Porträt
Der Scharlachrote Zwergblaubarsch lebt im Nordosten Indiens, in Westbengalen, Bihar und im Westen von Assam. Sein Vorkommen scheint sich auf Zuflüsse des Brahmaputra zu beschränken und reicht womöglich bis nach Bhutan. Er bewohnt flache, klare Bäche und Teiche mit Sand oder feinem Kies am Grund, an deren Rändern und im Wasser dichte Pflanzenbestände wachsen, darunter Wasserfreund, Sumpffreund, Vallisnerien, Ottelia und Rotala. Am Fundort des heute maßgeblichen Belegexemplars teilt er sein Gewässer mit zwei Arten aus der verwandten Gattung Badis.
Er zählt zu den kleinsten bekannten Barschverwandten. Die Männchen sind rötlich gefärbt und tragen sieben schillernd blaue Querbinden auf den Körperseiten, ihre Flossen sind rot und blau. An diesen Binden lässt sich die Art leicht von allen Gattungsverwandten unterscheiden. Mit zunehmendem Alter verlängern sich bei den Männchen Bauch-, Rücken- und Afterflosse. Weibchen bleiben noch kleiner, sind grau mit höchstens undeutlichen Streifen, haben durchsichtige Flossen und einen gedrungeneren Körper. Im Handel taucht die Art gelegentlich als Badis bengalensis auf; dieser Name geht auf eine fehlerhafte Beschreibung in einer Aquarienzeitschrift zurück. Oft werden auch nur Männchen angeboten.
Im Aquarium bewegt er sich bedächtig und hält sich eher im Hintergrund. Größere oder lebhafte Fische schüchtern ihn leicht ein und fressen ihm das Futter weg. Am wohlsten fühlt er sich deshalb allein oder mit kleinen, friedlichen Schwarmfischen, die das freie Wasser nutzen, etwa Perlhuhnbärbling, Moskitobärbling, Grüner Zwergbärbling, Espes Keilfleckbärbling oder Glühlichtbärbling. Männchen können untereinander sehr ruppig werden. In kleinen Becken pflegt man daher ein Paar; in größeren kann eine Gruppe zusammenleben, sofern jedes Männchen Platz für ein eigenes kleines Revier findet. Gut geeignet ist ein reich strukturiertes Becken mit viel Deckung, weichem Boden, Wurzeln, Laub, Schwimmpflanzen und Gewächsen wie Cryptocorynen, Javafarn, Anubias oder Moos.
Als Mikrojäger ernährt er sich von winzigen Krebschen, Würmern, Insektenlarven und anderem Zooplankton. Im Aquarium bekommt er kleines Lebend- oder Frostfutter wie Artemia-Nauplien, Wasserflöhe, Grindal-, Mikro- oder Bananenwürmer; Rote Mückenlarven und Tubifex machen Blaubarsche anfällig für Verfettung und Krankheiten. Die Balz kann sich über Tage hinziehen: Das Männchen verjagt das Weibchen und lockt es kurz darauf wieder in sein Revier. Das Ablaichen dauert nur Sekunden, die Eier haften verstreut an der Unterseite von Blättern oder anderen festen Flächen. Die Brutpflege ist schwächer ausgeprägt als bei der Gattung Badis, und die Eltern fressen ihren Nachwuchs. Die winzigen Jungen brauchen anfangs Infusorien. Gattungs- und Artname gehen auf die bengalische Bezeichnung des Fisches zurück.
Steckbrief
- Endgröße
- 2 cm
- Mindestbecken
- ab 40 l
- Temperatur
- 18–26 °C
- pH-Wert
- 6,5–8,5
- Gesamthärte
- 1–15 °dGH
- Anspruch
- Erfahren
- Haltung
- Paar
- Fischgruppe
- Sonstige · Sonstige Asiaten
Herkunft
Asien – Bäche, Reisfelder und Torfsümpfe Südostasiens, dazu Ostasien. Labyrinthfische, Bärblinge, Barben und Schmerlen.
Die Markierung zeigt die ungefähre Herkunftsregion, nicht das genaue Verbreitungsgebiet der Art. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).
Bemerkung
Winziger Mikrojäger, braucht Lebend- und Frostfutter. Oft werden nur Männchen angeboten.
Welche Fische passen zum Scharlachroten Zwergblaubarsch?
Diese Arten haben wir von Hand geprüft: Sie teilen ähnliche Wasserwerte und vertragen sich nach unseren Angaben mit dem Scharlachroten Zwergblaubarsch.
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PerlhuhnbärblingDanio margaritatusgleiche Herkunft · gemeinsam 22–26 °C · pH 6,5–7,5
Erfahren
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MoskitobärblingBoraras brigittaegleiche Herkunft · gemeinsam 24–26 °C · pH 6,5–7
Erfahren
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Grüner ZwergbärblingBoraras urophthalmoidesgleiche Herkunft · gemeinsam 20–26 °C · pH 6,5–7
Erfahren
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Espes KeilfleckbärblingTrigonostigma espeigleiche Herkunft · gemeinsam 23–26 °C · pH 6,5–7
Einsteiger
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GlühlichtbärblingDanio chopraegleiche Herkunft · gemeinsam 22–26 °C · pH 6,5–7,5
Einsteiger
Langsam und scheu – nur mit kleinen, friedlichen Schwarmfischen, die ihm das Futter nicht wegschnappen.
Nicht geeignet
- Pfauenaugen-StachelaalRäuber: frisst Fische, die kürzer als etwa ein Drittel seiner Länge (30 cm) sind.
Vorschläge nach Herkunft, Wasserwerten, Größe und Verhalten. Vor dem Kauf im Fachhandel prüfen – einzelne Tiere können sich anders verhalten.
Im Besatz-Check mit anderen Arten prüfen →
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Stimmt eine Angabe nicht – etwa die Endgröße, ein Wasserwert oder ein Vorschlag zur Vergesellschaftung? Sagen Sie mir kurz Bescheid. Jeder Hinweis wird geprüft, und belegte Korrekturen fließen in die Seite ein.
Quelle: zierfischatlas.de/arten/scharlachroter-zwergblaubarsch · Stand: 19. September 2026