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Purpurkopfbarbe

Pethia nigrofasciata

früher Puntius nigrofasciatus

Purpurkopfbarbe (Pethia nigrofasciata)
Foto: Derek Ramsey (Ram-Man) · CC BY-SA 2.5 · Bildnachweis

Porträt

Die Purpurkopfbarbe kommt nur auf Sri Lanka vor. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet liegt in der feuchten Südwestzone der Insel, in den Einzugsgebieten von Kelani und Nilwala und den kleineren Flüssen dazwischen. Sie bewohnt flache, klare oder leicht getönte Bäche in hügeligem Regenwald, die kaum Sonne erreicht; das Wasser ist weich, leicht sauer und oft recht kühl, der sandige Grund mit Laub bedeckt, und Ufervegetation hängt tief über das Wasser. Im Mahaweli wurde sie vom Menschen angesiedelt. Weil der Wald großflächig gerodet wurde und Wildtiere für den Handel gefangen wurden, ist die Art im Freiland vom Aussterben bedroht. Sri Lanka hat die Ausfuhr von Wildfängen verboten.

Die Barbe ist hochrückig und hat keine Barteln. Über die Flanken ziehen sich drei bis vier dunkle Querbinden, worauf auch der Artname anspielt, der „schwarz gebändert“ bedeutet. Männchen sind kleiner und schlanker als Weibchen, tragen eine tiefschwarze Rückenflosse und leuchten zur Laichzeit am Kopf und am ganzen Vorderkörper purpurrot. Weibchen bleiben blasser, ihre Rücken- und Afterflosse sind nur am Ansatz gefärbt. Jungfische wirken zunächst schlank und silbergrau mit drei dunklen Streifen; erst später wird der Körper gedrungen. Unter Stress, etwa beim Umsetzen, können sich die Fische fast vollständig schwarz verfärben.

Im Aquarium ist die Purpurkopfbarbe ausgesprochen friedlich und eignet sich gut für ein Gesellschaftsbecken. Sie wird als Schwarm ab acht Tieren gehalten; in der Gruppe ist sie weniger schreckhaft, und die Männchen färben sich im Wettstreit mit Rivalen intensiver. Ein dicht bepflanztes, nicht zu hell beleuchtetes Becken mit dunklem Bodengrund, Schwimmpflanzen, Wurzeln und etwas Laub bringt ihre Farben zur Geltung, und eine leichte Strömung ist ihr willkommen. Als Mitbewohner eignen sich etwa die Kirschbarbe, die in Sri Lanka in denselben Bächen lebt, sowie Keilfleckbärbling, Glühlichtbärbling, Zwergprachtschmerle und Dornauge.

In der Natur weidet sie Kieselalgen, Algen und Detritus ab und nimmt kleine Wirbellose auf. Im Aquarium frisst sie bereitwillig; neben Lebend- und Frostfutter sollte ein Trockenfutter mit pflanzlichen Anteilen dabei sein. Bei der Balz umkreisen sich die Partner schnell in engen Spiralen, oft nachdem sich zwei Männchen auf ähnliche Weise gemessen haben. Abgelaicht wird im Schutz von Pflanzen, und Brutpflege gibt es nicht; die Eltern fressen ihre Eier. Die Art wurde 1935 erstmals nach Deutschland eingeführt und ist seit 2012 die Typusart der damals neu aufgestellten Gattung Pethia.

Steckbrief

Endgröße
6 cm
Mindestbecken
ab 80 l
Temperatur
20–27 °C
pH-Wert
5,5–7,5
Gesamthärte
2–15 °dGH
Anspruch
Einsteiger
Haltung
Schwarm ab 8
Fischgruppe
Barben & Bärblinge · Barben

Herkunft

Asien – Bäche, Reisfelder und Torfsümpfe Südostasiens, dazu Ostasien. Labyrinthfische, Bärblinge, Barben und Schmerlen.

Die Markierung zeigt die ungefähre Herkunftsregion, nicht das genaue Verbreitungsgebiet der Art. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).

Bemerkung

Friedliche Barbe aus Sri Lanka; im Freiland stark gefährdet, Wildfänge dürfen nicht ausgeführt werden.

Passt gut zusammen mit

Vorschläge nach Herkunft, Wasserwerten, Größe und Verhalten. Vor dem Kauf im Fachhandel prüfen – einzelne Tiere können sich anders verhalten.

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Zur Art: Purpurkopfbarbe Pethia nigrofasciata

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Quelle: zierfischatlas.de/arten/purpurkopfbarbe · Stand: 19. September 2026