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Candy-Striped-Harnischwels (L15)

Peckoltia vittata

im Handel Peckoltia cf. vittata

Candy-Striped-Harnischwels (L15) (Peckoltia vittata)
Foto: Gabriel Lelis Togni · CC BY 3.0 · Bildnachweis

Porträt

Der Candy-Striped-Harnischwels gehört zu den Harnischwelsen des Amazonasbeckens. Nachgewiesen ist Peckoltia vittata im Amazonas selbst und in vielen seiner Zuflüsse, etwa im Tapajós, im Madeira, im Trombetas und im Xingu. Die Tiere, die im Handel unter der Nummer L15 laufen, kommen aus dem Rio Xingu, und zwar vom Mündungsgebiet flussaufwärts bis in die Gegend von Altamira. Dort wurden sie unter Steinen und in Spalten des felsigen Grundes gefunden, häufig an Stellen mit kräftiger Strömung. Ihre L-Nummer bekamen sie 1989 in der Aquarienzeitschrift DATZ.

Über den hellen, bräunlichen Körper und die Flossen ziehen sich dunkle Querbinden, weshalb er im englischsprachigen Handel Candy-Striped oder Tiger Pleco heißt. Junge Welse zeigen ein recht regelmäßiges Muster, das bei manchen Fundortformen im Alter unruhiger wird. Reife Männchen tragen viele kleine Hautzähnchen auf dem Hinterkörper und am Schwanzstiel sowie verlängerte Zähnchen hinter den Kiemendeckeln. Weibchen bleiben meist etwas kleiner und sind, von oben gesehen, in der Körpermitte breiter. Umstritten ist, ob die L15 tatsächlich zur 1882 beschriebenen Art gehören: Deren Typusexemplare stammen aus weit auseinanderliegenden Gebieten und unterscheiden sich genetisch. Verwechselt wird der Wels zudem oft mit gestreiften Panaqolus-Arten.

Aktiv wird er hauptsächlich in der Dunkelheit, tagsüber zieht er sich in seine Verstecke zurück. Anderen Fischen gegenüber ist er sehr friedlich; er stellt ihnen nicht nach und lässt auch kleine Salmler in Ruhe. Nur geschlechtsreife Männchen rangeln bisweilen um eine Höhle. Empfohlen wird eine Gruppe, für die Wurzeln und Schieferplatten das Becken in einzelne Reviere gliedern. Dazu gehören reichlich Höhlen und Spalten, ein Boden aus Sand oder feinem Kies und eine kräftige Filterung mit viel Sauerstoff; feste Pflanzen lässt er stehen.

In der Natur raspelt er Algen ab, im Aquarium frisst er gemischt und zieht tierische Kost vor. Gern genommen werden Mückenlarven, Artemia und Cyclops als Frostfutter, sinkende Tabletten oder Granulat und hin und wieder Gurke, Zucchini oder Kartoffel. Auch tote Fische verwertet er. Zur Fortpflanzung sucht das Paar eine Ton- oder Schieferhöhle auf, in der das Männchen die Eier bewacht, bis die Jungen allein zurechtkommen. Nachzuchten gelingen seit vielen Jahren regelmäßig, am ehesten in weichem, leicht saurem Wasser. Größere Weibchen legen dabei mehr Eier als kleine.

Steckbrief

Endgröße
12 cm
Mindestbecken
ab 200 l
Temperatur
26–30 °C
pH-Wert
5,0–7,0
Gesamthärte
2–20 °dGH
Anspruch
Erfahren
Haltung
Gruppe ab 5
Fischgruppe
Welse · Harnischwelse

Herkunft

Südamerika – Amazonas, Orinoco und Rio Negro: meist weiches, saures, huminstoffreiches Wasser. Die größte Gruppe im Handel — Salmler, Zwergbuntbarsche und Welse.

Die Markierung zeigt die ungefähre Herkunftsregion, nicht das genaue Verbreitungsgebiet der Art. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).

Bemerkung

Friedlicher Allesfresser, nachtaktiv. Höhlen, Wurzeln und sauerstoffreiches Wasser; jedes Männchen braucht eine eigene Höhle.

Welche Fische passen zum Candy-Striped-Harnischwels (L15)?

Diese Arten haben wir von Hand geprüft: Sie teilen ähnliche Wasserwerte und vertragen sich nach unseren Angaben mit dem Candy-Striped-Harnischwels (L15).

Nicht geeignet

  • Schwarzer MesserfischRäuber: frisst Fische, die kürzer als etwa ein Drittel seiner Länge (40 cm) sind.

Vorschläge nach Herkunft, Wasserwerten, Größe und Verhalten. Vor dem Kauf im Fachhandel prüfen – einzelne Tiere können sich anders verhalten.

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Zur Art: Candy-Striped-Harnischwels (L15) Peckoltia vittata

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Quelle: zierfischatlas.de/arten/candy-striped-harnischwels-l15 · Stand: 19. September 2026