Porträt
Der Indische Glaswels ist in Thailand zu Hause. Er lebt in Flüssen und Bächen auf der Halbinsel südlich der Landenge von Kra mit Mündung zum Golf von Thailand und in einigen Flüssen des Kardamom-Gebirges im Südosten des Landes; aus Penang in Malaysia gibt es unbestätigte Meldungen. Die Typuslokalität liegt in der Provinz Trat. Er bevorzugt langsam fließende oder stehende Gewässer und wurde sowohl in trübem, bräunlichem Wasser als auch in saurem Schwarzwasser gefunden, unter anderem im Torfsumpfwald Phru To Daeng im tiefen Süden Thailands.
Sein schlanker, seitlich stark abgeflachter Körper ist nahezu völlig durchsichtig. Schuppen und Körperpigment fehlen, die meisten Organe liegen dicht hinter dem Kopf, und mit einer Lupe lässt sich sogar das Herz schlagen sehen. Trifft Licht schräg auf den Fisch, schillert er in Regenbogenfarben, weil die feinen Strukturen seiner Muskulatur das Licht brechen. Zwei lange Barteln am Oberkiefer reichen weit nach hinten, die Afterflosse ist sehr lang, und die Rückenflosse ist stark zurückgebildet – darauf spielt der Gattungsname an, der „verborgene Flosse“ bedeutet. Bei Krankheit oder nach dem Tod wird das Gewebe milchig weiß. Äußere Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen sind nicht bekannt.
Im Aquarium ist er friedlich, aber schüchtern, und gegen große, kräftige oder stürmische Fische kommt er nicht an. Er ist ausgesprochen gesellig und hält sich in engen Schwärmen zusammen, weshalb er nur in einer Gruppe gepflegt werden sollte. Geeignete Mitbewohner sind kleine, ruhige Arten wie Keilfleckbärbling, Espes Keilfleckbärbling, Dornauge, Kirschbarbe oder Honiggurami. Er mag gedämpftes Licht, deshalb gehören Schwimmpflanzen und eine gute Einrichtung dazu; Laub und Erlenzapfen geben Gerbstoffe ab und machen die Umgebung natürlicher. Weil er auf schwankende Wasserwerte empfindlich reagiert, sollte er nur in ein gut eingefahrenes Becken einziehen.
In der Natur ernährt er sich vermutlich von kleinen Wirbellosen und Zooplankton. Im Aquarium frisst er passendes Trockenfutter, braucht aber täglich auch kleines Lebend- oder Frostfutter wie Artemia-Nauplien, Moina oder Grindalwürmer. Laich und Jungfische anderer Arten kann er erbeuten. Über seine Fortpflanzung ist nichts bekannt, und kommerziell gezüchtet wird er nicht, sodass fast nur Wildfänge verkauft werden. Da viele Tiere gefangen werden und sein Verbreitungsgebiet klein ist, gilt er als möglicherweise gefährdet. Jahrzehntelang hielt man ihn für Kryptopterus bicirrhis oder K. minor, bis Maurice Kottelat und Ng Heok Hee ihn 2013 als eigene Art beschrieben. Einer thailändischen Sage zufolge entstand er aus den Gräten eines Fisches, den König Phra Ruang gegessen und mit einem Wunsch zurück ins Wasser geworfen hatte.
Steckbrief
- Endgröße
- 6,5 cm
- Mindestbecken
- ab 100 l
- Temperatur
- 20–26 °C
- pH-Wert
- 4,0–7,0
- Gesamthärte
- 1–10 °dGH
- Anspruch
- Erfahren
- Haltung
- Schwarm ab 6
- Fischgruppe
- Sonstige · Sonstige Asiaten
Herkunft
Asien – Bäche, Reisfelder und Torfsümpfe Südostasiens, dazu Ostasien. Labyrinthfische, Bärblinge, Barben und Schmerlen.
Die Markierung zeigt die ungefähre Herkunftsregion, nicht das genaue Verbreitungsgebiet der Art. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).
Bemerkung
Fast nur Wildfänge, nie kommerziell gezüchtet. Scheu – braucht Gruppe, gedämpftes Licht und ein eingefahrenes Becken.
Passt gut zusammen mit
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KeilfleckbärblingTrigonostigma heteromorpha
Einsteiger
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Espes KeilfleckbärblingTrigonostigma espei
Einsteiger
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DornaugePangio kuhlii
Einsteiger
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KirschbarbePuntius titteya
Einsteiger
-
HonigguramiTrichogaster chuna
Einsteiger
Schüchtern – nur mit kleinen, friedlichen Arten, nicht mit großen oder stürmischen Fischen.
Vorschläge nach Herkunft, Wasserwerten, Größe und Verhalten. Vor dem Kauf im Fachhandel prüfen – einzelne Tiere können sich anders verhalten.
Im Besatz-Check mit anderen Arten prüfen →
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Stimmt eine Angabe nicht – etwa die Endgröße, ein Wasserwert oder ein Vorschlag zur Vergesellschaftung? Sagen Sie mir kurz Bescheid. Jeder Hinweis wird geprüft, und belegte Korrekturen fließen in die Seite ein.
Quelle: zierfischatlas.de/arten/indischer-glaswels · Stand: 19. September 2026