Porträt
Das Große Fettblatt stammt aus dem Südosten der USA bis nach Texas und kommt außerdem auf Kuba vor. Dort wächst es in Sümpfen, über Wasser ebenso wie untergetaucht. Die kräftigen, aufrechten Stängel sind dicht mit dicklichen, eiförmigen Blättern besetzt, deren Grund den Stängel umfasst. Zerreibt man ein Blatt, riecht es deutlich nach Zitrone; im Englischen heißt die Pflanze deshalb auch „lemon bacopa“. In der Aquaristik ist noch der ältere Name Bacopa amplexicaulis verbreitet. Neben der Wildform werden eine kleinblättrige und eine weißbunte Form kultiviert.
Seit vielen Jahren gilt das Fettblatt als dankbare Pflanze für Einsteiger. Es wächst gemächlich und braucht daher wenig Pflege. Auch bei eher schwachem Licht und ohne CO₂ hält es gut durch, am kräftigsten gedeiht es aber an einem hellen Platz. Nährstoffe fördern den Wuchs etwas, sind aber nicht entscheidend. Bei starkem Licht und wenig Nitrat färben sich die Blätter bronze bis bräunlich, bei niedrigem Phosphatgehalt zeigen sie einen rosa Schimmer. Am schönsten wirkt es in Gruppen im Mittelgrund, in denen die Stängel unterschiedlich lang sind und wie Stufen ansteigen. Wegen des aufrechten, wenig verzweigten Wuchses eignet es sich auch für Pflanzenstraßen.
Zur Vermehrung schneidet man Kopfstecklinge oder Seitentriebe ab und setzt sie neu. Zusätzlich bildet die Pflanze am Stängelgrund Ausläufer, die man vorsichtig abtrennen kann. In der warmen Jahreszeit lässt sie sich am Teichrand halten; dort wächst sie rasch, kriecht bodendeckend und bildet behaarte Stängel und blauviolette Blüten. Frost verträgt sie nicht. Auch schwach brackiges Wasser nimmt sie hin. Eine kuriose Randnotiz: Forscher aus Taiwan brachten Blätter dieser Art mit Goldnanopartikeln zum Leuchten und stellten sich solche Pflanzen als Straßenbeleuchtung vor.
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Steckbrief
- Wuchshöhe
- 10–30 cm
- Platz im Becken
- Mittelgrund
- Licht
- mittel
- CO₂-Zugabe
- nicht nötig
- Wachstum
- mittel
- Temperatur
- 20–25 °C
- pH-Wert
- 5–7,5
- Anspruch
- Einsteiger
- Wuchsform
- Stängelpflanze
- Vermehrung
- Stecklinge, Seitentriebe
- Familie
- Wegerichgewächse (Plantaginaceae)
Herkunft
Südöstliche USA bis Texas, Kuba
Die Markierung zeigt den Kontinent, nicht das genaue Verbreitungsgebiet. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).
Bemerkung
Anspruchslos und gemächlich wachsend; zerriebene Blätter duften nach Zitrone.
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Wer ein Becken nach dem Vorbild der Natur einrichten möchte, findet hier Fische, die ebenfalls aus Mittel- & Nordamerika stammen. Ob die Wasserwerte zusammenpassen, zeigt der Steckbrief der jeweiligen Art.
Quelle: zierfischatlas.de/pflanzen/grosses-fettblatt · Stand: 19. September 2026