Zierfischatlas.de Suchen
Einsteiger

Tüpfelbuntbarsch

Laetacara curviceps

Tüpfelbuntbarsch (Laetacara curviceps)
Foto: Dnoerholm · CC BY-SA 4.0 · Bildnachweis

Porträt

Der Tüpfelbuntbarsch ist im unteren Amazonasbecken Brasiliens zu Hause, wo er die Unterläufe von Zuflüssen besiedelt, darunter Tapajós und Arapiuns. Als Fundort der Erstbeschreibung ist nur allgemein der Amazonas angegeben. Beobachtungen im Freiland zeigen eine Vorliebe für klares, durchsichtiges Wasser mit wenig Strömung und kaum Schwebstoffen. Solche Bedingungen bieten kleine Nebenflüsse, Altwasser und Randseen, deren Grund meist mit einer Laubschicht bedeckt ist und in denen Pflanzen wie Cabomba, Tausendblatt und Wasserhyazinthen wachsen.

Je nach Herkunft unterscheiden sich die Fische darin, wie viel Rot und Blau Körper und Flossen zeigen. Die meisten Tiere tragen einen dunklen Fleck am Ansatz der Rückenflosse, der manchen Männchen allerdings fehlt, und einen weiteren an der Schwanzwurzel. Beide Geschlechter sind ähnlich gefärbt, die Männchen etwas größer. Der Gattungsname verbindet das lateinische Wort für fröhlich mit acará, einer südamerikanischen Bezeichnung für Buntbarsche, und spielt auf die Zeichnung um Maul und Schnauze an, die an ein Lächeln erinnert. Curviceps heißt so viel wie mit gebogenem Kopf.

Verglichen mit den meisten Buntbarschen ist er ausgesprochen friedlich und wühlt keine Pflanzen aus. Weiches, leicht saures Wasser ist ihm am liebsten, er kommt aber auch mit anderen Bedingungen zurecht. Gehalten wird er als Paar. Paare finden sich schon, wenn die Tiere noch sehr jung sind: Zuerst spreizen sie voreinander die Flossen, später schwimmen sie gemeinsam, und meist bleiben sie ihr Leben lang zusammen. Gute Gesellschaft sind friedliche Amazonasfische, etwa Zitronensalmler, Schwarze Phantomsalmler, Kaisersalmler, Silberbeilbäuche und Metallpanzerwelse. Früher war er deutlich öfter im Aquarium zu sehen; heute stehen viele Liebhaber eher auf Apistogramma und Schmetterlingsbuntbarsche.

In der Natur sucht er vermutlich nach Algen, Detritus, kleinen Insekten, Würmern und Krebstieren. Er lässt sich leicht füttern, am besten mit Mückenlarven, Wasserflöhen und Artemia neben Flocken und Granulat mit Pflanzenanteil. Die Zucht gelingt oft schon bei guter Pflege. Das Paar legt rund dreihundert Eier meist auf eine flache Unterlage, manchmal direkt auf den Kies, und beide Eltern wachen abwechselnd. Die Larven hängen zunächst an der Unterlage und zehren vom Dottersack, bis sie nach knapp einer Woche frei schwimmen und frisch geschlüpfte Artemia fressen. Droht Gefahr, tragen die Eltern die Jungen im Maul an einen anderen Platz; gelegentlich fressen sie aber auch den eigenen Laich.

Steckbrief

Endgröße
8 cm
Mindestbecken
ab 120 l
Temperatur
20–28 °C
pH-Wert
4,5–7,5
Gesamthärte
1–15 °dGH
Anspruch
Einsteiger
Haltung
Paar
Fischgruppe
Zwergbuntbarsche

Herkunft

Südamerika – Amazonas, Orinoco und Rio Negro: meist weiches, saures, huminstoffreiches Wasser. Die größte Gruppe im Handel — Salmler, Zwergbuntbarsche und Welse.

Die Markierung zeigt die ungefähre Herkunftsregion, nicht das genaue Verbreitungsgebiet der Art. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).

Bemerkung

Friedlicher Offenbrüter, der Pflanzen nicht ausgräbt. Paare bleiben meist dauerhaft zusammen.

Passt gut zusammen mit

Vorschläge nach Herkunft, Wasserwerten, Größe und Verhalten. Vor dem Kauf im Fachhandel prüfen – einzelne Tiere können sich anders verhalten.

Fehler gefunden?

Stimmt eine Angabe nicht – etwa die Endgröße, ein Wasserwert oder ein Vorschlag zur Vergesellschaftung? Sagen Sie mir kurz Bescheid. Jeder Hinweis wird geprüft, und belegte Korrekturen fließen in die Seite ein.

Fehler melden

Zur Art: Tüpfelbuntbarsch Laetacara curviceps

Ihr Hinweis wird per E-Mail an mich geschickt und nicht auf dem Server gespeichert. Die Sicherheitsprüfung stammt von Cloudflare Turnstile und wird erst beim Öffnen dieses Formulars geladen. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung.

Quelle: zierfischatlas.de/arten/tuepfelbuntbarsch · Stand: 19. September 2026