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Teufelsangel

Satanoperca jurupari

Teufelsangel (Satanoperca jurupari)
Foto: Whaldener Endo · CC BY 4.0 · Bildnachweis

Porträt

Die Teufelsangel ist über weite Teile des Amazonasbeckens verbreitet, in Brasilien, Bolivien, Peru, Ecuador und Kolumbien. Genetische Untersuchungen deuten darauf hin, dass sie unterhalb der Madeira-Mündung auf den Hauptstrom und die Unterläufe der Zuflüsse beschränkt ist, weiter stromauf aber auch Flüsse wie Negro, Purus, Juruá, Napo und Ucayali besiedelt. Bestände aus Tapajós, Xingu und Araguaia unterscheiden sich im Erbgut und sind womöglich eigene Arten. Sie lebt in großen Flussarmen, kleineren Zuflüssen und Überschwemmungsseen, meist über Sand oder Schlamm, zwischen Laub und versunkenen Ästen.

Wie alle Satanoperca hat sie einen hohen, seitlich abgeflachten Körper, eine fast gerade Bauchlinie, weit hinten und hoch sitzende Augen und eine vorspringende Schnauze mit leicht unterständigem Maul. Kennzeichnend ist ein kleiner, dunkler Augenfleck am oberen Ansatz der Schwanzflosse. Deutliche dunkle Flecken an den Flanken fehlen, nur gestresste oder schlafende Tiere zeigen manchmal dunkle Zeichnungen, und weiße Punkte an den Kopfseiten hat sie nicht. Daran lässt sie sich von der häufig verwechselten Satanoperca leucosticta trennen, die häufiger angeboten wird, da mehrere Länder sie in Zuchtbetrieben vermehren. Weibchen bleiben etwas kleiner und werden mit Laich hochrückiger, sicher unterscheiden lassen sich die Geschlechter aber kaum.

Abseits der Brutzeit ist sie erstaunlich friedlich und jagt keine Fische, sofern diese mehr als ein paar Millimeter messen. Sie ist gesellig und sollte in einer Gruppe von mindestens fünf Tieren leben, in der sich eine Rangordnung bildet; zu wenige Tiere werden unruhig, oder schwächere werden bedrängt. Unverzichtbar ist weicher Sand, denn grober Kies behindert die Futtersuche und kann die Kiemen verletzen. Gedämpftes Licht, Wurzeln und Äste runden die Einrichtung ab. Die Art reagiert sehr empfindlich auf nachlassende Wasserqualität und gehört nur in eingefahrene Becken mit kräftiger Filterung, großen Wasserwechseln und wenig Strömung. Aggressive oder revierbildende Bodenbewohner passen nicht dazu.

Zum Fressen nimmt sie Maulvoll um Maulvoll Sand auf, siebt Nahrhaftes heraus und stößt den Rest durch Kiemenöffnungen und Maul wieder aus. Wildfänge hatten vor allem kleine Krebstiere, Zuckmückenlarven, Samen und Detritus im Magen. Große Brocken bewältigt sie schlecht, daher eignen sich feines Futter und mehrere kleine Mahlzeiten täglich. Sie ist ein Maulbrüter: Das Weibchen nimmt die Eier gleich nach der Befruchtung ins Maul, Männchen tragen höchstens kurz einige mit. Geschlechtsreif wird sie oft erst nach zwei Jahren. Der Artname geht auf ein Tupi-Wort zurück, das etwa „Angelhaken des Teufels“ bedeutet.

Steckbrief

Endgröße
20–25 cm
Mindestbecken
ab 750 l
Temperatur
20–28 °C
pH-Wert
5,5–7,5
Gesamthärte
2–12 °dGH
Anspruch
Erfahren
Haltung
Gruppe ab 5
Fischgruppe
Buntbarsche · Große Buntbarsche

Herkunft

Südamerika – Amazonas, Orinoco und Rio Negro: meist weiches, saures, huminstoffreiches Wasser. Die größte Gruppe im Handel — Salmler, Zwergbuntbarsche und Welse.

Die Markierung zeigt die ungefähre Herkunftsregion, nicht das genaue Verbreitungsgebiet der Art. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).

Bemerkung

Siebt den Sand nach Futter – feiner Sand und stabile, saubere Wasserwerte sind Pflicht. Im Handel oft mit Satanoperca leucosticta verwechselt.

Passt gut zusammen mit

Vorschläge nach Herkunft, Wasserwerten, Größe und Verhalten. Vor dem Kauf im Fachhandel prüfen – einzelne Tiere können sich anders verhalten.

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Zur Art: Teufelsangel Satanoperca jurupari

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Quelle: zierfischatlas.de/arten/teufelsangel · Stand: 19. September 2026