Porträt
Die Ozelot-Schwertpflanze ist eine Hybride aus zwei Zuchtformen: Echinodorus schlueteri ‚Leopard‘ und Echinodorus ‚Barthii‘. Laut Aquasabi züchtete Hans Barth in Dessau die Sorte Anfang der 1990er Jahre. Ihren Namen verdankt sie den dunklen, länglichen Flecken, die an das Fell der gleichnamigen amerikanischen Wildkatze erinnern. Die schmal elliptischen Unterwasserblätter treiben rotbraun aus und sind dann besonders kräftig gefleckt. Später wird die Grundfarbe dunkel olivgrün, die Flecken bleiben erhalten. Die Rosette wird etwa 20 bis 50 Zentimeter hoch und 20 bis 40 Zentimeter breit. Die Gattung Echinodorus stammt aus der Neuen Welt; die Sorte selbst hat keine natürliche Heimat.
Im Aquarium eignet sich die Ozelot-Schwertpflanze gut für Einsteiger. Sie wächst zügig, braucht kein zusätzliches CO₂ und behält ihre Zeichnung anders als viele andere gefleckte Schwertpflanzen auch bei wenig Licht. Am besten wirkt sie als Solitär oder in einer lockeren kleinen Gruppe im Mittel- bis Hintergrund höherer Becken. Ein nährstoffreicher Bodengrund und gute Beleuchtung fördern den Wuchs, und mit CO₂ und vollständiger Düngung wird sie noch üppiger. Eine zusätzliche Düngung über den Boden ist nach Erfahrung von Aquasabi aber nicht zwingend nötig. Wird die Rosette zu groß, entfernt man die äußeren, älteren Blätter nahe am Grund.
Vermehrt wird sie über Jungpflanzen, die sich an den Blütenstielen bilden, oder durch Teilen des Rhizoms. Die Sorte hat selbst Nachkommen: Aus ihr gingen nach Angaben der deutschsprachigen Wikipedia die kleinwüchsigen, auffallend gefleckten Sorten ‚Rainers Felix‘ und ‚Rainers Kitty‘ von Thomas Kaliebe hervor. Einer der Eltern, Echinodorus schlueteri, gilt in der Weltcheckliste der Gefäßpflanzen als zweifelhafter Name; am Sortennamen ‚Ozelot‘ ändert das nichts.
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Steckbrief
- Wuchshöhe
- 20–50 cm
- Platz im Becken
- Solitär
- Licht
- gering
- CO₂-Zugabe
- nicht nötig
- Wachstum
- schnell
- Temperatur
- 20–28 °C
- pH-Wert
- 5–7
- Anspruch
- Einsteiger
- Wuchsform
- Rosettenpflanze
- Vermehrung
- Adventivpflanzen am Blütenstand, Teilung des Rhizoms
- Familie
- Froschlöffelgewächse (Alismataceae)
Herkunft
Hybride aus Echinodorus schlueteri ‚Leopard‘ und Echinodorus ‚Barthii‘
Bemerkung
Die dunklen Flecken auf den rotbraunen jungen Blättern bleiben auch bei wenig Licht erhalten, was sie zu einer dankbaren Einsteigerpflanze macht.
Quelle: zierfischatlas.de/pflanzen/ozelot-schwertpflanze · Stand: 19. September 2026