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Kleine Ambulia

Limnophila sessiliflora

im Handel früher „Ambulia“

Kleine Ambulia (Limnophila sessiliflora)
Foto: kajuko · CC BY-SA 3.0 · Bildnachweis

Porträt

Die Kleine Ambulia ist von Indien und Sri Lanka über Südostasien bis nach China, Korea und Japan verbreitet. Sie wächst in Teichen, Sümpfen, Reisfeldern und an den Ufern stehender und fließender Gewässer, dauerhaft wie zeitweise überflutet, bis in mittlere Gebirgslagen. Die hellgrünen Blätter sind fein gefiedert und stehen in Quirlen um den Stängel. Damit ähnelt die Pflanze den Haarnixen, vor allem der Karolina-Haarnixe, die auf der EU-Liste invasiver Arten steht. Über Wasser bildet die Ambulia dunklere, lanzettliche Blätter und violette Blüten entlang des Stängels. Im Handel hieß sie lange einfach „Ambulia“.

Im Aquarium ist sie eine genügsame Hintergrundpflanze. Mäßiges Licht reicht, CO₂ ist nicht nötig, und weiches wie hartes Wasser ist ihr recht. Bei schwachem Licht werden die Stängel allerdings lang und licht; mehr Licht und CO₂ halten sie kompakter und färben die Spitzen rötlich. Eine Düngung mit Eisen und Spurenelementen unterstützt gesundes Wachstum. Weil sie sehr schnell wächst, muss man sie oft kürzen. Erreicht sie die Oberfläche, verzweigt sie sich stark und kann dort flächig weiterwachsen.

Vermehren lässt sie sich über Kopfstecklinge; bei guten Bedingungen schickt sie zudem Ausläufer über den Boden. Eine Besonderheit ist ihr Tagesrhythmus: Hat sie genug Licht bekommen, schließen sich die Blattquirle, und die Pflanze „schläft“. Außerhalb ihrer Heimat ist sie ein Problem, denn in Florida, Georgia und Texas breitet sie sich seit den 1960er-Jahren invasiv aus. Schnittreste gehören deshalb nie in Gewässer.

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Steckbrief

Wuchshöhe
15–40 cm
Platz im Becken
Hintergrund
Licht
gering
CO₂-Zugabe
nicht nötig
Wachstum
schnell
Temperatur
20–26 °C
pH-Wert
5–8
Anspruch
Einsteiger
Wuchsform
Stängelpflanze
Vermehrung
Stecklinge, Ausläufer
Familie
Wegerichgewächse (Plantaginaceae)

Herkunft

Indien und Sri Lanka bis China, Korea, Japan und Java

Die Markierung zeigt den Kontinent, nicht das genaue Verbreitungsgebiet. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).

Bemerkung

Genügsamer Ersatz für die lichthungrige Haarnixe; bei schwachem Licht werden die fein gefiederten Stängel lang und licht.

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Wer ein Becken nach dem Vorbild der Natur einrichten möchte, findet hier Fische, die ebenfalls aus Asien stammen. Ob die Wasserwerte zusammenpassen, zeigt der Steckbrief der jeweiligen Art.

Quelle: zierfischatlas.de/pflanzen/kleine-ambulia · Stand: 19. September 2026