Porträt
Der Grüne Phantom-Harnischwels bewohnt den oberen Orinoco im Osten Kolumbiens und im Westen Venezuelas, flussaufwärts der Stromschnellen von Atures bis in den Ventuari, den Iguapo und den Casiquiare. Dort lebt er in den Zwischenräumen großer Granitfelsen, in klarem, gut durchströmtem Wasser. Untersuchungen des Mageninhalts zeigen, dass er in der Natur vor allem Algen, Moose und andere Pflanzenteile aufnimmt, daneben Insektenlarven.
Auf grünem bis gelblichem Grund ist er dicht mit hellen Punkten besetzt, weshalb er im deutschen Handel auch Gelber Phantomwels heißt; der Artname subviridis bedeutet „grünlich“. Beschrieben wurde er erst 2005. Seine Nummer L200 teilt er mit einem zum Verwechseln ähnlichen Wels aus einer anderen Gattung, Baryancistrus demantoides, der als „L200 Highfin“ gehandelt wird. Beide kommen teils an denselben Stellen vor, werden zusammen gefangen und können sich im Aquarium kreuzen. Beim Grünen Phantom-Harnischwels endet die Rückenflosse mit deutlichem Abstand vor der Fettflosse, das Maul ist quer oval mit wenigen, an der Spitze verbreiterten Zähnen, und die Rückenflosse ist meist ungepunktet. Männchen tragen längere Hautzähnchen an Kiemendeckeln und Brustflossenstrahl und haben einen breiteren, längeren Kopf.
Eingewöhnte Tiere sind robust, frisch importierte Wildfänge dagegen empfindlich und brauchen häufige Wasserwechsel. Der Wels ist leicht territorial und verteidigt Lieblingsplätze, aber ohne ernsthafte Aggression. Frei schwimmende Fische beachtet er nicht, und gegenüber viel größeren Welsen behauptet er sich. Er schätzt große Ansammlungen von Holz und Steinaufbauten; offene Röhren nutzt er als Ruheplatz, enge Höhlen meist erst zum Laichen. Kräftige Strömung, gute Filterung und viel Sauerstoff gehören dazu. Im Aquarium aufgewachsene Tiere wachsen oft langsamer als gleich alte Wildfänge.
Er hat einen großen Futterbedarf, der vor allem mit Pflanzenkost gedeckt werden sollte: Kartoffel, Salat, Gurke, Rosenkohl und pflanzliche Futtertabletten, dazu etwas Frostfutter wie Mückenlarven oder Cyclops. Getrocknetes Buchenlaub dient zugleich als Dekoration und Zusatzfutter. Feste Aquarienpflanzen lässt er meist in Ruhe. Wie die meisten Harnischwelse ist er ein Höhlenbrüter, bei dem das Männchen das Gelege bewacht. Wer züchten möchte, sollte ihn nicht zusammen mit Baryancistrus demantoides halten, damit keine Mischlinge entstehen.
Steckbrief
- Endgröße
- 20–25 cm
- Mindestbecken
- ab 400 l
- Temperatur
- 26–30 °C
- pH-Wert
- 5,5–7,5
- Haltung
- einzeln oder Gruppe
- Anspruch
- Erfahren
- Fischgruppe
- Welse · Harnischwelse
Herkunft
Südamerika – Amazonas, Orinoco und Rio Negro: meist weiches, saures, huminstoffreiches Wasser. Die größte Gruppe im Handel — Salmler, Zwergbuntbarsche und Welse.
Die Markierung zeigt die ungefähre Herkunftsregion, nicht das genaue Verbreitungsgebiet der Art. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).
Bemerkung
Warmwasserwels mit großem Hunger auf Pflanzenkost. Unter „L200“ wird auch der sehr ähnliche Baryancistrus demantoides verkauft.
Welche Fische passen zum Grünen Phantom-Harnischwels (L200)?
Diese Arten haben wir von Hand geprüft: Sie teilen ähnliche Wasserwerte und vertragen sich nach unseren Angaben mit dem Grünen Phantom-Harnischwels (L200).
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ErdfresserGeophagus svenigleiche Herkunft · gemeinsam 26–30 °C · pH 5,5–7,5
Erfahren
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SkalarPterophyllum scalaregleiche Herkunft · gemeinsam 26–29 °C · pH 5,5–7,5
Erfahren
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SilberdollarMetynnis argenteusgleiche Herkunft · gemeinsam 26–28 °C · pH 5,5–7,5
Erfahren
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SchmetterlingsbuntbarschMikrogeophagus ramirezigleiche Herkunft · gemeinsam 26–30 °C · pH 5,5–7
Erfahren
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DiamantsalmlerMoenkhausia pittierigleiche Herkunft · gemeinsam 26–28 °C · pH 6–7,5
Einsteiger
Nur für große Becken – wird bis etwa 25 cm lang.
Vorschläge nach Herkunft, Wasserwerten, Größe und Verhalten. Vor dem Kauf im Fachhandel prüfen – einzelne Tiere können sich anders verhalten.
Im Besatz-Check mit anderen Arten prüfen →
Fehler gefunden?
Stimmt eine Angabe nicht – etwa die Endgröße, ein Wasserwert oder ein Vorschlag zur Vergesellschaftung? Sagen Sie mir kurz Bescheid. Jeder Hinweis wird geprüft, und belegte Korrekturen fließen in die Seite ein.
Quelle: zierfischatlas.de/arten/gruener-phantom-harnischwels-l200 · Stand: 19. September 2026