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Starlight-Antennenwels (L183)

Ancistrus dolichopterus

im Handel Ancistrus sp. L183

Kein freies Foto verfügbar

Porträt

Der Starlight-Antennenwels lebt im mittleren und unteren Rio Negro in Brasilien und in dessen Zuflüssen, etwa im Rio Branco, Rio Demini und Rio Padauari; als Fundort der Erstbeschreibung ist nur Manaus angegeben. Der Rio Negro gilt als größter Schwarzwasserfluss der Erde, sein Wasser ist sehr sauer und arm an Nährstoffen. Die Welse halten sich in strömendem Wasser an Steinen und vor allem an Totholz auf und wurden auch in Klar- und Weißwasserzuflüssen in großer Zahl gefunden.

Der Körper ist tiefschwarz und mit kleinen weißen Punkten übersät. Rücken- und Schwanzflosse tragen einen weißen Saum, der bei dieser Art meist erhalten bleibt, im Alter aber schmaler wird. Sicherstes Merkmal sind die meist neun Weichstrahlen der Rückenflosse, während andere Antennenwelse gewöhnlich weniger haben. Daher stammt auch der wissenschaftliche Name, der sich aus griechischen Wörtern für „lang“ und „Flosse“ zusammensetzt. Männchen tragen die gattungstypischen fleischigen Tentakel auf dem Kopf, Weibchen nur einen kleinen Kranz am Schnauzenrand; sie bleiben meist etwas kleiner und sind fülliger. Verwechslungen sind die Regel: Unter dem Namen L183 wird häufig ein anderer schwarzer Antennenwels verkauft, und als Jungtiere sehen beide nahezu gleich aus.

Der Wels ist ruhig und friedlich, verteidigt aber Reviere gegen Artgenossen und ähnlich gebaute Welse; unter reifen Männchen kommt es zu Rangeleien. Empfohlen wird ein Paar. Ins Becken gehören Sand, reichlich weiches Wurzelholz, mehr Höhlen als Welse und eine Gliederung mit Wurzeln oder Schieferplatten. Gedämpftes Licht und etwas Falllaub passen zu seiner Herkunft. Er reagiert empfindlich auf verschmutztes, keimreiches Wasser und sollte nur in ein gut eingefahrenes, stabiles Aquarium kommen.

Er frisst gemischt und nimmt tierische Kost besonders gern: Mückenlarven, Wasserflöhe, Garnelen und sinkendes Trockenfutter. Pflanzliches sollte regelmäßig angeboten werden, auch wenn manche Tiere es verschmähen. In den Mägen von Wildfängen fanden sich immer wieder Holzbestandteile, weshalb weiches Holz im Becken sinnvoll ist. Wie alle Antennenwelse laicht er in Höhlen, und das Männchen kümmert sich allein um die Brut. Je nach Wachstum werden die Tiere nach anderthalb bis zweieinhalb Jahren geschlechtsreif, und sie können zehn bis zwanzig Jahre alt werden.

Steckbrief

Endgröße
20 cm
Mindestbecken
ab 250 l
Temperatur
26–30 °C
pH-Wert
5,0–7,0
Gesamthärte
1–10 °dGH
Anspruch
Erfahren
Haltung
Paar
Fischgruppe
Welse · Harnischwelse

Herkunft

Südamerika – Amazonas, Orinoco und Rio Negro: meist weiches, saures, huminstoffreiches Wasser. Die größte Gruppe im Handel — Salmler, Zwergbuntbarsche und Welse.

Die Markierung zeigt die ungefähre Herkunftsregion, nicht das genaue Verbreitungsgebiet der Art. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).

Bemerkung

Echter L183 aus dem Rio Negro: weiches, saures Wasser. Verteidigt Reviere gegen andere Antennenwelse; im Handel oft mit ähnlichen Ancistrus verwechselt.

Passt gut zusammen mit

Vorschläge nach Herkunft, Wasserwerten, Größe und Verhalten. Vor dem Kauf im Fachhandel prüfen – einzelne Tiere können sich anders verhalten.

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Zur Art: Starlight-Antennenwels (L183) Ancistrus dolichopterus

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Quelle: zierfischatlas.de/arten/starlight-antennenwels-l183 · Stand: 19. September 2026