Porträt
Die Thailändische Hakenlilie wächst nur im Süden Thailands, in der Küstenebene der Provinzen Ranong und Phang Nga. Dort steht sie an den Ufern mäßig bis schnell fließender Bäche: Zwiebel und Wurzeln stecken im Sediment, die Blätter treiben in der Strömung bis an die Oberfläche. Aus der zwiebelähnlichen Knolle wachsen schmale, bandförmige, zähe und leuchtend grüne Blätter, die im Aquarium mehr als einen halben Meter und bis zu zwei Meter lang werden. Der Artname verweist auf Thailand; im Handel heißt sie auch Thai-Lilie oder Wasserzwiebel.
Im Aquarium ist sie anspruchslos, braucht aber viel Platz: Sie wirkt am besten als Solitär in großen, hohen Becken, wo die Blätter an der Oberfläche entlangtreiben. Mäßiges Licht genügt, CO₂ ist nicht nötig. Wichtig ist ein tiefer, nährstoffreicher Bodengrund, denn die Zwiebel bildet ein sehr großes Wurzelwerk. Die Zwiebel setzt man nur zu einem Drittel in den Boden; steckt sie tiefer, droht sie zu faulen. Lange Wurzeln kürzt man vorher etwas ein. Einmal eingewachsen, stellt sie kaum weitere Ansprüche, und ihre zähen Blätter halten auch pflanzenfressende Fische aus.
Vermehrt wird sie über Tochterzwiebeln, die sich am Grund der Mutterzwiebel bilden und abgetrennt werden können. Ältere Pflanzen schieben gelegentlich einen Blütenstiel bis über die Oberfläche und öffnen dort duftende, weiße Lilienblüten. So robust sie im Becken ist, so bedroht ist sie in der Natur: Die IUCN führt sie als stark gefährdet, unter anderem weil Zwiebeln für den Handel gesammelt, Bäche ausgebaggert und Ufer umgenutzt werden. Wer eine Hakenlilie kaufen möchte, sollte daher nur Gärtnereiware aus Nachzucht wählen.
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Steckbrief
- Wuchshöhe
- 60–200 cm
- Platz im Becken
- Solitär
- Licht
- gering
- CO₂-Zugabe
- nicht nötig
- Wachstum
- mittel
- Temperatur
- 22–29 °C
- pH-Wert
- 5,5–8
- Anspruch
- Einsteiger
- Wuchsform
- Knollenpflanze
- Vermehrung
- Tochterzwiebeln, Samen
- Familie
- Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)
Herkunft
Südthailand, Küstenebene der Provinzen Ranong und Phang Nga
Die Markierung zeigt den Kontinent, nicht das genaue Verbreitungsgebiet. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).
Bemerkung
In der Natur stark gefährdet, auch durch Sammeln für den Handel – deshalb nur Gärtnereiware kaufen; die bandförmigen Blätter werden bis zu zwei Meter lang und brauchen ein großes Becken.
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Wer ein Becken nach dem Vorbild der Natur einrichten möchte, findet hier Fische, die ebenfalls aus Asien stammen. Ob die Wasserwerte zusammenpassen, zeigt der Steckbrief der jeweiligen Art.
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Quelle: zierfischatlas.de/pflanzen/thailaendische-hakenlilie · Stand: 19. September 2026