Porträt
Der Riesenwasserfreund ist eine Sumpfpflanze Südostasiens; nach der Weltcheckliste der Gefäßpflanzen reicht seine Heimat von Myanmar und Thailand über Laos und Kambodscha bis zu den Philippinen. Er wächst an sumpfigen Ufern, übersteht aber auch lange Zeit ganz untergetaucht, selbst in schnell fließendem Wasser. Carl Ludwig Blume beschrieb ihn 1826 als Nomaphila corymbosa, und unter diesem Namen oder als „Großes Kirschblatt“ kennen ihn viele Aquarianer noch heute. Die kreuzgegenständigen Blätter sind groß und breit, ihre Form und Farbe schwanken jedoch stark. Im Handel gibt es deshalb zahlreiche Formen, von hellgrün bis rotbraun und von breit- bis schmalblättrig.
Im Aquarium ist er eine anspruchslose Hintergrundpflanze für geräumige, hohe Becken. Er kommt mit mäßigem Licht und ohne CO₂ aus, verträgt auch hartes Wasser und wächst dennoch schnell; bei guter Beleuchtung bilden manche Formen rötliche Töne. Ein nährstoffreicher Boden fördert den Wuchs, zu viel Eisen dagegen verträgt er schlecht. Leichte Strömung ist ihm willkommen. Häufiger Rückschnitt schadet nicht, im Gegenteil: Wer die Spitzen regelmäßig kappt, erhält einen dichten, verzweigten Busch. Die Stängel lassen sich auch zu einer Pflanzenstraße im holländischen Stil reihen.
Vermehrt wird er über Kopfstecklinge und Seitentriebe, die im Boden schnell Wurzeln schlagen. Lässt man ihn in einem offenen Becken aus dem Wasser wachsen, bildet er Blätter der Landform und schließlich duftende hellblaue bis violette Blüten. Dabei wirft er oft die unteren Blätter ab. In Florida und im Nordosten Mexikos hat sich die Art bereits außerhalb der Heimat angesiedelt; Pflanzenreste gehören deshalb nie in Gewässer.
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Bitte prüfen Sie vor dem Kauf, ob Ihr Aquarium zu den Angaben im Steckbrief passt. Größe, Farbform und Verfügbarkeit richten sich nach dem Angebot des Shops.
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Steckbrief
- Wuchshöhe
- 20–40 cm
- Platz im Becken
- Hintergrund
- Licht
- gering
- CO₂-Zugabe
- nicht nötig
- Wachstum
- schnell
- Temperatur
- 24–28 °C
- pH-Wert
- 5,5–7,5
- Anspruch
- Einsteiger
- Wuchsform
- Stängelpflanze
- Vermehrung
- Kopfstecklinge
- Familie
- Akanthusgewächse (Acanthaceae)
Herkunft
Myanmar, Thailand, Laos, Kambodscha und Philippinen
Die Markierung zeigt den Kontinent, nicht das genaue Verbreitungsgebiet. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).
Bemerkung
Wird groß und breitblättrig, verträgt aber häufiges Zurückschneiden; abgeschnittene Triebspitzen bewurzeln sich schnell wieder.
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Quelle: zierfischatlas.de/pflanzen/riesenwasserfreund · Stand: 19. September 2026