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Nanderbuntbarsch

Altolamprologus compressiceps

Nanderbuntbarsch (Altolamprologus compressiceps)
Foto: H. Zell · CC BY-SA 3.0 · Bildnachweis

Porträt

Der Nanderbuntbarsch ist im gesamten Tanganjikasee zu Hause; beschrieben wurde er nach Tieren aus Mpulungu am Südende des Sees in Sambia. Er lebt in Geröllzonen, in denen Steine dicht an dicht liegen und mit Aufwuchs bedeckt sind. Erwachsene Tiere halten sich meist in größerer Tiefe auf, während Jungfische auch ins Flachwasser kommen. Offenen Sandgrund überquert die Art offenbar kaum, weshalb sie an vielen abgelegenen Felsinseln fehlt. George Albert Boulenger beschrieb sie 1898 noch als Lamprologus; Max Poll machte sie später zur Typusart der Gattung Altolamprologus.

Der Körper ist hochrückig und von der Seite extrem schmal, die Rückenflosse auffallend hoch und von vielen harten Strahlen gestützt. Das dicht bezahnte Maul lässt sich weit dehnen. Je nach Herkunft sind die Tiere braunbeige, olivgrün oder gelblich und tragen dunkle Querbinden, die bei jungen Fischen deutlicher hervortreten; die Brustflossen leuchten gelb bis rötlich orange. Vom nahe verwandten Perlhuhnbuntbarsch unterscheidet er sich durch kürzere Kiefer, eine nach oben gebogene Schnauze und einen beschuppten Nacken. Die Männchen werden deutlich größer als die Weibchen und bekommen etwas verlängerte Flossen.

Im Aquarium verhält sich die Art eher ruhig und ist wenig revierbildend. Am besten hält man ein Paar. Sandboden und verschachtelte Steinaufbauten mit vielen engen Spalten entsprechen dem natürlichen Lebensraum; die Steine gehören direkt auf die Bodenscheibe, damit sie beim Graben nicht umstürzen. Sehr gute Wasserqualität mit großen wöchentlichen Wasserwechseln ist Pflicht. Alles, was klein genug zum Verschlucken ist, wird als Beute betrachtet – Jungfische und winzige Arten wie Schneckenbuntbarsche sind nicht sicher. Wegen des eiweißreichen Futters taugt er auch nicht für ein Becken mit Tropheus. Gut passen dagegen die Heringscichlide, die Vierstreifen- oder die Schachbrettcichlide, der Gelbe Tanganjika-Prachtbarsch und der Petricola-Fiederbartwels. Verschiedene Fundortformen hält man getrennt und klar beschriftet, damit sie sich nicht vermischen.

Als spezialisierter Fleischfresser jagt der Nanderbuntbarsch vor allem kleine Garnelen, außerdem andere Wirbellose und sehr kleine Fische; mit seinem flachen Körper folgt er ihnen bis tief in die Felsritzen. Im Aquarium bekommt er Frost- oder Lebendfutter wie Mückenlarven, Artemia und zerkleinerte Garnelen. Futterfische bringen keinen Vorteil, nur Krankheitsrisiken. Gelaicht wird in Spalten, die so eng sind, dass nur das kleinere Weibchen hineinpasst. Nach der Befruchtung zieht sich das Männchen zurück, und das Weibchen bewacht die Eier, bis die Jungen frei schwimmen. Die Jungfische wachsen langsam und werden erst nach einem Jahr oder später geschlechtsreif. Erbgutuntersuchungen deuten darauf hin, dass er sich im See bei schwankendem Wasserspiegel mehrfach mit dem Perlhuhnbuntbarsch vermischt hat.

Steckbrief

Endgröße
12 cm
Mindestbecken
ab 250 l
Temperatur
24–28 °C
pH-Wert
8,0–9,0
Gesamthärte
7–25 °dGH
Anspruch
Spezialist
Haltung
Paar
Fischgruppe
Buntbarsche · Fels & Höhle

Herkunft

Afrika · Tanganjikasee – Noch härter und sauerstoffreicher als der Malawisee, pH 8,0–9,0. Ausgeprägte Spezialisten: Fels, Sand, Schneckenhaus, Freiwasser.

Die Markierung zeigt die ungefähre Herkunftsregion, nicht das genaue Verbreitungsgebiet der Art. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).

Bemerkung

Hochrückig und flach, jagt mit dehnbarem Maul in engen Spalten; frisst alles, was hineinpasst.

Passt gut zusammen mit

Frisst Jungfische und sehr kleine Arten wie Schneckenbuntbarsche; wegen des eiweißreichen Futters nicht zu Tropheus.

Vorschläge nach Herkunft, Wasserwerten, Größe und Verhalten. Vor dem Kauf im Fachhandel prüfen – einzelne Tiere können sich anders verhalten.

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Zur Art: Nanderbuntbarsch Altolamprologus compressiceps

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Quelle: zierfischatlas.de/arten/nanderbuntbarsch · Stand: 19. September 2026