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Glänzender Zwergbuntbarsch

Nannacara anomala

Glänzender Zwergbuntbarsch (Nannacara anomala)
Foto: Borkowski.robert · CC BY-SA 4.0 · Bildnachweis

Porträt

Der Glänzende Zwergbuntbarsch stammt aus dem Nordosten Südamerikas. Sein Verbreitungsgebiet reicht vom Aruka in Guyana nach Osten bis zum Unterlauf des Marowijne in Suriname. Oft findet man ihn in überschwemmten Savannen der flachen Küstenebene. Die Fische im Zoofachhandel sind allerdings kaum Wildfänge: Die meisten kommen aus gewerblichen Zuchtbetrieben in Fernost oder Osteuropa. Der Gattungsname Nannacara bedeutet schlicht kleiner Acara.

Männchen und Weibchen sehen sehr verschieden aus. Die Männchen werden deutlich größer, haben eine hohe, gerundete Stirn, längere unpaare Flossen und schimmern grünlich bis bläulich, wobei ihre Längsstreifen kaum hervortreten. Die kleineren Weibchen sind hell- bis dunkelbraun oder gelblich und tragen zwei dunkle Längsbinden, zwischen denen es weißlich bis hellgelb leuchtet. In Balz und Brutpflege zeigen sie ein auffälliges Schachbrettmuster. Jungtiere lassen sich kaum unterscheiden, da junge Männchen noch wie Weibchen gefärbt sind.

Überwiegend schwimmen die Tiere dicht über dem Grund; sie brauchen ein dunkel eingerichtetes, dicht bepflanztes Becken mit Wurzeln und vielen Verstecken. Gehalten wird er als Paar oder Harem. Außerhalb der Laichzeit ist er friedlich; dann aber besetzt jedes Weibchen ein Bodenrevier und verteidigt es heftig, sogar gegen größere Fische, während das Männchen das Außenrevier eher halbherzig bewacht. In zu kleinen Becken greift das Weibchen auch das Männchen an und kann es schwer verletzen. Leben mehrere Männchen zusammen, nimmt ein unterlegenes oft Färbung und Größe eines Weibchens an. Kräftige Männchen betrachten sehr kleine Beifische als Futter, deshalb eignen sich ruhige, nicht zu kleine Oberflächenfische wie der Silberbeilbauch oder der Marmorierte Beilbauch. Auf organische Belastung reagieren besonders Männchen mit bakteriellen Infektionen, regelmäßige Teilwasserwechsel sind daher wichtig.

Im Freiland fressen die Tiere Würmer, Insekten und Krebstiere. Im Aquarium nehmen sie Trocken- und Frostfutter, jagen aber am liebsten Lebendes wie Mückenlarven, Cyclops und Wasserflöhe. Die Zucht des Versteckbrüters gilt als leicht. Das Weibchen laicht in Höhlen, bettet die geschlüpften Larven mehrmals um und führt die Jungen, die nach etwa einer Woche frei schwimmen und Artemia-Nauplien bekommen. Weibchen üben die Brutpflege schon vor der Geschlechtsreife an Futtertierchen. Rivalisierende Männchen tragen Kämpfe nach festem Ablauf aus: Seitliches Imponieren, Schwanzschlagen und Maulzerren folgen aufeinander, bis der Verlierer die Flossen anlegt und erblasst.

Steckbrief

Endgröße
5–9 cm
Mindestbecken
ab 100 l
Temperatur
22–27 °C
pH-Wert
5,0–7,5
Gesamthärte
3–8 °dGH
Anspruch
Einsteiger
Haltung
Paar oder Harem
Fischgruppe
Zwergbuntbarsche

Herkunft

Südamerika – Amazonas, Orinoco und Rio Negro: meist weiches, saures, huminstoffreiches Wasser. Die größte Gruppe im Handel — Salmler, Zwergbuntbarsche und Welse.

Die Markierung zeigt die ungefähre Herkunftsregion, nicht das genaue Verbreitungsgebiet der Art. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).

Bemerkung

Robuster Einstieg in die Buntbarschzucht. Weibchen verteidigen die Brut heftig, in zu kleinen Becken auch gegen das Männchen.

Passt gut zusammen mit

Kräftige Männchen fressen sehr kleine Beifische – Mitbewohner nicht zu klein wählen.

Vorschläge nach Herkunft, Wasserwerten, Größe und Verhalten. Vor dem Kauf im Fachhandel prüfen – einzelne Tiere können sich anders verhalten.

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Zur Art: Glänzender Zwergbuntbarsch Nannacara anomala

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Quelle: zierfischatlas.de/arten/glaenzender-zwergbuntbarsch · Stand: 19. September 2026