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Riesenvallisnerie

Vallisneria australis

im Handel meist als Vallisneria gigantea oder Vallisneria americana var. gigantea

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Porträt

Die Riesenvallisnerie ist im Osten, Süden und Südwesten Australiens sowie auf Tasmanien heimisch, in Gegenden mit feuchtheißen Sommern und eher kühlen Wintern. Sie wächst dort in Fließgewässern. Als eigene Art beschrieben wurde sie erst 2008. Zuvor liefen die Pflanzen im Aquarienhandel als Vallisneria gigantea, V. americana oder V. neotropicalis, und unter diesen Namen werden sie oft bis heute verkauft. Die Namen V. americana und V. neotropicalis gehören jedoch zu amerikanischen Pflanzen, und V. gigantea gilt inzwischen als Synonym der Schmalblättrigen Vallisnerie. Die derben, bandförmigen Blätter sind grün, rötlich oder bräunlich gefärbt, manchmal mit dunklen Querstricheln.

Ihr Name ist Programm: Sie braucht geräumige, vor allem hohe Becken, denn ihre Blätter können weit länger werden, als die meisten Aquarien hoch sind. Sie erreichen rasch die Oberfläche, fluten dort und beschatten alles, was darunter wächst. Geeignet ist sie deshalb für Hintergrund und Seitenwände von Becken, die mindestens einen halben Meter hoch sind. Ansonsten ist sie robust: Mittleres Licht genügt; ist es zu schwach, fehlen den Blättern die rötlichen Töne. CO₂ ist nicht nötig, und auch kühleres Wasser in ungeheizten Becken verträgt sie. Dankbar ist sie für einen nährstoffreichen Bodengrund. Gekaufte Pflanzen haben oft gestutzte Blätter, weil diese beim Transport leicht knicken.

Über Ausläufer vermehrt sie sich reichlich und bildet mit der Zeit üppige Dickichte; die Tochterpflanzen lassen sich abtrennen und an anderer Stelle einsetzen. Diese Wüchsigkeit hat eine Kehrseite: In Deutschland, Belgien, Ungarn und Italien ist die Art bereits verwildert. Überzählige Pflanzen und Reste gehören deshalb nie in Teiche, Bäche oder Seen. Wie alle Vallisnerien ist sie zweihäusig, und ihre männlichen Blüten lösen sich unter Wasser, um an der Oberfläche die weiblichen zu bestäuben.

Steckbrief

Wuchshöhe
50–150 cm
Platz im Becken
Hintergrund
Licht
mittel
CO₂-Zugabe
nicht nötig
Wachstum
schnell
Temperatur
18–28 °C
pH-Wert
6–8
Anspruch
Einsteiger
Wuchsform
Rosettenpflanze
Vermehrung
Ausläufer
Familie
Froschbissgewächse (Hydrocharitaceae)

Herkunft

Ost-, Süd- und Südwestaustralien sowie Tasmanien

Die Markierung zeigt den Kontinent, nicht das genaue Verbreitungsgebiet. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).

Bemerkung

Die bandförmigen Blätter fluten in niedrigen Becken an der Oberfläche; Reste nie in Gewässer geben, denn die Art ist in Deutschland schon verwildert.

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Quelle: zierfischatlas.de/pflanzen/riesenvallisnerie · Stand: 19. September 2026