Porträt
Der Spritzsalmler gehört zu den Schlanksalmlern und lebt im tropischen Südamerika. Verbreitet ist er am unteren Amazonas, im Orinoko-Delta und in küstennahen Flüssen der Guayana-Länder. Er besiedelt flache Bäche in Wäldern und Sümpfen, deren Wasser klar oder teefarben dunkel sein kann, und weicht bei Hochwasser in überflutete Wälder aus. Typisch für seine Lebensräume ist viel Ufervegetation, die über das Wasser ragt. Auf Trinidad wurde die Art vom Menschen eingeführt.
Der Körper ist lang gestreckt und torpedoförmig, der Kopf spitz. Vom Maul zieht eine schwarze Linie bis zum Auge, manchmal weiter bis zum Kiemendeckel. Das Maul ist recht groß, nach oben gerichtet und mit spitzen Zähnen besetzt, was ihn von den ähnlichen Ziersalmlern der Gattung Nannostomus unterscheidet. Seine Grundfarbe ist ein gelbliches Braun, zum Bauch hin wird er weißlich. Am Ansatz der Rückenflosse sitzt ein schwarz-weißer Fleck, die übrigen Flossen sind durchsichtig mit orangefarbenem Saum. Eine Fettflosse fehlt ebenso wie eine Seitenlinie. Männchen werden deutlich größer als Weibchen, haben längere Flossen und kräftigere Farben; bei Erregung dunkeln ihre Flanken ab.
Im Aquarium ist der Spritzsalmler friedlich, passt aber nicht in jedes Gesellschaftsbecken. Man hält ihn als Gruppe von mindestens acht Tieren beiderlei Geschlechts. Er schwimmt meist nahe der Oberfläche und mag gedämpftes Licht, Schwimmpflanzen und überhängende Wurzeln oder Blätter. Das Wasser sollte sauerstoffreich sein, eine leichte Oberflächenbewegung ist günstig. In ein frisch eingerichtetes Becken gehört er nicht, weil er empfindlich auf schwankende Wasserwerte reagiert. Da er springt, braucht das Becken eine dichte Abdeckung mit etwas Luftraum darunter. Männchen werben mit auffälligem Verhalten um die Weibchen.
In der Natur fängt er vor allem Insekten, die auf die Wasseroberfläche fallen, dazu Würmer und Kleinkrebse. Im Aquarium frisst er Trockenfutter, braucht aber regelmäßig kleines Lebend- und Frostfutter; auch Fruchtfliegen sind geeignet. Berühmt ist seine Fortpflanzung: Das Paar springt gemeinsam aus dem Wasser, heftet sich mit den Bauchflossen für einige Sekunden an ein überhängendes Blatt und legt dort jeweils eine kleine Portion Eier ab. Dieser Vorgang wiederholt sich, bis das Weibchen erschöpft ist. Danach hält das Männchen das Gelege feucht, indem es mit der Schwanzflosse immer wieder Wasser hinaufspritzt; nachts ruht diese Pflege. Nach zwei bis drei Tagen schlüpfen die Larven und fallen ins Wasser. Die Jungfische wachsen langsam. Der Artname ehrt den deutschen Aquarianer Johann Paul Arnold, der die ersten Exemplare sammelte.
Steckbrief
- Endgröße
- 5–8 cm
- Mindestbecken
- ab 100 l
- Temperatur
- 20–28 °C
- pH-Wert
- 4,0–7,5
- Gesamthärte
- 1–8 °dGH
- Anspruch
- Erfahren
- Haltung
- Gruppe ab 8
- Fischgruppe
- Salmler · Zwergsalmler & Beilbäuche
Herkunft
Südamerika – Amazonas, Orinoco und Rio Negro: meist weiches, saures, huminstoffreiches Wasser. Die größte Gruppe im Handel — Salmler, Zwergbuntbarsche und Welse.
Die Markierung zeigt die ungefähre Herkunftsregion, nicht das genaue Verbreitungsgebiet der Art. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).
Bemerkung
Springt – dichte Abdeckung mit etwas Luft über dem Wasser. Laicht auf Blättern über der Oberfläche; nur in eingefahrene Becken.
Passt gut zusammen mit
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Marmorierter BeilbauchCarnegiella strigata
Erfahren
- Roter PinselsalmlerNannostomus beckfordi Einsteiger
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Roter NeonParacheirodon axelrodi
Erfahren
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Agassizii-ZwergbuntbarschApistogramma agassizii
Erfahren
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Sterbas PanzerwelsCorydoras sterbai
Erfahren
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Quelle: zierfischatlas.de/arten/spritzsalmler · Stand: 19. September 2026