Porträt
Das Zwergspeerblatt ist die kleinbleibende Form von Anubias barteri, einer Art, die von Guinea bis Kamerun, Gabun, in die Republik Kongo und auf die Insel Bioko verbreitet ist. Die Zwergform selbst stammt aus Kamerun. Dort wächst sie in flachen Abschnitten von Waldflüssen mit starker Strömung; genauere Fundorte sind kaum bekannt. Ihre Blätter bleiben klein und sitzen an kurzen Stielen an einem kriechenden Rhizom. Die Gärtnerei Tropica brachte die Pflanze um 1970 in Kultur, heute gehört sie zu den verbreitetsten Aquarienpflanzen überhaupt. In der Aquaristik heißt sie meist Anubias barteri var. nana; die Weltcheckliste der Gefäßpflanzen erkennt Varietäten allerdings nicht an.
Am besten bindet man sie mit Angelschnur auf Stein oder Holz, bis sich die Wurzeln festgeklammert haben. Im Boden darf das Rhizom nicht vergraben werden, sonst fault es. Sie kommt mit sehr wenig Licht aus, verträgt aber auch starke Beleuchtung; CO₂ braucht sie nicht, auch wenn es das Wachstum fördert. Da sie langsam wächst und jedes Blatt jahrelang hält, siedeln sich auf alten Blättern leicht Punktalgen an. Ein halbschattiger Platz hilft, ebenso das Entfernen alter Blätter. Pflanzenfressende Fische lassen sie in Ruhe.
Vermehrt wird das Zwergspeerblatt durch Teilen des Rhizoms oder Abtrennen von Seitentrieben. Bei allen Speerblättern empfiehlt es sich, außerhalb des Aquariums zu schneiden und die Stücke gut abzuspülen, weil Kristalle aus Calciumoxalat möglicherweise Garnelen schaden. Anders als viele Aquarienpflanzen blüht es häufig auch unter Wasser; dann erscheint ein kolbenförmiger Blütenstand, den ein Hochblatt umhüllt.
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Steckbrief
- Wuchshöhe
- 5–15 cm
- Platz im Becken
- Aufsitzer
- Licht
- gering
- CO₂-Zugabe
- nicht nötig
- Wachstum
- langsam
- Temperatur
- 22–26 °C
- pH-Wert
- 5–8
- Anspruch
- Einsteiger
- Wuchsform
- Aufsitzer
- Vermehrung
- Rhizomteilung, Seitentriebe
- Familie
- Aronstabgewächse (Araceae)
Herkunft
Kamerun (Varietät nana); die Art von Guinea bis Kamerun, Gabun, Republik Kongo und Bioko
Die Markierung zeigt den Kontinent, nicht das genaue Verbreitungsgebiet. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).
Bemerkung
Die Blätter halten jahrelang und veralgen bei starkem Licht leicht – deshalb lieber halbschattig auf Holz oder Stein binden.
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Quelle: zierfischatlas.de/pflanzen/zwergspeerblatt · Stand: 19. September 2026