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Metallkärpfling

Girardinus metallicus

Metallkärpfling (Girardinus metallicus)
Foto: Livebearerguy · CC BY-SA 4.0 · Bildnachweis

Porträt

Der Metallkärpfling kommt ausschließlich auf Kuba vor, sowohl auf der Hauptinsel als auch auf der Isla de la Juventud. Auf der Hauptinsel ist er in Sümpfen des Tieflands, in Lagunen und auf überfluteten Savannen verbreitet, auf der kleineren Insel im Río Itabo. Das Wasser dieser Lebensräume ist meist klar und steht still oder fließt nur träge, mitunter ist es auch brackig. Am liebsten hält er sich an sonnigen Stellen auf, an denen reichlich Algen wachsen.

Über den grau-beigen bis silbrigen Körper ziehen metallisch schimmernde Querbänder, die bei Männchen viel intensiver leuchten und je nach Stimmung heller oder dunkler erscheinen. Beide Geschlechter haben einen dunklen Fleck im unteren Bereich der Rückenflosse. Die Weibchen werden erheblich größer als die Männchen und sehen weiblichen Guppys recht ähnlich. Männchen besitzen ein auffallend langes, schwarzes Gonopodium. Die Art ist vielgestaltig: Neben farblosen Männchen gibt es welche mit schwarzer oder gelber Unterseite, und alle drei Varianten leben in der Natur nebeneinander. Eine Linie mit schwarzem Bauch wurde im Aquarium 1984 durch gezielte Auslese gefestigt.

Im Aquarium ist der Metallkärpfling friedlich, dabei aber lebhaft. Ideal ist ein dicht bepflanztes Becken mit einer Decke aus Schwimmpflanzen, klarem, leicht bewegtem Wasser von mittlerer Härte und eher basischer Reaktion; weiches, saures Wasser sollte man meiden. Weil die Männchen den Weibchen unermüdlich nachstellen, sollten auf ein Männchen mehrere Weibchen kommen. Schwarz gefärbte Männchen gelten als aggressiver und ranghöher. Sie balzen häufiger, heben dabei den Kopf, spreizen das Gonopodium fast rechtwinklig vom Körper ab und halten sich seitlich im Blickfeld des Weibchens. Von den übrigen Farbvarianten kennt man dagegen nur Paarungsversuche ohne jede Balz.

In der Natur frisst er überwiegend Detritus, Algen und Schlamm, nur gelegentlich auch Insektenlarven und kleine Fische. Im Aquarium nimmt er Flockenfutter sowie feines Frost- und Lebendfutter an, sollte aber stets reichlich Pflanzliches wie Spirulina oder überbrühten Spinat erhalten. Die Zucht gelingt leicht: Nach einer Tragzeit von gut drei Wochen setzt ein Weibchen seine Jungen ab, bei großen Weibchen können es sehr viele sein. Die Jungfische haben anfangs bläuliche Augen, wachsen rasch und werden schon nach wenigen Wochen geschlechtsreif. Da die Alttiere ihnen nachstellen, brauchen sie dichte Pflanzen oder ein eigenes Becken. Bereits 1906 gelangte die Art nach Deutschland, verschwand dann aber wieder, bis 1965 kubanische Aussteller einem Zoo erneut Tiere überließen. Im Handel stammen die Tiere aus Nachzucht und nicht aus Wildfang.

Steckbrief

Endgröße
5–9 cm
Mindestbecken
ab 100 l
Temperatur
22–27 °C
pH-Wert
6,5–8,0
Gesamthärte
8–20 °dGH
Anspruch
Einsteiger
Haltung
1 ♂ / 2–3 ♀
Fischgruppe
Lebendgebärende

Herkunft

Mittel- & Nordamerika – Hartes, oft alkalisches Wasser. Heimat der Lebendgebärenden und der kräftigen, revierbildenden Buntbarsche.

Die Markierung zeigt die ungefähre Herkunftsregion, nicht das genaue Verbreitungsgebiet der Art. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).

Bemerkung

Friedlich; Weibchen werden fast doppelt so groß wie Männchen. Alttiere fressen Jungfische – Schwimmpflanzen geben Deckung.

Passt gut zusammen mit

Vorschläge nach Herkunft, Wasserwerten, Größe und Verhalten. Vor dem Kauf im Fachhandel prüfen – einzelne Tiere können sich anders verhalten.

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Zur Art: Metallkärpfling Girardinus metallicus

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Quelle: zierfischatlas.de/arten/metallkaerpfling · Stand: 19. September 2026