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Australischer Kleefarn

Marsilea hirsuta

im Handel auch „Zwergkleefarn“

Australischer Kleefarn (Marsilea hirsuta)
Foto: Krzysztof Ziarnek, Kenraiz · CC BY-SA 4.0 · Bildnachweis

Porträt

Der Australische Kleefarn ist auf dem australischen Festland weit verbreitet, fehlt aber auf Tasmanien. Er wächst in Überschwemmungsebenen, Sümpfen und an Ufern und ist, wie alle Kleefarne, ein Wasserfarn: Statt Blüten bildet er Sporenfrüchte. In Australien heißen solche Farne „Nardoo“. Aus dünnen, kriechenden Rhizomen treiben lang gestielte Blätter mit vier Fiedern, die an ein Glückskleeblatt erinnern. Beschrieben wurde die Art 1810 von dem schottischen Botaniker Robert Brown. Ob die Pflanzen im Handel wirklich M. hirsuta sind, ist allerdings nicht sicher, denn Kleefarne lassen sich meist nur an den Sporenfrüchten der Landform bestimmen.

Unter Wasser sieht der Kleefarn ganz anders aus. Meist kommt er in der Landform in den Handel; nach einer Eingewöhnung treiben kurze Unterwasserblätter, meist rundlich und ungeteilt, ähnlich wie beim Zungenblatt, gelegentlich auch zwei- bis vierteilig. Der Farn ist robust, stellt keine besonderen Ansprüche an das Wasser und kommt mit wenig Licht und ohne CO₂ aus. Mehr Licht, CO₂ und Nährstoffe, auch über den Boden, machen den Teppich dichter. Man teilt die Pflanze in Stücke und setzt sie mit Abstand. Nach und nach wachsen die Ausläufer zu einem niedrigen Rasen zusammen, den man gelegentlich kürzt, damit er sich nicht vom Boden löst.

Vermehren lässt er sich leicht: Abgetrennte Rhizomstücke von einigen Zentimetern wachsen im Bodengrund an und treiben neue Blätter. Bildet die Pflanze lange Schwimmblätter, schneidet man sie ab; nach mehrmaligem Entfernen hört sie meist damit auf. In flachem Wasser, etwa in Kübeln im Freien, zeigt sie wieder ihre typischen Kleeblätter. Durch den Handel ist der Kleefarn in andere Weltgegenden gelangt: In Florida gilt er als invasiv, auch auf den Azoren und in Großbritannien ist er eingeschleppt. Pflanzenreste gehören deshalb nie in Gewässer.

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Steckbrief

Wuchshöhe
2–10 cm
Platz im Becken
Vordergrund
Licht
gering
CO₂-Zugabe
nicht nötig
Wachstum
mittel
Temperatur
20–26 °C
pH-Wert
5–8
Anspruch
Einsteiger
Wuchsform
Bodendecker
Vermehrung
Ausläufer, Teilung
Familie
Kleefarngewächse (Marsileaceae)

Herkunft

Australisches Festland (alle Festlandstaaten, nicht Tasmanien)

Die Markierung zeigt den Kontinent, nicht das genaue Verbreitungsgebiet. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).

Bemerkung

Der kleine Wasserfarn bildet unter Wasser oft nur ungeteilte Blättchen statt der vierteiligen „Kleeblätter“ und kriecht mit Ausläufern zu einem niedrigen Teppich zusammen.

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Quelle: zierfischatlas.de/pflanzen/australischer-kleefarn · Stand: 19. September 2026