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Severum

Heros efasciatus

Severum (Heros efasciatus)
Foto: Emőke Dénes · CC BY-SA 4.0 · Bildnachweis

Porträt

Der Severum stammt aus dem Amazonasbecken. Nachgewiesen ist er im Hauptstrom und im Solimões, in peruanischen Nebenflüssen des Ucayali und des Amazonas und auch im Rio Xingu. Er bewohnt träge strömende Flüsse, Nebenarme und Überschwemmungsseen und ist dort am zahlreichsten, wo das Wasser tief und ruhig ist und viele untergetauchte Wurzeln und Äste Deckung geben. Gelegentlich wurde er auch in überfluteten Uferzonen mit dichtem Pflanzenwuchs gefangen. Wasserpflanzen spielen in seinen Heimatgewässern dagegen kaum eine Rolle.

Wie alle Heros-Arten hat er einen hohen, ovalen und seitlich stark abgeflachten Körper mit endständigem Maul und runder Stirn. Die Wildform ist olivgrün. Die dunklen Querbinden der Jungfische verblassen mit dem Alter, nur eine bleibt erhalten und zieht sich vom hinteren, weichstrahligen Abschnitt der Rückenflosse hinab zur Afterflosse. Männchen werden größer, zeigen eine Zeichnung auf den Kiemendeckeln und bekommen mitunter einen Stirnbuckel sowie verlängerte Rücken- und Afterflossen. Weibchen sind meist kleiner, schlanker und blasser. Im Handel sieht man häufig Goldformen und rote Zuchtlinien, die offenbar aus der grünen Form hervorgegangen sind; die Art selbst ist die grüne Wildform.

Viele Käufer unterschätzen, wie groß er wird und wie schnell er wächst, daher braucht er von Beginn an ein ausreichend großes Becken. Für einen Buntbarsch dieses Formats ist er außerhalb der Laichzeit recht verträglich und passt zu großen, friedlichen Südamerikanern wie Skalar, Erdfresser oder Teufelsangel. Fische, die in sein Maul passen, sind allerdings Beute. Einzeln gepflegte Tiere werden mit dem Alter gelegentlich unleidlich, was sich in Gesellschaft von Artgenossen meist vermeiden lässt. Zur Einrichtung eignen sich Flusssand, Wurzelholz und verzweigte Äste; gerbstoffhaltiges Holz und Falllaub tönen das Wasser leicht bräunlich, und gedämpftes Licht kommt ihm entgegen.

Er frisst nahezu alles: gutes Trockenfutter, Mückenlarven, gehackte Regenwürmer und Garnelen, dazu pflanzliche Kost wie enthülste Erbsen, blanchierten Spinat oder Spirulina. In der Natur gehört er zu den wenigen Buntbarschen, die regelmäßig Früchte fressen, besonders während der Regenzeit, wenn die Ufer überflutet sind. Er ist ein Offenbrüter. Aus einer Gruppe junger Tiere findet sich ein Paar, das auf einem flachen Stein oder einer Wurzel laicht und Eier und Larven gemeinsam betreut; während der Brut färben sich die Eltern dunkler und kontrastreicher. Die Gattung ist nahe mit den Diskusfischen verwandt. Weil er im Handel immer beliebter wird und in der Natur nur in geringer Dichte vorkommt, gilt er als anfällig für Überfischung.

Steckbrief

Endgröße
20 cm
Mindestbecken
ab 300 l
Temperatur
22–29 °C
pH-Wert
5,5–7,0
Gesamthärte
1–8 °dGH
Anspruch
Erfahren
Haltung
Paar oder Gruppe
Fischgruppe
Buntbarsche · Große Buntbarsche

Herkunft

Südamerika – Amazonas, Orinoco und Rio Negro: meist weiches, saures, huminstoffreiches Wasser. Die größte Gruppe im Handel — Salmler, Zwergbuntbarsche und Welse.

Die Markierung zeigt die ungefähre Herkunftsregion, nicht das genaue Verbreitungsgebiet der Art. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).

Bemerkung

Wird größer, als viele erwarten, und frisst Fische, die ins Maul passen. Meist als Gold- oder Rot-Zuchtform angeboten – die Art ist die grüne Wildform.

Passt gut zusammen mit

Kleine Salmler wie Neons werden gefressen – Mitbewohner sollten nicht ins Maul passen.

Vorschläge nach Herkunft, Wasserwerten, Größe und Verhalten. Vor dem Kauf im Fachhandel prüfen – einzelne Tiere können sich anders verhalten.

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Zur Art: Severum Heros efasciatus

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Quelle: zierfischatlas.de/arten/severum · Stand: 19. September 2026