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Roter Cichlide

Rubricatochromis lifalili

früher Hemichromis lifalili

Roter Cichlide (Rubricatochromis lifalili)
Foto: Klaus Rudloff · CC BY-SA 4.0 · Bildnachweis

Porträt

Der Rote Cichlide stammt aus dem Kongobecken, vor allem aus der Demokratischen Republik Kongo; FishBase nennt zusätzlich Fundorte in der Zentralafrikanischen Republik und der Republik Kongo, während die Regionen Katanga und Kasai ausgespart bleiben. Die Art besiedelt Bäche und Zuflüsse im Wald, gelegentlich auch Galeriewälder in savannenartiger Landschaft. Obwohl diese Gewässer oft ruhig dahinfließen, sind sie gut mit Sauerstoff versorgt. In Stromschnellen, Sümpfen und sauerstoffarmem Wasser fehlt der Fisch.

Grundfarbe ist ein kräftiges Rotorange bis leuchtendes Rot, überzogen von Reihen kleiner, blau schimmernder Punkte auf Rumpf, Kopf und Flossen. Zwei dunkle Flecken fallen auf: einer auf dem Kiemendeckel, der zweite etwa in der Mitte der Flanke. Ein dritter Fleck an der Schwanzwurzel, wie ihn nahe Verwandte tragen, fehlt. Zur Laichzeit färbt sich fast der ganze Körper rot. Sonst unterscheiden sich die Geschlechter vor allem im Körperbau: Männchen wirken wuchtiger und haben einen massigeren Kopf, Weibchen bleiben viel schlanker, ihr Rot ist heller.

Außerhalb der Brut verhält sich der Buntbarsch recht ruhig, doch sein Revier nimmt er ernst. Sobald ein Paar laicht, wird es äußerst angriffslustig und verteidigt Gelege und Jungtiere gegen jeden Eindringling, selbst gegen die Hand im Becken. Ein fertiges Paar zu kaufen, geht oft schief, weil das schwächere Tier getötet wird. Besser zieht man einige Jungfische zusammen auf und lässt ein Paar sich finden, das dann meist jahrelang zusammenbleibt. Kleinere oder langflossige Fische werden angegriffen und teils gefressen. Als Gesellschaft taugen robuste Arten wie Phenacogrammus interruptus, Synodontis nigriventris und Arnoldichthys spilopterus. Höhlen aus Steinen, Tontöpfe, Wurzeln und dichte Bepflanzung bieten Rückzug; da der Fisch gräbt, sitzen Pflanzen am besten in Töpfen.

Die Nahrung besteht aus Würmern, Krebstieren, Insekten, kleinen Fischen und etwas Pflanzlichem. Im Aquarium frisst er nahezu alles, Lebendfutter verstärkt die Farben, pflanzliche Kost gehört dazu. Als Offenbrüter putzt das Paar einen flachen Stein, das Weibchen heftet Reihen von Eiern an, das Männchen besamt sie. Nach etwa zwei Tagen schlüpfen die Larven und werden in vorbereitete Gruben am Boden umgebettet, oft mehrmals. Die Eltern bewachen die Jungen danach noch wochenlang. Seit 2022 stehen die roten Hemichromis-Arten in der eigenen Gattung Rubricatochromis; echte Tiere dieser Art sind im Handel allerdings selten.

Steckbrief

Endgröße
10 cm
Mindestbecken
ab 200 l
Temperatur
23–26 °C
pH-Wert
6,0–7,8
Gesamthärte
4–15 °dGH
Anspruch
Erfahren
Haltung
Paar
Fischgruppe
Zwergbuntbarsche · Fluss-Buntbarsche

Herkunft

Afrika · Flüsse & West­afrika – Kongo, Niger und westafrikanische Küstenflüsse: weicheres Wasser als in den Seen, viel Laub und Dämmerlicht.

Die Markierung zeigt die ungefähre Herkunftsregion, nicht das genaue Verbreitungsgebiet der Art. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).

Bemerkung

Offenbrüter mit fester Paarbindung, zur Laichzeit extrem aggressiv. Im Handel laufen unter dem Namen oft Zuchtlinien verwandter Arten oder Kreuzungen.

Passt gut zusammen mit

Greift kleinere und langflossige Fische an und frisst sie teils – nur mit robusten, größeren Mitbewohnern.

Vorschläge nach Herkunft, Wasserwerten, Größe und Verhalten. Vor dem Kauf im Fachhandel prüfen – einzelne Tiere können sich anders verhalten.

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Zur Art: Roter Cichlide Rubricatochromis lifalili

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Quelle: zierfischatlas.de/arten/roter-cichlide · Stand: 19. September 2026