Porträt
Der Grüne Zwergbärbling kommt vom südostasiatischen Festland. Beschrieben wurde er nach Tieren aus einem Sumpf am Fluss Sai Buri in der Provinz Pattani im Süden Thailands; inzwischen nimmt man an, dass er große Teile Süd- und Zentralthailands besiedelt, darunter die Einzugsgebiete von Mae Klong und Chao Phraya. Auch in Vietnam und Kambodscha wurde er gefunden, etwa in den Gräben der Tempelanlage Angkor Wat. Er bewohnt flache Sümpfe, Marschen, Überschwemmungsflächen und Reisfelder mit meist klarem Wasser und untergetauchten Pflanzen. In der Regenzeit wandert er auch in vorübergehend überflutete Flächen ein.
Er gehört zu den winzigsten Karpfenfischen überhaupt. Kennzeichnend sind ein langer, durchgehender dunkler Längsstreifen und ein runder, dunkler Fleck am Schwanzstiel; zusammen erinnern sie an ein Ausrufezeichen, worauf ein englischer Handelsname anspielt. Manche Populationen zeigen bei guter Kondition ein orangerotes Band über dem Streifen, weshalb er leicht mit dem Moskitobärbling verwechselt wird, der jedoch größer und gleichmäßiger rot ist. Männchen sind etwas kräftiger gefärbt, Weibchen rundlicher und oft ein wenig größer. Der Gattungsname Boraras ist ein Anagramm von Rasbora, der Artname verweist auf den Schwanzfleck.
Dieser Bärbling ist ausgesprochen friedlich, wegen seiner geringen Größe und Scheu aber kein Fisch für das übliche Gesellschaftsbecken. Er gehört in eine Gruppe: In größerer Zahl ist er weniger nervös, zeigt schönere Farben, und die Männchen werben lebhaft um die Weibchen. Am besten hält man ihn allein oder mit anderen sehr kleinen, ruhigen Arten wie Espes oder Hengels Keilfleckbärbling, dem Keilfleckbärbling, dem Scharlachroten Zwergblaubarsch oder dem Honiggurami; auch Zwerggarnelen vertragen sich mit ihm. Andere Arten seiner Gattung sind dagegen tabu, weil sie sich mit ihm kreuzen können. Ideal ist ein dicht bepflanztes Becken mit Schwimmpflanzen und Wurzeln, die das Licht dämpfen, und nur schwacher Strömung. In ein frisch eingerichtetes Becken sollte er nicht, da er auf schwankende Wasserwerte empfindlich reagiert.
Untersuchungen von Mageninhalten zeigen, dass er in der Natur winzige Insekten, Würmer, Krebschen und anderes Zooplankton erbeutet. Im Aquarium frisst er feines Trockenfutter, sollte aber täglich auch Wasserflöhe, Artemia oder anderes kleines Lebend- und Frostfutter bekommen, was Farbe und Laichbereitschaft fördert. Er laicht fortlaufend: In guter Verfassung legen die Weibchen fast jeden Tag einige Eier zwischen Pflanzen ab, um die sich niemand kümmert. In einem eingewachsenen Becken kommen daher gelegentlich Jungfische von allein hoch, zumal die Alttiere Eier zwar fressen, aber nicht gezielt danach suchen. Die Jungen schlüpfen nach rund zwei Tagen und brauchen zunächst Pantoffeltierchen oder ähnliches Kleinstfutter, später Artemia-Nauplien.
Steckbrief
- Endgröße
- 1,6 cm
- Mindestbecken
- ab 40 l
- Temperatur
- 20–28 °C
- pH-Wert
- 6,0–7,0
- Gesamthärte
- 1–10 °dGH
- Anspruch
- Erfahren
- Haltung
- Gruppe ab 10
- Fischgruppe
- Barben & Bärblinge · Bärblinge & Danios
Herkunft
Asien – Bäche, Reisfelder und Torfsümpfe Südostasiens, dazu Ostasien. Labyrinthfische, Bärblinge, Barben und Schmerlen.
Die Markierung zeigt die ungefähre Herkunftsregion, nicht das genaue Verbreitungsgebiet der Art. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).
Bemerkung
Winziger, scheuer Schwarmfisch für dicht bepflanzte Nanobecken. Nicht mit anderen Boraras-Arten – Kreuzungsgefahr.
Welche Fische passen zum Grünen Zwergbärbling?
Diese Arten haben wir von Hand geprüft: Sie teilen ähnliche Wasserwerte und vertragen sich nach unseren Angaben mit dem Grünen Zwergbärbling.
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Espes KeilfleckbärblingTrigonostigma espeigleiche Herkunft · gemeinsam 23–28 °C · pH 6–7
Einsteiger
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Hengels KeilfleckbärblingTrigonostigma hengeligleiche Herkunft · gemeinsam 23–28 °C · pH 6–7
Einsteiger
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KeilfleckbärblingTrigonostigma heteromorphagleiche Herkunft · gemeinsam 23–28 °C · pH 6–7
Einsteiger
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Scharlachroter ZwergblaubarschDario dariogleiche Herkunft · gemeinsam 20–26 °C · pH 6,5–7
Erfahren
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HonigguramiTrichogaster chunagleiche Herkunft · gemeinsam 24–28 °C · pH 6–7
Einsteiger
Winzig und scheu – nur mit kleinen, ruhigen Arten; nicht mit anderen Boraras-Arten, sie können sich kreuzen.
Nicht geeignet
- Moskitobärbling
- Zwergbärbling
- Pfauenaugen-StachelaalRäuber: frisst Fische, die kürzer als etwa ein Drittel seiner Länge (30 cm) sind.
Vorschläge nach Herkunft, Wasserwerten, Größe und Verhalten. Vor dem Kauf im Fachhandel prüfen – einzelne Tiere können sich anders verhalten.
Im Besatz-Check mit anderen Arten prüfen →
Fehler gefunden?
Stimmt eine Angabe nicht – etwa die Endgröße, ein Wasserwert oder ein Vorschlag zur Vergesellschaftung? Sagen Sie mir kurz Bescheid. Jeder Hinweis wird geprüft, und belegte Korrekturen fließen in die Seite ein.
Quelle: zierfischatlas.de/arten/gruener-zwergbaerbling · Stand: 19. September 2026