Porträt
Die Vierstreifen-Schlankcichlide, auch Regans Schlankcichlide genannt, kommt nur im Tanganjikasee vor und ist dort weit verbreitet, an den Ufern von Burundi, dem Kongo, Tansania und Sambia. Ihren wissenschaftlichen Namen trägt sie zu Ehren des britischen Fischkundlers Charles Tate Regan. Im Vergleich zu ihren Verwandten ist sie weniger streng an Felsen gebunden: Häufig schwimmt sie im Flachwasser über Sandflächen mit verstreuten Steinen. Zum Laichen zieht sie sich aber in Höhlen und Felsspalten zurück. Eng verwandt ist sie mit der Schachbrettcichlide.
Der Körper ist lang gestreckt und schlank, blassgelb bis goldgelb, und trägt vier dunkle Längsstreifen, nach denen die Art benannt ist. Der unterste Streifen ist schwächer ausgebildet und bei Jungtieren kaum zu erkennen. Bei manchen Fundortformen, etwa aus Kipili, verläuft er nur noch auf der Wange, sodass die Tiere der Ornatus-Schlankcichlide ähneln. Die weiße Wangenbinde kann je nach Stimmung bläulich schimmern, Rücken-, After- und Schwanzflosse sind hell gesäumt. Winzige Jungfische sehen noch ganz anders aus und tragen senkrechte Binden. Die Geschlechter lassen sich schwer unterscheiden; die Weibchen werden etwas größer und fülliger, die Männchen haben eine spitzere Genitalpapille. Übertrieben hohe Größenangaben, die man mitunter liest, gehen auf einen Zahlendreher zurück.
Unter den Schlankcichliden ist sie die größte Art und zugleich die umgänglichste. Trotzdem bildet sie Reviere und ist Artgenossen gegenüber streitbar, deshalb wird sie paarweise gehalten. Ein Paar findet man am sichersten, indem man mehrere Jungtiere gemeinsam aufwachsen lässt; einfach zusammengesetzte Tiere vertragen sich oft nicht, und dabei kann ein Weibchen zu Tode gehetzt werden. Das Becken braucht Steinaufbauten mit Höhlen und Durchgängen und dazwischen freie Sandflächen. Als Mitbewohner eignen sich die Heringscichlide, der Perlhuhnbuntbarsch, der Nanderbuntbarsch oder der Petricola-Fiederbartwels, nie aber andere Julidochromis-Arten, denn sie kreuzen sich leicht. Sehr große Wasserwechsel auf einmal sollte man vermeiden, weil sich eingespielte Partner danach mitunter angreifen.
Gefressen wird vielseitig, bevorzugt Lebend- und Frostfutter, ergänzt durch Trockenfutter und ein wenig Pflanzliches. Gelaicht wird sehr versteckt: Das Weibchen heftet seine ovalen, cremefarbenen Eier mit fester Schale an die Wand oder Decke einer Höhle, manchmal mehrere Hundert. Es kümmert sich um das Gelege, während das Männchen die Umgebung bewacht. Die Eltern ziehen oft mehrere Jahrgänge nebeneinander auf, und ältere Geschwister lassen die jüngeren in Ruhe. Die meisten Paare bleiben einander treu, doch sind auch Weibchen mit mehreren Partnern beobachtet worden. In einem gut eingefahrenen Becken finden die Jungen oft genug Nahrung und stehen unter dem Schutz der Eltern.
Steckbrief
- Endgröße
- 13 cm
- Mindestbecken
- ab 200 l
- Temperatur
- 23–27 °C
- pH-Wert
- 7,5–9,0
- Gesamthärte
- 10–25 °dGH
- Anspruch
- Erfahren
- Haltung
- Paar
- Fischgruppe
- Buntbarsche · Fels & Höhle
Herkunft
Afrika · Tanganjikasee – Noch härter und sauerstoffreicher als der Malawisee, pH 8,0–9,0. Ausgeprägte Spezialisten: Fels, Sand, Schneckenhaus, Freiwasser.
Die Markierung zeigt die ungefähre Herkunftsregion, nicht das genaue Verbreitungsgebiet der Art. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).
Bemerkung
Größte und friedlichste Schlankcichlide; Paare am besten aus einer Jungtiergruppe finden lassen.
Passt gut zusammen mit
-
HeringscichlideCyprichromis leptosoma
Erfahren
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PerlhuhnbuntbarschAltolamprologus calvus
Spezialist
-
NanderbuntbarschAltolamprologus compressiceps
Spezialist
-
Petricola-FiederbartwelsSynodontis petricola
Erfahren
Nicht mit anderen Julidochromis-Arten – sie kreuzen sich.
Vorschläge nach Herkunft, Wasserwerten, Größe und Verhalten. Vor dem Kauf im Fachhandel prüfen – einzelne Tiere können sich anders verhalten.
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Quelle: zierfischatlas.de/arten/vierstreifen-schlankcichlide · Stand: 19. September 2026