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Kardinalslobelie

Lobelia cardinalis

Kardinalslobelie (Lobelia cardinalis)
Foto: Stan Shebs · CC BY-SA 3.0 · Bildnachweis

Porträt

Die Kardinalslobelie ist eigentlich eine Sumpfstaude. Ihr Verbreitungsgebiet reicht vom Südosten Kanadas über die USA, Mexiko und Mittelamerika bis in den Norden Kolumbiens. Sie wächst an Flussufern, Teichen, Gräben und in Sümpfen und wird dort über einen Meter hoch. Ihre leuchtend scharlachroten Blüten stehen in langen Trauben und werden vor allem von Kolibris bestäubt. Der Name geht wohl auf die Farbe der Gewänder katholischer Kardinäle zurück; nach Europa kam die Pflanze schon in den 1620er-Jahren und ist seither als Gartenstaude bekannt. Wie andere Lobelien enthält sie giftige Alkaloide, etwa Lobelin.

Unter Wasser bildet sie kräftige, aufrechte Stängel mit hellgrünen, elliptischen Blättern und wird im Aquarium meist nur 10 bis 30 Zentimeter hoch. In den Niederlanden nutzte man sie seit den 1960er-Jahren für die Pflanzenstraßen des holländischen Stils, und bis heute wirkt sie am besten in dichten Gruppen im Mittelgrund. Sie ist anspruchslos, kommt mit schwachem Licht und ohne CO₂ aus und stellt kaum Ansprüche an die Wasserwerte. Ein freier, nicht beschatteter Platz und etwas mehr Licht tun ihr trotzdem gut. Weil sie sehr langsam wächst, muss man sie nur selten schneiden.

Vermehrt wird sie über Kopfstecklinge. Nach dem Kappen der Spitze treibt der Stängel viele Seitentriebe, sodass auch einzelne Pflanzen buschig werden. In offenen Becken wachsen die Triebe über die Oberfläche hinaus; dann werden die Blätter dunkelgrün mit purpurner Unterseite, und die Pflanze bildet ihre roten Blüten. Auch am Rand eines Gartenteichs lässt sie sich pflegen und übersteht dort milde Winter. Für kleine Becken gibt es eine kompakte, kleinblättrige Auslese, die als „Mini“ gehandelt wird.

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Steckbrief

Wuchshöhe
10–30 cm
Platz im Becken
Mittelgrund
Licht
mittel
CO₂-Zugabe
nicht nötig
Wachstum
langsam
Temperatur
22–26 °C
pH-Wert
6–7,5
Anspruch
Einsteiger
Wuchsform
Stängelpflanze
Vermehrung
Stecklinge
Familie
Glockenblumengewächse (Campanulaceae)

Herkunft

Südkanada über die USA und Mexiko bis Mittelamerika und Nordkolumbien

Die Markierung zeigt den Kontinent, nicht das genaue Verbreitungsgebiet. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).

Bemerkung

Wächst unter Wasser langsam und hellgrün; wo sie in offenen Becken über die Oberfläche ragt, bildet sie scharlachrote Blüten.

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Wer ein Becken nach dem Vorbild der Natur einrichten möchte, findet hier Fische, die ebenfalls aus Mittel- & Nordamerika stammen. Ob die Wasserwerte zusammenpassen, zeigt der Steckbrief der jeweiligen Art.

Quelle: zierfischatlas.de/pflanzen/kardinalslobelie · Stand: 19. September 2026