Porträt
Der Knurrende Gurami ist die am weitesten verbreitete Art seiner Gattung. Sein Areal umfasst große Teile Indochinas mit Thailand, Laos, Kambodscha und Vietnam, außerdem Westmalaysia und Singapur; ob die Bestände auf Sumatra, Borneo und Java zur selben Art gehören, ist offen. Genetische Studien deuten ohnehin darauf hin, dass sich unter dem Namen mehrere kaum unterscheidbare Arten verbergen. Er besiedelt stehende oder langsam fließende Gewässer des Tieflands: Sumpfwälder, Überschwemmungsflächen, Kanäle, Reisfelder und Gräben, oft seicht und nur zeitweise gefüllt, immer aber dicht bewachsen. Aus ausgesetzten Aquarienfischen sind verwilderte Bestände hervorgegangen, etwa in Florida, in Indien und auf den Philippinen.
Er ist der größte Knurrende Gurami. Die Grundfarbe reicht von Gelblich bis Bräunlich, der Rücken ist dunkler, der Bauch hell. Meist ziehen drei dunkle Längsbänder über den Körper, oft kommt ein dunkler Fleck hinter dem Kiemendeckel hinzu. Rücken-, After- und Schwanzflosse sind lang und spitz, in Tönen von Rot über Violett bis Blau gefärbt und mit grünen und roten Tupfen gemustert; die verlängerten Strahlen der Afterflosse reichen fast bis ans Schwanzende, und die Iris schimmert blau. Männchen sind größer, haben längere Flossenstrahlen und eine spitzere Rückenflosse, Weibchen bleiben blasser. Im Gegenlicht lassen sich bei reifen Weibchen die Eierstöcke erkennen.
Im Aquarium verhält sich die Art ruhig und friedlich, nur zur Laichzeit wird es unter Männchen lebhafter. Rivalen umkreisen sich dann mit gespreizten Flossen, stoßen vor und knurren, berühren sich aber selten, und solche Duelle können Stunden dauern. Gehalten wird er als Paar oder Gruppe in einem dicht bepflanzten, teils beschatteten Becken mit Schwimmpflanzen, Verstecken und dunklem Boden. Er braucht Zugang zur warmen, feuchten Luft über dem Wasser, deshalb gehört eine gut schließende Abdeckung dazu, auch weil er springt. Kampffische passen nicht, da deren Männchen ihm nachstellen. Geeignet sind etwa Keilfleckbärbling, Espes und Hengels Keilfleckbärbling, Kirschbarbe und Dornauge.
Er frisst vor allem Insekten und ihre Larven, dazu Zooplankton und Krebstiere; im Aquarium nimmt er Flocken, sollte aber auch Lebend- oder Frostfutter bekommen. Seinen Namen verdankt er hörbaren Lauten, die er mit einer besonderen Vorrichtung an den Brustflossen erzeugt: Sehnen werden dabei ähnlich wie Gitarrensaiten angezupft. Beide Geschlechter knurren bei Rivalenkämpfen und bei der Balz, und die Weibchen geben dabei zusätzlich schnurrende Töne von sich, was von keinem anderen Fisch bekannt ist. Das Männchen baut ein kleines Schaumnest und trägt die Eier hinein. In der Natur kreuzt sich die Art mit dem Knurrenden Zwerggurami.
Steckbrief
- Endgröße
- 5–7 cm
- Mindestbecken
- ab 60 l
- Temperatur
- 22–28 °C
- pH-Wert
- 5,0–7,5
- Gesamthärte
- 1–15 °dGH
- Anspruch
- Einsteiger
- Haltung
- Paar oder Gruppe
- Fischgruppe
- Labyrinthfische
Herkunft
Asien – Bäche, Reisfelder und Torfsümpfe Südostasiens, dazu Ostasien. Labyrinthfische, Bärblinge, Barben und Schmerlen.
Die Markierung zeigt die ungefähre Herkunftsregion, nicht das genaue Verbreitungsgebiet der Art. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).
Bemerkung
Knurrt hörbar. Braucht dichte Bepflanzung und eine warme, feuchte Luftschicht unter der Abdeckung.
Passt gut zusammen mit
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KeilfleckbärblingTrigonostigma heteromorpha
Einsteiger
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Espes KeilfleckbärblingTrigonostigma espei
Einsteiger
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Hengels KeilfleckbärblingTrigonostigma hengeli
Einsteiger
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KirschbarbePuntius titteya
Einsteiger
-
DornaugePangio kuhlii
Einsteiger
Nicht mit Kampffischen, deren Männchen ihm nachstellen, und nicht mit dem Knurrenden Zwerggurami, mit dem er sich kreuzt.
Vorschläge nach Herkunft, Wasserwerten, Größe und Verhalten. Vor dem Kauf im Fachhandel prüfen – einzelne Tiere können sich anders verhalten.
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Quelle: zierfischatlas.de/arten/knurrender-gurami · Stand: 19. September 2026