Porträt
Der Javafarn ist nach der Insel Java benannt, kommt aber in weiten Teilen des tropischen und subtropischen Asiens vor, von Indien bis Südjapan und in einzelnen Vorkommen bis Neuguinea. Meist sitzt er auf Steinen oder Holz in felsigen Bächen und an Wasserfällen, wo er abwechselnd überflutet wird und trockenfällt. Manche Bestände leben ständig untergetaucht, andere auf feuchtem Waldboden. Aus einem kriechenden, beschuppten Rhizom wachsen harte, lanzettliche Blätter mit welligem Rand. Botanisch heißt er heute Leptochilus pteropus; im Handel ist noch der alte Name Microsorum pteropus üblich. Kurios: In den 1960er-Jahren wurde er irrtümlich als Leptochilus decurrens verkauft, eine andere Art.
Im Aquarium gilt er als eine der einfachsten Pflanzen überhaupt. Man bindet oder klebt das Rhizom auf Holz oder Stein, bis die Haftwurzeln greifen. Setzt man ihn in den Boden, darf nur die Wurzel bedeckt sein, denn ein eingegrabenes Rhizom fault. Wenig Licht reicht, Dünger und CO₂ sind nicht nötig, fördern aber das sonst langsame Wachstum. Bewegtes Wasser ist ihm willkommen. Die harten Blätter gelten als recht widerstandsfähig gegen Schneckenfraß, und das dunkle Wurzelgeflecht bietet Fischen Verstecke.
Vermehrt wird er durch Teilen des Rhizoms oder über Jungpflanzen, die an Blatträndern und -spitzen entstehen, seltener an den Wurzeln. Lässt man sie sitzen, wachsen mit der Zeit mehrere Generationen übereinander. Die dunklen Flecken auf der Blattunterseite sind Sporenhäufchen, keine Krankheit. Die Art ist sehr formenreich; Sorten wie ‚Windeløv‘ mit verzweigten Blattspitzen sind im Handel verbreitet.
Online kaufen
AnzeigeSie möchten diese Pflanze in Ihrem Aquarium pflegen? Dann bestellen Sie sie bequem online bei unserem Partner – ein Klick auf den Shop führt direkt zum Angebot.
Bitte prüfen Sie vor dem Kauf, ob Ihr Aquarium zu den Angaben im Steckbrief passt. Größe, Farbform und Verfügbarkeit richten sich nach dem Angebot des Shops.
Partnerlink: Bestellen Sie über diesen Link, erhält Zierfischatlas.de eine kleine Provision. Am Preis ändert sich für Sie nichts, und unsere Angaben zur Pflanze sind davon unabhängig.
Steckbrief
- Wuchshöhe
- 15–30 cm
- Platz im Becken
- Aufsitzer
- Licht
- gering
- CO₂-Zugabe
- nicht nötig
- Wachstum
- langsam
- Temperatur
- 20–28 °C
- pH-Wert
- 5–8
- Anspruch
- Einsteiger
- Wuchsform
- Farn
- Vermehrung
- Teilung des Rhizoms, Brutpflanzen an den Blättern
- Familie
- Tüpfelfarngewächse (Polypodiaceae)
Herkunft
Tropisches und subtropisches Asien von Indien, Nepal und Sri Lanka bis Südchina, Taiwan, Südjapan, Philippinen und Indonesien, vereinzelt bis Neuguinea
Die Markierung zeigt den Kontinent, nicht das genaue Verbreitungsgebiet. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).
Bemerkung
Auf Holz oder Stein festbinden statt einpflanzen, denn ein eingegrabenes Rhizom fault; dunkle Flecken unter den Blättern sind meist Sporenbehälter und keine Krankheit.
Fische aus derselben Region
Wer ein Becken nach dem Vorbild der Natur einrichten möchte, findet hier Fische, die ebenfalls aus Asien stammen. Ob die Wasserwerte zusammenpassen, zeigt der Steckbrief der jeweiligen Art.
- Alle Fische aus Asien
- Besatzvorschlag: Kleines Nano-Becken mit Perlhuhnbärblingen (40 l)
- Besatzvorschlag: Nano-Aquarium mit asiatischen Zwergen (54 l)
- Besatzvorschlag: Südostasien mit Keilfleckbärblingen und Honiggurami (150 l)
- Besatzvorschlag: Kühleres Barbenbecken aus Asien (150 l)
- Besatzvorschlag: Südostasien mit Schmerlen und großen Bärblingen (240 l)
Quelle: zierfischatlas.de/pflanzen/javafarn · Stand: 19. September 2026