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Silberbeilbauch

Gasteropelecus sternicla

Silberbeilbauch (Gasteropelecus sternicla)
Foto: Neale Monks · CC BY-SA 3.0 · Bildnachweis

Porträt

Der Silberbeilbauch ist in Südamerika weit verbreitet, doch die genauen Grenzen seines Vorkommens gelten als unsicher. Nachgewiesen wurde er im Amazonasbecken, im Orinoco, im Essequibo, im Tocantins-Araguaia-System und in den Küstenflüssen der Guayanas, dazu aus dem oberen Paraguay. Als Fundort der Tiere, nach denen die Art benannt wurde, ist lediglich Suriname angegeben. Er lebt in Schwärmen in kleinen bis mittelgroßen Bächen, in langsam fließenden Waldbächen, Nebenflüssen und Sümpfen, besonders dort, wo viele Pflanzen an der Oberfläche treiben.

Die Körperform verrät die Familie der Beilbauchfische: Ein vergrößerter, kräftig bemuskelter Schultergürtel lässt die Brust weit nach unten ausladen, sodass der Fisch von der Seite einem Beilblatt gleicht. Der Gattungsname setzt sich aus den griechischen Wörtern für Bauch und Beil zusammen, der Artname geht auf das lateinische Wort für Brust zurück. Gefärbt ist er schlicht silbergrau. Im Unterschied zu den kleineren Carnegiella-Arten besitzt er eine Fettflosse und wird merklich größer als der Marmorierte Beilbauch. Weibchen sind etwas größer und mit Laich deutlich runder als die Männchen. Im Handel wird er häufig mit dem ähnlichen Gasteropelecus levis verwechselt.

Fast immer hält er sich an der Oberfläche oder knapp darunter auf. Anders als die Carnegiella-Arten sinkt er aber öfter ins Mittelwasser ab, um zu fressen, Artgenossen zu begegnen oder einfach still zu stehen. Er ist friedlich, doch nervös und scheu, und gegen stürmische Arten setzt er sich beim Füttern nicht durch. Ohne eine Gruppe ab sechs Tieren wird er nicht heimisch. Schwimmpflanzen auf einem Teil der Oberfläche beruhigen ihn, eine leichte Strömung dort nutzt er gern. Eine lückenlose Abdeckung ist Pflicht, denn er springt weit. Frisch importiert gilt er als heikel, eingewöhnt als der robusteste Beilbauch. Gut passen friedliche Arten anderer Wasserschichten wie Zitronen- und Kaisersalmler, der Bolivianische Schmetterlingsbuntbarsch oder Metallpanzerwelse.

Im Freiland ernährt er sich von Insekten, die aufs Wasser fallen, außerdem von Würmern und Krebstieren. Trockenfutter nimmt er anfangs zögerlich, lernt es aber mit der Zeit; ein großer Teil der Nahrung sollte aus Frost- und Lebendfutter wie Mückenlarven, Wasserflöhen und Fruchtfliegen bestehen. Eine Nachzucht im Aquarium ist bislang nicht bekannt. Dass Beilbäuche mit den Brustflossen fliegen, ist ein Mythos: Hochgeschwindigkeitsaufnahmen zeigten, dass die Flossen nur beim Absprung arbeiten. Der Satz ist eine Fluchtreaktion, die so viel Kraft kostet, dass die Fische danach eine Pause brauchen und bei Erschöpfung zum Grund abtauchen.

Steckbrief

Endgröße
6,5 cm
Mindestbecken
ab 120 l
Temperatur
20–28 °C
pH-Wert
5,0–7,5
Gesamthärte
1–12 °dGH
Anspruch
Erfahren
Haltung
Gruppe ab 6
Fischgruppe
Salmler · Zwergsalmler & Beilbäuche

Herkunft

Südamerika – Amazonas, Orinoco und Rio Negro: meist weiches, saures, huminstoffreiches Wasser. Die größte Gruppe im Handel — Salmler, Zwergbuntbarsche und Welse.

Die Markierung zeigt die ungefähre Herkunftsregion, nicht das genaue Verbreitungsgebiet der Art. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).

Bemerkung

Oberflächenfisch und guter Springer – Abdeckung ohne Lücken. Frisch importiert empfindlich.

Passt gut zusammen mit

Vorschläge nach Herkunft, Wasserwerten, Größe und Verhalten. Vor dem Kauf im Fachhandel prüfen – einzelne Tiere können sich anders verhalten.

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Zur Art: Silberbeilbauch Gasteropelecus sternicla

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Quelle: zierfischatlas.de/arten/silberbeilbauch · Stand: 19. September 2026