbecken in Laos, Vietnam, Kambodscha und Thailand sowie in Flussgebieten Zentral- und Südthailands; beschrieben wurde er nach Tieren aus der Gegend von Saigon. Er bewohnt stille oder langsam fließende Tieflandgewässer wie Reisfelder, Gräben, Kanäle, Sümpfe und kleine Teiche, die dicht mit Schwimmpflanzen bedeckt sind. Selbst sauerstoffarmes Wasser macht ihm wenig aus, weil er mit seinem Labyrinthorgan Luft von der Oberfläche atmen kann. Mancherorts teilt er seinen Lebensraum mit dem Knurrenden Gurami, und in der Natur sind Kreuzungen beider Arten nachgewiesen.
Unter den Knurrenden Guramis bleibt er am kleinsten. Der Körper läuft vorn spitz zu; mittig verläuft ein dunkles Längsband, darüber eine Reihe rotbrauner Flecken, die ein zweites Band bilden. Bei passendem Lichteinfall glänzen die Schuppen smaragdgrün, und die Flossen tragen rote Säume und Zeichnungen. Die Augen leuchten hellblau. Männchen und Weibchen sind schwer auseinanderzuhalten: Männchen sind meist etwas kräftiger gefärbt und haben längere Flossen, sicherer ist der Blick im Gegenlicht, bei dem sich die Eierstöcke der Weibchen abzeichnen. Im Aquarium kann die Art etwa sechs Jahre alt werden.
Im Gesellschaftsbecken bleibt der kleine Gurami oft scheu und versteckt. Am besten lebt er als Gruppe ab fünf Tieren, damit sich eine Rangordnung bilden kann und Streitigkeiten sich verteilen. Größere oder lebhafte Fische schüchtern ihn ein und schnappen ihm das Futter weg, deshalb kommen nur sehr friedliche, ähnlich kleine Arten in Frage, etwa Zwergbärbling, Moskitobärbling, Espes und Hengels Keilfleckbärbling oder Dornauge. Männchen, die ihr Nest bewachen, verteidigen ein kleines Revier allerdings energisch, auch gegen größere Fische. Zwerggarnelen stellt er nach. Dichter Pflanzenwuchs, abdunkelnde Schwimmpflanzen, Verstecke, kaum Strömung und eine Abdeckung mit feuchtwarmer Luftschicht darunter sind wichtig.
Seine Nahrung besteht aus Zooplankton und kleinen Wasserinsekten; im Aquarium frisst er Flocken ebenso wie Lebend- und Frostfutter. Wie seine Verwandten erzeugt er mit den Brustflossen knurrende Laute. Untersuchungen zeigten, dass die Laute der Männchen tiefer und lauter sind, dass aber auch viele Weibchen bei Auseinandersetzungen knurren. Das Männchen baut ein kleines Schaumnest oft tief unter einem Blatt, trägt die Eipakete hinein und pflegt das Gelege allein. Die winzigen Jungen brauchen anfangs Infusorien. Nach Deutschland kam die Art schon 1913, blieb aber lange selten, weil die Nachzucht wenig ergiebig und mühsam ist.
Steckbrief
- Endgröße
- 3–4 cm
- Mindestbecken
- ab 54 l
- Temperatur
- 22–28 °C
- pH-Wert
- 5,0–7,5
- Gesamthärte
- 1–12 °dGH
- Anspruch
- Erfahren
- Haltung
- Gruppe ab 5
- Fischgruppe
- Labyrinthfische
Herkunft
Asien – Bäche, Reisfelder und Torfsümpfe Südostasiens, dazu Ostasien. Labyrinthfische, Bärblinge, Barben und Schmerlen.
Die Markierung zeigt die ungefähre Herkunftsregion, nicht das genaue Verbreitungsgebiet der Art. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).
Bemerkung
Scheu und klein – nur mit sehr ruhigen Mitbewohnern. Stellt Zwerggarnelen nach.
Passt gut zusammen mit
-
ZwergbärblingBoraras maculatus
Erfahren
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MoskitobärblingBoraras brigittae
Erfahren
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Espes KeilfleckbärblingTrigonostigma espei
Einsteiger
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Hengels KeilfleckbärblingTrigonostigma hengeli
Einsteiger
-
DornaugePangio kuhlii
Einsteiger
Nur mit kleinen, ruhigen Arten; nicht mit Kampffischen und nicht mit dem Knurrenden Gurami, mit dem er sich kreuzt.
Vorschläge nach Herkunft, Wasserwerten, Größe und Verhalten. Vor dem Kauf im Fachhandel prüfen – einzelne Tiere können sich anders verhalten.
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Quelle: zierfischatlas.de/arten/knurrender-zwerggurami · Stand: 19. September 2026