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Großschuppensalmler

Arnoldichthys spilopterus

Großschuppensalmler (Arnoldichthys spilopterus)
Foto: Klaus Rudloff · CC BY-SA 4.0 · Bildnachweis

Porträt

Der Großschuppensalmler kommt nur in Nigeria vor, im Ogun und im Unterlauf des Niger. Nach diesem Fluss, nicht nach dem Staat Niger, trägt er seinen englischen Namen „Niger Tetra“. Er lebt in Bächen und Flüssen, deren Wasser oft leicht sauer und von Huminstoffen gefärbt ist. So beliebt er in Aquarien ist, so selten ist er in der Natur: Bekannt sind weniger als zehn Fundorte, alle in einer Gegend mit starker Abholzung und Verschmutzung. Die Weltnaturschutzunion führt ihn als stark gefährdet, auch Entnahmen für den Aquarienhandel spielen dabei eine Rolle.

Auffällig sind die großen, silbrig und grünlich schillernden Schuppen, die ihn von verwandten Salmlern abheben. Der obere Teil des Auges leuchtet rot, daher auch der Name Arnolds Rotaugensalmler. Die Geschlechter unterscheiden sich an der Afterflosse: Beim Männchen ist sie rot, gelb und schwarz gestreift, das Weibchen trägt dort nur einen schwarzen Fleck. Männchen sind außerdem etwas bunter und schlanker als laichreife Weibchen. Die Art ist die einzige ihrer Gattung.

Im Aquarium ist er ein friedlicher, aber sehr lebhafter Schwimmer, der sich im Schwarm ab zehn Tieren am wohlsten fühlt; mit zunehmendem Alter halten die Fische weniger eng zusammen. Scheue oder sehr ruhige Arten fühlen sich neben ihm leicht bedrängt. Gut passen robuste Westafrikaner wie Phenacogrammus interruptus, Synodontis nigriventris, Pelvicachromis pulcher oder Rubricatochromis lifalili. Wurzeln, Äste, glatte Steine und Pflanzen dürfen das Becken gliedern, doch viel freier Schwimmraum ist wichtig. Ist er erst eingewöhnt, gilt er als widerstandsfähig und kann einige Jahre alt werden.

Von Natur aus ernährt er sich räuberisch von Würmern, Insekten und Krebstieren. Im Aquarium ist er kein Kostverächter und nimmt fast jedes Futter, am liebsten kleines Lebend- und Frostfutter, das ihn in beste Form bringt. Als Freilaicher gibt er die Eier ohne Nest und Brutpflege ins Wasser ab. Nach heftigem Treiben durch das Männchen laichen die Partner zitternd Seite an Seite; ein Weibchen kann dabei bis zu tausend Eier legen. Schon nach gut einem Tag schlüpfen die Larven, und die Jungfische bleiben anfangs im Schwarm beisammen. Obwohl die Zucht als nicht schwierig gilt, wird sie nur selten versucht, und die Berichte darüber widersprechen sich.

Steckbrief

Endgröße
8–10 cm
Mindestbecken
ab 200 l
Temperatur
24–27 °C
pH-Wert
6,0–7,5
Gesamthärte
1–15 °dGH
Anspruch
Einsteiger
Haltung
Schwarm ab 10
Fischgruppe
Salmler

Herkunft

Afrika · Flüsse & West­afrika – Kongo, Niger und westafrikanische Küstenflüsse: weicheres Wasser als in den Seen, viel Laub und Dämmerlicht.

Die Markierung zeigt die ungefähre Herkunftsregion, nicht das genaue Verbreitungsgebiet der Art. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).

Bemerkung

Lebhafter Schwarmfisch, der viel Schwimmraum braucht. In seiner Heimat Nigeria stark gefährdet (IUCN).

Passt gut zusammen mit

Sehr lebhaft – nicht mit scheuen oder sehr ruhigen Arten.

Vorschläge nach Herkunft, Wasserwerten, Größe und Verhalten. Vor dem Kauf im Fachhandel prüfen – einzelne Tiere können sich anders verhalten.

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Zur Art: Großschuppensalmler Arnoldichthys spilopterus

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Quelle: zierfischatlas.de/arten/grossschuppensalmler · Stand: 19. September 2026