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Teichlebermoos

Riccia fluitans

im Handel oft nur „Riccia“

Teichlebermoos (Riccia fluitans)
Foto: Bernd Haynold · CC BY-SA 3.0 · Bildnachweis

Porträt

Das Teichlebermoos ist kein Laubmoos, sondern ein Lebermoos: Statt Stängel und Blättchen bildet es einen flachen, fein gabelig verzweigten Thallus, also einen blattlosen Pflanzenkörper. Es ist nahezu weltweit verbreitet und treibt in stehenden, oft leicht beschatteten Gewässern als lockere Masse knapp unter der Oberfläche; auf trockengefallenem Schlamm entwickelt es eine Landform mit breiteren Ästen. Linné beschrieb die Art 1753, der Name fluitans bedeutet „schwimmend“. Die Abgrenzung ist schwierig, denn zu Riccia fluitans gehört eine ganze Gruppe ähnlicher Sippen, die manche Botaniker als eigene Arten führen. Tropica unterscheidet vier Herkünfte; nur die japanische lässt sich gut dauerhaft unter Wasser halten.

Als Schwimmpflanze ist das Teichlebermoos genügsam und bietet frisch geschlüpften Jungfischen Deckung. Erst der Japaner Takashi Amano machte es als festsitzende Unterwasserpflanze bekannt: mit dünner Schnur auf Steine oder Holz gebunden oder unter einem feinen Netz flächig auf dem Grund. So gehalten braucht es deutlich mehr Licht, eine CO₂-Zugabe und gute Nährstoffversorgung. Unter günstigen Bedingungen perlen dann silbrige Sauerstoffbläschen an den Spitzen. Da neue Triebe stets zur Oberfläche streben, muss man die Polster regelmäßig mit der Schere kürzen, damit die unteren Teile nicht aus Lichtmangel absterben.

Vermehrt wird das Teichlebermoos durch Teilung, denn jedes kleine Bruchstück wächst zu einem neuen Polster heran. Deshalb nistet es sich oft zwischen anderen Bodendeckern oder Moosen ein. Auf der Oberfläche hat es gegen Wasserlinsen wenig Chancen, weil diese die Fläche schnell überwachsen, und auch Fadenalgen können es verdrängen. Labyrinthfische nutzen die schwimmenden Polster gern als Halt für ihre Schaumnester.

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Steckbrief

Wuchshöhe
1–5 cm
Platz im Becken
Schwimmend
Licht
mittel
CO₂-Zugabe
empfohlen
Wachstum
schnell
Temperatur
20–27 °C
pH-Wert
5–7,5
Anspruch
Erfahren
Wuchsform
Moos
Vermehrung
Teilung
Familie
Sternlebermoose (Ricciaceae)

Herkunft

Nahezu weltweit (Europa, Asien, Afrika, Nord- und Südamerika, Ozeanien)

Bemerkung

Treibt als lockeres Polster unter der Oberfläche und gibt Jungfischen Deckung; auf Stein gebunden gedeiht es nur mit viel Licht und CO₂.

Quelle: zierfischatlas.de/pflanzen/teichlebermoos · Stand: 19. September 2026