Porträt
Das Japanische Fadenkraut ist in weiten Teilen des tropischen und subtropischen Asiens verbreitet, von Indien und Nepal über Südostasien bis nach China, Korea und Japan. Es wächst in flachen Tümpeln, Sümpfen, Kanälen und langsam fließenden, eisenhaltigen Waldbächen, häufig auch in Reisfeldern. Vom Menschen verschleppt, wächst es inzwischen auch in den Reisanbaugebieten Oberitaliens. Die Pflanze bildet grasartige Büschel aus schmalen, spitzen Blättern. Das täuscht allerdings: Botanisch ist sie eine Stängelpflanze, deren Stängel so kurz bleibt, dass die Blätter dicht gedrängt wie eine Rosette wirken. Beschrieben wurde sie 1866 zunächst als Hydrilla japonica.
Im Aquarium passt das Fadenkraut in den Mittelgrund. Es lebt ausschließlich untergetaucht und bildet keine Landform. Weiches, saures Wasser, mittleres bis starkes Licht, CO₂ und eine Düngung mit Makro- und Spurennährstoffen sind die Grundlage. Stimmen die Bedingungen, bleibt es niedrig und zeigt goldene bis rötliche Töne; bei zu wenig Licht wird es höher, lockerer und grüner. Die Pflanze entwickelt ein großes Wurzelwerk und schätzt einen nährstoffreichen Boden. Bekannt wurde sie vor allem durch die Naturaquarien des Japaners Takashi Amano, der sie seit den 1990er-Jahren gern einsetzte.
Ausläufer bildet das Fadenkraut nicht. Stattdessen wachsen am Grund Seitentriebe, die man mit der Schere abtrennt und neu einpflanzt. Weil die jungen Büschel viel Auftrieb haben, halten sie anfangs schlecht im Boden, wurzeln dann aber rasch. Bei reichlich Phosphat schiebt die Pflanze lange Stiele mit kleinen weißen Blüten bis an die Oberfläche – nur diese ragen dann aus dem Wasser.
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Steckbrief
- Wuchshöhe
- 5–20 cm
- Platz im Becken
- Mittelgrund
- Licht
- mittel
- CO₂-Zugabe
- empfohlen
- Wachstum
- mittel
- Temperatur
- 20–28 °C
- pH-Wert
- 5–6
- Anspruch
- Erfahren
- Wuchsform
- Stängelpflanze
- Vermehrung
- Seitentriebe an der Basis abtrennen
- Familie
- Froschbissgewächse (Hydrocharitaceae)
Herkunft
Tropisches und subtropisches Asien von Indien und Nepal bis China, Korea, Japan, Taiwan und Indonesien, vereinzelt bis Neuguinea
Die Markierung zeigt den Kontinent, nicht das genaue Verbreitungsgebiet. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).
Bemerkung
Wirkt wie ein Grasbüschel, ist aber eine Stängelpflanze mit sehr kurzem Stängel; mit weichem Wasser, CO₂ und kräftigem Licht bleibt sie gedrungen und färbt sich golden bis rötlich.
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Quelle: zierfischatlas.de/pflanzen/japanisches-fadenkraut · Stand: 19. September 2026