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Punktierter Kopfsteher

Chilodus punctatus

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Porträt

Der Punktierte Kopfsteher wurde 1844 von Müller und Troschel beschrieben, nach Tieren aus dem Amuku-See im Einzug des oberen Essequibo in Guyana. Heute gilt er als weit verbreitet: im Amazonassystem von Ecuador, Peru und Brasilien, im westlichen Orinoco-Gebiet Kolumbiens, im Apeú im brasilianischen Bundesstaat Pará und in mehreren Küstenflüssen Guyanas und Surinams. Er bewohnt vor allem langsam strömende Flüsse und Nebenarme, Altwasser und Auenseen. Je nach Herkunft fällt die Zeichnung etwas unterschiedlich aus.

Der Körper ist mäßig gestreckt, der Rücken leicht erhöht. Das kleine Maul weist etwas nach oben und hat eine dicke Oberlippe. Die Grundfarbe ist ein zartes Grau bis Braun, Kehle und Bauch schimmern silbern. Über die Flanken ziehen Reihen brauner Pünktchen, und ein schwarzes Band führt von der Maulspitze durch das Auge bis zur Mitte der Schwanzwurzel. Der Gattungsname verbindet die griechischen Wörter für Lippe und Zahn, der Artname bedeutet gepunktet. Ausgewachsene Männchen haben eine etwas längere Rückenflosse, Weibchen wirken insgesamt runder.

Seinen Namen verdankt der Fisch der Schwimmhaltung: Er steht schräg mit dem Kopf nach unten im Wasser. Meist bleibt er im Schatten und kommt zum Fressen hervor. Er ist friedlich und eher scheu, lebhafte oder ruppige Mitbewohner mag er nicht. Man kann ihn einzeln oder in einer Gruppe halten; kleine Zänkereien gehören dazu, Verletzungen bleiben aber selten, wenn genug Deckung vorhanden ist. Ein Sandboden mit Wurzeln, Ästen, Falllaub und Schwimmpflanzen entspricht seiner Heimat. Pflanzen weidet er höchstens nach Aufwuchs ab, Blätter frisst er nicht. Weil er empfindlich auf gelöste organische Abfallstoffe reagiert, gehört er nur in ein gut eingefahrenes Becken. Als Gesellschaft eignen sich ruhige Salmler wie Diamant- oder Kaisersalmler, Panzerwelse und friedliche Buntbarsche wie der Bolivianische Schmetterlingsbuntbarsch.

Er ist ein Allesfresser. Untersuchungen des Mageninhalts von Wildfängen ergaben je nach Jahreszeit wechselnde Kost, hauptsächlich Insekten und ihre Larven, dazu Früchte vom Land und sogar Schuppen anderer Fische. Im Aquarium bekommt er Lebendfutter wie Wasserflöhe, Artemia und Mückenlarven, außerdem Pflanzliches wie überbrühten Spinat, Salat, Gurke oder Algentabletten sowie gutes sinkendes Trockenfutter. Über die Fortpflanzung ist wenig bekannt; Nachzuchten soll es gegeben haben. Vermutlich verstreut er seine Eier zu Beginn der Regenzeit, ohne sich um den Nachwuchs zu kümmern.

Steckbrief

Endgröße
8 cm
Mindestbecken
ab 120 l
Temperatur
20–28 °C
pH-Wert
5,0–7,5
Gesamthärte
1–10 °dGH
Anspruch
Erfahren
Haltung
einzeln oder Gruppe
Fischgruppe
Salmler

Herkunft

Südamerika – Amazonas, Orinoco und Rio Negro: meist weiches, saures, huminstoffreiches Wasser. Die größte Gruppe im Handel — Salmler, Zwergbuntbarsche und Welse.

Die Markierung zeigt die ungefähre Herkunftsregion, nicht das genaue Verbreitungsgebiet der Art. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).

Bemerkung

Steht schräg mit dem Kopf nach unten – das ist normal. Empfindlich gegen organische Belastung, nur ins eingefahrene Becken.

Passt gut zusammen mit

Scheu – nicht mit lebhaften oder ruppigen Arten.

Vorschläge nach Herkunft, Wasserwerten, Größe und Verhalten. Vor dem Kauf im Fachhandel prüfen – einzelne Tiere können sich anders verhalten.

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Zur Art: Punktierter Kopfsteher Chilodus punctatus

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Quelle: zierfischatlas.de/arten/punktierter-kopfsteher · Stand: 19. September 2026